Freundschaft zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen?

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Freundschaft zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen?

Viele meiner Freunde sind nicht gläubig, viele andere sind gläubig und ich selbst bin es ebenfalls. Ich sehe darin kein Problem, ob jemand gläubig ist oder nicht.

Was sagt die Bibel zu Freundschaften zwischen jemand der gläubig ist, und jemand der ungläubig ist?

Für mich sind folgende Dinge laut der Bibel eindeutig: Erstens lehrte Christus laut der Bibel, dass die Liebe zu Gott und den Menschen am wichtigsten ist (vgl. Matthäus 22,37-40) und dass die Liebe allem standhält, alles erträgt und alles hofft (vgl. 1 Korintherbrief 13,7). Wenn man jemandem daran misst, dass er glaubt oder woran er glaubt, ist es also schon mit der wichtigsten Eigenschaft eines Christen nicht mehr weit her.

Ich sehe nicht einmal ein Problem darin, wenn eine gläubige Person eine ungläubige heiratet. Meine Mutter ist traditionell evangelisch und war das, soweit ich mich erinnern kann, während mein Stiefvater atheistisch ist. Meiner jüngeren Halbschwester und mir hat das ebenso wenig geschadet, wie unseren Eltern. Im Gegenteil, denn dadurch haben meine Halbschwester und ich die Wahl gehabt, ob wir die Kirche kennen lernen wollen oder nicht, und beide entschieden wir uns unabhängig voneinander dafür und wir wurden von unseren Eltern niemals für oder gegen die Kirche beeinflusst. 

Wenn ich irgendwann heiraten sollte, wird es mir relativ egal sein, ob meine zukünftige Ehepartnerin gläubig ist oder nicht, denn daran messe ich nicht. Aber egal ob sie gläubig ist oder nicht, sind für mich zwei Dinge klar: Erstens werde ich nach Möglichkeit weiter ebenso aktiv in der Kirche bleiben, wie bisher und zweitens werde ich dafür sorgen, dass unsere Kinder die gleiche Freiheit zur Religion haben, wie meine Halbschwester und ich diese Freiheit in unserer Kindheit hatten. Das mag vielleicht in den meisten Religionen als falsch gelehrt werden, aber nach meinem Verständnis kann nur durch diese Freiheit wahrer Glaube entstehen und nur durch diese Freiheit kann ein Mensch den Glauben finden, der am besten zu ihm oder ihr passt.

In der Bibel werden wir oft genug auf die Nächstenliebe hingewiesen, die wir für alle Menschen haben sollten, so wie auch Gott alle seine Kinder liebt!

Warum sollte es also nicht möglich sein, auch Freundschaften mit unseren Mitmenschen zu pflegen, die nicht an Gott glauben? Wenn man sich ansonsten gut versteht und sich gegenseitig respektiert, kann das sogar sehr gut gehen! Andersgläubige oder Nichtgläubige von vornherein aus unserem Leben auszugrenzen, wäre doch sehr verachtend und auch völlig unchristlich!

In meinem Leben gibt es Freunde, Verwandte und Bekannte aus verschiedenen Religionen und auch sogenannte Ungläubige, also Menschen ohne Religion, die aber trotzdem an gewisse Werte glauben und auch danach leben. Ich würde mir meine Freundschaften nie nur nach religiösen Gesichtspunkten aussuchen, denn wichtig ist mir vor allem, dass sie gute Menschen sind!

Es gibt gute und schlechte Christen wie auch gute und schlechte Atheisten! Ich selbst bin gläubig und kann mir ein Leben ohne Gott nicht vorstellen, aber wenn ich wählen müsste, dann wäre mir doch ein guter Atheist lieber als ein schlechter und vielleicht auch noch hochmütiger Christ!

