Für was brauche ich die Polynomdivision im späteren Leben?

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12 Antworten

Hallo,

solche Fragen habe ich mir in meiner Schulzeit auch manchmal gestellt, besonders bei Fächern, die mich entweder nicht interessiert haben, oder zu denen ich keinen leichten Zugang hatte.

Wenn ich Jahre später auf mein früheres Schulleben zurückblickte, dann sah ich jemanden, der in einigen Sachen ein sogenannter Spätentwickler war. Ich war nicht dumm, aber in einigen Sachen unreif oder weniger reif als andere Schüler.

Irgendwann, als meine Schulzeit lange zurücklag und ich älter war, sagte mich mir: "Du Hornochse, du hattest in deiner Schulzeit ein breit gefächertes, interessantes Angebot an Wissen und Kultur. Warum hast du das so wenig genutzt..."

Ich habe also rückblickend bedauert, die Lehrangebote nicht mehr genutzt zu haben, als ich es damals getan hatte.

Diese Selbsterkenntnis finde ich interessant und amüsant (Selbstironie), und so hole ich in manchen Fächern das Wissen nach, das ich früher verpasst habe, indem ich mich informiere, lese.

Heute habe ich die Einstellung, dass meine Lebenszeit leider nicht ausreicht, all das kennenzulernen und zu verstehen, was ich kennenlernen und verstehen will.

So kann sich die Sicht auf die Dinge im Laufe des Lebens ändern.

Gruß

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Kommt ganz darauf an was du nach der Schule machen möchtest, für einen Job als Hausmeister wirst du die wohl nicht benötigen, solltest du allerdings irgendetwas in Richtung Ingenieursausbildung machen wollen, wird dir das noch öfters begegnen.

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Die lernt man auf einer Schulform, die Wissen und Fähigkeiten vermitteln will, die über die existentiellen Anforderungen des täglichen Lebens hinausgeht. Wer nur das absolut Notwendige lernen will sollte den entsprechenden Schulabschluss anstreben...

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In vielen Fällen gar nicht. Aber wie es schon geschrieben wurde: es geht weniger um den konkreten Inhalt (und dessen konkrete Anwendung), mehr um die Fähigkeit, sich (in diesem Falle) mit mathematischen Dingen auseinanderzusetzen und das zu üben. (Und Mathematik an sich braucht man durchaus oft, in zahlreichen Studiengängen.)

Wir hatten in Sport auch "Schleuderball". Brauche ich heute auch nicht mehr. Es ist halt eine Übung.

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Falls du kein Mathe-Professor werden willst oder irgendwas in technisch/mathematische Richtung studieren willst, für eigentlich nichts.

Aber allein die Tatsache, dass du es lernst, ist hilfreich. Warum? Erstens, du lernst bzw. übst logisch denken. Zweitens, du "lernst zu lernen", salopp formuliert - angenommen du kannst es nicht gleich auf Anhieb.

Man kann sich generell bei vielen Sachen in der Schule fragen "Was bringt mit das später?" und die Antwort wird häufig sein "Nichts" (nebenbei gibt es auch eine Menge, wo man fragt "Warum wurde das NICHT in der Schule beigebracht...), aber in der Schule lernst du eben nicht nur irgendwelchen Stoff auswendig, sondern auch noch andere, wichtigere Sachen wie z.B. die o.g. Lernmechaniken oder Analyse-Fähigkeit.

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und sie ist auch recht nützlich beim Nullstellenfinden,
was direkt zwar ebenfalls nicht verwendet wird,
aber bei der Extremwertbestimmung sehr nützlich ist.

Gibt insbesondere bei so bautechnischen Dingen sicher Anwendungen, wo es dich interessiert wie groß dieses und jenes Teil unter bestimmten Einschränkungen maximal gebaut werden kann ohne den Plan zu sprengen.

Ist auf jeden Fall recht nützlich wenn mans kann. :-D

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Ein mögliches Aufgabenfeld dafür wäre das Erstellen/Knacken von kryptographischen Verfahren.

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  • Zur Kodierung von Daten (zyklische Redundanzprüfung)
  • Nullstellen von Polynomen mit Grad > 2 finden
  • Kurvendiskussion
  • Euklidischer Algorithmus in Restklassenringen
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Wenn du Programmierer bist, dann eventuell, je nachdem an welchen Projekten die Firma arbeitet, wo du beschäftigt bist.

Oder wenn du dir privat Computerprogramme programmieren willst, die etwas mit Mathematik zu tun haben, dann eventuell auch.

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Auf jeden Fall.

Wenn du später mal deine eigene Wohnung einrichtest und einen Teppich kaufen musst, wäre es gut, wenn du die Größe von diesem mit der Polynomdivision berechnen kannst.

Sonst nicht unbedingt!


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Ganz einfach. Nie. Aber sche Mathematischen Aufgaben trainieren dein Gehirn und sind dazu da um logisch zu denken.

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Kommentar von l3487171
04.03.2017, 12:37

Nicht sehr überzeugendes Argument. Man kann sein Gehirn auch mit relevantem Wissen trainieren.

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In derjenigen Zeit, in der Du grübelst, was und warum Du etwas nicht lernen willst, kannst Du es häufig locker lernen, und Dein fruchtloses Grübeln erledigt sich dadurch.

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