Gelten die physikalischen Gesetze überall im Universum?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo hadrax,

schweres Thema für eine Diskussion, das weiß ich aus Erfahrung...

Im Prinzip gehen Physiker davon aus, dass die uns bekannten Naturgesetze überall im (durch den Urknall entstandenen) Universum gelten. (Multiversen lassen wir einmal außen vor.)

Für diese Annahme spricht, dass das gesamte Universum unter denselben Bedingungen entstanden ist (Urknall); dass im beobachtbaren Universum nicht der geringste Beobachtungshinweis auf räumlich oder zeitlich veränderliche Naturgesetze zu finden ist; dass man zeigen kann, dass diese räumliche und zeitliche Invarianz äquivalent mit dem Impuls- und Energieerhaltungssatz ist (Noether-Theorem) - dass also der Impulserhaltungssatz nicht exakt gelten kann in einem Universum, in dem die Physik ortsabhängig ist.

Nun muss man aber aus erkenntnistheoretischer Seite einschränkend bemerken, dass wir "all"-Sätze niemals durch Beobachtungsdaten abschließend stützen können und oben genannter Sachverhalt damit nicht als erwiesen gelten kann, sondern nur eine wohlbegründete Vermutung ist.

Wir haben also allen Grund davon auszugehen, dass überall im Universum dieselbe Physik gilt, können aber in der inflationären Phase irgendwelche räumlich begrenzten Phasenübergänge nicht wirklich ausschließen. Einen Beobachtungshinweis auf solche Unterschiede gibt es jedoch nicht, im beobachtbaren Universum haben wir eine einheitliche Physik. So dass man unter Anwendung von Ockhams Rasierer davon ausgeht, dass dies auch überall so ist. In trockenen Tüchern ist anders.

Grüße

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik, Schwerpunkt Geo-/Astrophysik, FAU

Danke. Sehr gute Antwort :)

0

Unser Wissen kommt aus der Erfahrung. Wir haben aber nicht einmal die Erfahrung, welche noch unbekannten Elemente im Innern der Erde verborgen sind. Ganz zu schweigen von unbekannten Elementen im Universum. Wir sollten bescheiden sein! In dem Buch "Erde & Mond", das Jakob Lorber von Gott empfangen hat, werden z. B. Elemente beschrieben, die nur im Innern der Erde vorkommen. Erst recht birgt das Universum noch unendlich viele Geheimnisse.

Wir sollten bescheiden sein! In dem Buch "Erde & Mond", das Jakob Lorber von Gott empfangen hat, werden z. B. Elemente beschrieben, die nur im Innern der Erde vorkommen.

Komm bitte nicht mit so einem Mist an. Ich habe eine ernsthafte wissenschaftliche Frage gestellt und du argumentierst mit dem Buch eines religiösen Pseudowissenschaftlers? Auf seine Aussagen würde ich keinen Cent wetten. Schließlich behauptet er auch:

  • dass der Mond gar keinen Einfluss auf Ebbe und Flut hat, da das Wasser selbst von solch einem großen Magneten nicht angezogen wird.

  • dass die Erde am Nordpol einen Mund in Form eines riesigen Loches von 20 bis 30 Meilen Durchmesser hat, dass sich dieses Loch als Magen fortsetzt und am Südpol als Loch (After) endet.

  • dass auf der Mondrückseite Menschen, Pflanzen und Tiere (auch Wassertiere, Mondschafe und Vögel) leben, es Flüsse und Seen gibt und es bei der Schneeschmelze auf dem Mond zu Überschwemmungen kommt.

Unentdeckte natürliche Elemente kann es ohnehin nicht geben, weil sie sofort zerfallen würden.

Zitat: "Das Periodensystem der Elemente ist nach aufsteigender Ordnungszahl geordnet. (Ähm, deswegen heißt sie so)

Gezählt werden die Protonen im Atomkern. 2 Elemente unterscheiden sich also durch die Anzahl ihrer Protonen im Kern. Unterschiedliche Neutronenzahl führt zu verschiedenen Isotopen, aber nicht zu neuen Elementen.

Und ein Proton mehr erhöht die Ordnungszahl nun mal um "1". Also ganzzahlig. Dazwischen ist nichts. Es gibt keine halben Orsnungszahlen, weil es keine halben Protonen gibt.