Unter meinen Verwandten und Freunden gibt es zwei besonders liebe Menschen, die beide nicht an Gott glauben, sich aber in mancher Beziehung „christlicher“ verhalten als so mancher Christ. Es ist ihnen nie etwas über die christliche Nächstenliebe begebracht worden, aber sie lieben trotzdem den Nächsten und kümmern sich um jeden, der Hilfe und Verständnis braucht. Es kann doch wohl niemand glauben, dass gute Menschen wie sie nicht jeden Respekt verdienen und eines Tages sogar mehr von Gott belohnt werden können als diejenigen, die als Christen ganz bewusst gegen Lehren und Gebote des Christentums verstoßen! Unser Vater im Himmel sieht in das Herz seiner Kinder und kennt uns alle sicher sehr viel besser als wir es uns vorstellen können!

Für ein gemeinsames Leben in Ehe und Familie finde ich es allerdings doch wichtig, in Religion, Weltanschauung und Lebensweise so gut wie möglich übereinzustimmen. Die weitere Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen und sollte jeden einfach so akzeptieren wie er ist, genauso wie auch wir selbst akzeptiert werden möchten. Freundschaft sollte man aber auf jeden Fall niemandem verweigern!

Besitzt Du nicht die Fähigkeit, Deinem Herz und Deinem Gefühl zu vertrauen? Muss man denn jedesmal die Bibel herbei zitieren, anstatt seine eigene Vernunft einzuschalten?

Was, wenn die Bibel es verbietet, dass unterschiedliche religiöse Weltsichten sich anfreunden? Würdest Du eine womöglich gute Freundschaft zu einem Anders-/Nichtgläubigen wegen dieses Verbotes dann aufgeben?

Du hast hier dann nur zwei Optionen:

1. Du begibst Dich und Dein Leben in Abhängigkeit eines Buches, obwohl Dir die Freundschaft wichtig und gut war.

2. Du hältst die Freundschaft weiterhin aufrecht und trotzt dem Verbot. Hier brauchst Du dann die Bibel nicht mehr (so sehr).

Dem Allmächtigen Gott ist es schnurzpiepegal! Hauptsache, die Menschen achten und respektieren sich. Und wenn sich zwei anfreunden, deren Ideologien nicht immer übereinstimmend sind, umso besser noch...

Wie heißt es so schön: Vor dem Allmächtigen Gott sind alle Menschen/Seelen gleichwertig!

Gruß Fantho

Sollten diese Suren im Koran entfernt werden?

Sure 2,178
Pa: Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die Vergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen.
Sure 2,191
Pa: Und tötet sie (d.h. die heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!
Sure 2,193
Pa: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
Sure 2,216
Pa: Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.
Sure 2,244
Pa: Und kämpft um Allahs willen!
Sure 4,74
Pa: Und wenn einer um Allahs willen kämpft, und er wird getötet – oder er siegt -, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.
Sure 4,76
Pa: Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen um Allahs willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen willen. Kämpft nun gegen die Freunde des Satans!
Sure 4,104
Pa: Und lasst nicht nach in eurer Bereitschaft, den Feind aufzusuchen und zum Kampf zu stellen.
Sure 5,35
Pa: Ihr Gläubigen! Fürchtet Allah und trachtet danach, ihm nahe zu kommen, und führet um seinetwillen Krieg.
Sure 8,12
Pa: Haut (ihnen [ den Ungläubigen ] mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!
Sure 8,39 [textgleich mit Sure 2,193]
Pa: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
Sure 9,5
Pa: Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf.
Sure 9,36
Pa: Und kämpft allesamt gegen die Heiden, so wie sie allesamt gegen euch kämpfen.
Sure 9,111
Pa: Nun müssen sie (die Gläubigen) um Allahs willen kämpfen und dabei töten oder den Tod erleiden.
Sure 9,123
Pa: Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt.
Sure 47,35
Pa: Lasst nun (in eurem Kampfeswillen) nicht nach und ruft (die Gegner) nicht (vorzeitig) zum Frieden, wo ihr doch (letzten Endes) die Oberhand haben werdet!
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