Gegenstandsmeditation?

3 Antworten

Man kann solch eine Gegenstandsmeditation unterschiedlich machen.

Kontemplation über das Objekt

Es kann eher kontemplativ sein, also sich geistig mit dem Objekt zu befassen, über seine Herkunft, Stellung innerhalb der Natur und die persönliche Bedeutung des Objekts. Welche Bedeutung hat es für unser Leben und das unserer Mitlebewesen?

Man kann zB auch passende Passagen aus der Bibel dazu nehmen und diesen Sätzen nachspüren lassen, zB Matthäus 5,13  "Ihr seid das Salz der Erde"

Das kann man mit natürlichen Objekten wie zB Steinen oder Getreidekörnern machen, aber auch mit Feuerzeugen, Zigaretten, oder ähnlichem.

Das kann aber, je nach Altersgruppe und wie ernsthaft die Gruppe das Thema angeht, zu anspruchsvoll sein.

Phantasiereise mit dem Objekt

Möglicherweise wäre eher eine Art Phantasiereise sinnvoll. In diesem Fall würde ich definitiv nur Naturobjekte nehmen.

Dazu kann man einen Stuhlkreis bilden und entspannende Musik, oder Naturgeräusche laufen lassen, evtl. auch einfach natürliche Stille

  • Körperliche Entspannung anleiten (Augen, Kiefer, Nacken wichtig)
  • Tier durchatmen lassen, danach Atmung natürlich fließen lassen
  • In Beziehung zum Objekt treten (Wie fühlt es sich an? Form, Struktur)
  • Bewusstsein ins Objekt verlagern (sich in das Objekt hineinfühlen)
  • Stellung des Objekts in der Natur (kleiner Stein als großen Berg)
  • Qualitäten des Objekts übertragen (Stabilität wie ein Stein spüren)
  • Rückführung zum Körperbewusstsein (Aufmerksamkeit auf die Hand)
  • Körper bewusst machen (alle Körperteile spüren lassen)
  • Auflösen (Strecken lassen, gähnen lassen, Fäuste/Füße ballen)

Man könnte das ganze noch vertiefen, indem man auf die Eigenschaften des Menschen eingeht

  • Wie ein Stein an anderen Steinen, reibe ich mich an anderen Menschen
  • Selbst ein scheinbar stabiler Stein ändert sich mit der Zeit, so wie der Mensch
  • usw.

Aber das könnte wiederum zu anspruchsvoll werden, da ich die Klasse nicht kenne. Ich hoffe, die Antwort war hilfreich.

Heißt es wirklich Gegenstandsmeditation in der Aufgabenstellung?

Bekannter ist mir der Begriff gegenstandslose Meditation.

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