Und: Von Element 1 an (Wasserstoff) bis hin zu den schwersten Elementen ist das Periodensystem der Elemente lückenlos, also ohne Lücken aufsteigend gezählt. Da passt nichts mehr dazwischen.

Bliebe also die Frage nach schwereren Elementen, denn das Periodensystem ist nach oben offen. Solche Kerne sind aber nicht stabil. Bereits die schwersten bekannten Kerne können nur mit großem Aufwand im Labor hergestellt werden und zerfallen extrem kurzfristig in leichtere Elemente (Kernspaltung). Im Universum werden wir solche Elemente also nie vorfinden, denn selbst wenn es einen Prozess gäbe, der sie erzeugt, würden sie zerfallen, bevor wir sie beobachten können.

Damit ist klar: Das Periodensystem der Elemente ist lückenlos und erfasst wirklich alle in der Natur (im Universum) vorkommende Elemente."

1

Die physikalischen Gesetze gelten auch für diejenigen, die sie nicht kennen. Unabhängig davon, welche das nun sind.Universell gesehen halte ich unsere Mittel zum Verständnis der Physik insgesamt für beschränkt und für soweit gültig, wie wir sie selbst verstehen. Das ist jetzt sehr philosophisch, aber mehr kann ich nicht dazu beitragen, denn ich bin kein Physiker :) Ich weiß aber wohl, dass es unverweigerbare Konstanten gibt. Das hält uns und unser tun im Rahmen. Weiterhin bin ich überzeugt davon, dass wir längst noch nicht alles begriffen haben, aber gut dabei sind.

Ist in anbetracht der hohen Wahrscheinlichkeit, dass wir in einer Computersimulation Leben, die Existenz einer Hölle und eines Gottes plausibel?

Die Theorie Kurz: Wenn die Rechenleistung von Computern weiter steigt, wird es bald möglich sein, eine Welt zu stimulieren die man von der Realität nicht unterscheiden kann, somit könnte man eine Vielzahl künstlicher Welten simulieren, wenn dies jedoch möglich ist, impliziert, das das es weitaus wahrscheinlicher ist, dass wir in einer dieser Simulation leben und ziemlich unwahrscheinlich das wir die ersten sind die eine solche Simulation erschaffen.

Nun ist an dieser "Simulation" auffällig, dass die Erde insbesondere Menschheit von besonderer Wichtigkeit zu seien scheint, da es obwohl es logischerweise Millionen Planeten geben müsste auf den Leben möglich ist, es keinen empirischen Beweis für außerirdisches Leben gibt. Es scheint so als sei das ganze rest des Universum bloß Hintergrund und nur dann von Relevanz, wenn von einen Beobachter betrachtet .

Was könnte interessant in dieser Simulation beobachtet werden? Eigentlich könnten die Schöpfer der Simulation alles betrachten wollen von Bakterien, bis Menschen oder was auch immer...

Es ist aber nicht so unwahrscheinlich, das der Mensch, oder die Gesamtheit der Welt im Mittelpunkt steht, da jeder der das liest ein Bewusstsein hat, oder vielleicht bin ich der einzige mit Bewusstsein, oder du... Zumindest steht mindestens ein Mensch im Mittelpunkt dieser Simulation und hat einen scheinbar freien Willen und Bewusstsein.

Es gebe dann bestimmt auch eine Simulation in welcher das verhalten von Menschen vom Interesse der Beobachter ist, dies könnte auch auf unsere Simulation zu treffen, angenommen die Welt unserer Schöpfer sieht so aus wie unsere, dann ist es möglich das die Katholische Kirche eine Simulation geschaffen hat,da sie über große Finanzielle Mittel verfügt und bestimmt zu den ersten gehören würde die sich so etwas leisten könnten. Könnte aber auch einfach radikaler Christ sein der das in seinen Wohnzimmer stehen hat, und alle die Atheisten waren in die hölle schickt, könnnte aber auch ein Atheist sein, am wahrscheinlichsten ist es aber wohl ein Christ weils zumindest in unserer realität davon am meisten gibt.

Es könnte aber auch sein das wir die ersten sind, oder von schleim förmigen Nacktschnecken Menschen geschaffen wurden, oder von wesen, in deren Welt ganz andere für den Menschen unvorstellbare Physikalische Gesetze herrschen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?