Freundin verändert sich. Kennt jemand die Yoga Szene?

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7 Antworten

Die Yoga-Szene direkt kenne ich nicht, bin aber immer mal wieder auf der Suche nach ein paar Yoga-Übungen für zwischendurch um Beweglichkeit und Körperspannung für meine Lieblingssportarten (Klettern und Ninjutsu) zu steigern. Ein paar Yoga-Zeitschriften landeten auch schon mal in meinem Einkaufswagen, die bestehen nur zu 20% aus Übungen und zu 80% aus gespieltem Gutmenschentum.

Generell ist es so, dass viele Sportarten ihren eigenen Kodex haben. Sportkletterer gehen nicht jeden Felsen hoch, sondern achten sehr wohl Kletterverbote und respektieren ihre Umwelt. Kampfkünstler haben verstanden, dass der Bushido, der Weg des Kriegers, nicht aus Krawall-Hip-Hop und Straftaten, sondern aus Disziplin, Ehre und Hilfsbereitschaft besteht. Und die Yoga-Szene hat eh ihren ganz eigenen Stil in Achtung der Mitmenschen, Tiere und Natur. So sehr, dass das zumindest bei den Mitmenschen schon mal gerne in die Hose geht, wie bei deiner Freundin.

Du merkst also schon aus der Einleitung, Yoga ist mehr, als sich jeden Tag jenseits dessen, was die Gelenke mitmachen, zu verbiegen. Yoga ist ein Lebensstil der sehr auf Gesundheit bedacht ist.

Die Wohnung muss umgestaltet werden klingt ein wenig nach Feng Shui, das ist aber eher chinesisch.

Es darf kein Fleisch mehr gegessen werden - wer jetzt - sie? Oder auch du? Das wäre das, was ich sage, dass das mit der Achtung allem gegenüber so weit geht, dass die Achtung der Mitmenschen schon wieder verloren geht. Generell ist ja gegen vegetarische Tage nichts einzuwenden. Ich habe Respekt vor Vegetariern (nicht Veganern) da ihre Lebensweise schon sehr gesund ist, mir persönlich schmeckt aber Fleisch viel zu gut, als dass das bei mir ein Dauerzustand werden könnte. Veganer und Frutarier sind ja ein ganz eigenes Völkchen, essen aus irgendeiner übertriebenen Achtung vor Tieren garnichts tierisches mehr (oder Frutarier nicht mal das, wofür eine Pflanze leiden müsste) und ergänzen die Vitamine, die der Mensch als evolotionär bedingter Allesfresser nunmal braucht, mit Chemie-Vitaminen aus dem Nahrungsergänzungsmittel-Regal und nennen das dann gesund. Dabei sind sie so übertrieben in ihrer Haltung, dass sie jegliche Achtung vor denen verlieren, denen Salat am besten schmeckt, wenn man ihn vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt (Leuten wie mir - aber ganz ehrlich, ich will garkeine Achtung von einer so durchgeknallten Bevölkerungsschicht).

Achtung geht immer von beiden Seiten aus. Wenn du von einer gemeinsamen Wohnung redest, ein Tapetenwechsel hat noch nie geschadet und ihren Freiraum zum Trainieren sollte sie haben. Wenn es aber an dein Hab und Gut geht oder die Umgestaltung eure gemeinsamen oder deine privaten Finanzen zu stark angreift, hört der Spaß auf. Gleiches gilt beim Fleisch: Respektiere, dass sie nun vegetarisch isst, mach das ruhig mal an ein paar Tagen mit, tut dir sicher auch gut - aber sie muss respektieren, dass du in der Kantine in der Mittagspause oder auch mal in ihrer Anwesenhet Fleisch essen willst.

Mit Esoterik hat das erst mal nicht viel zu tun. Pendel, Wünschelruten und Tarotkarten wird sie nicht anschleppen - zumindest nicht aus dem Yoga-Kurs. Die gesamte Lehre beinhaltet aber neben den Übungen auch Ernährung, Gesundheitslehre die z.B. auch den Einfluss des Wohnraumes auf das Wohlbefinden lehrt (in der Art wie Feng Shui) und so weiter. Manches davon mag garnicht mal so verkehrt sein. Und ein recht enthaltsamer Lebensstil und eine enorme Bereitschaft, sich für wohltätige Zwecke einzusetzen. Auch nicht verkehrt. Darauf kommen die Meisten von selbst, nicht durch ihre Lehrer. Nur manche verfallen halt in Extreme, die anderen Leuten ziemlich auf den Senkel gehen können und werden zu einem unerträglichen Pseudo-Gutmenschen, der garnicht merkt, wie sehr man mit seiner neuen, ach so das Leben respektierenden Art seinem Umfeld vor den Kopf stößt (also einen Egoismus aufbaut, der mit dem Gutmenschentum das man verkörpern will, garnicht vereinbar ist). Und das scheint bei deiner Freundin gerade zu passieren.

Versuch es mit Sachlichkeit und Kompromissen die für euch beide einen gangbaren Mittelweg bilden. Ansonsten brauche ich keine esoterischen Hilfsmittel um vorauszusagen, dass es bei euch ziemlich bald richtig scheppern wird.

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Yogamag 22.12.2015, 18:33

Darf ich dich fragen, was du von den Menschenrechten hältst?

Wenn jemand merkt (sei es durch FengShui, Yoga, Veganertum, Omas Schokotorte, dem Weihnachtsmann oder sonstewas), dass etwas im eigenen Leben besser werden kann- ist das schlecht? Ich finde es respektlos, wenn du das als "schon mal gerne in die Hose geht" bezeichnest. Und das hat nix mit deiner Schlagzeile "Gutmenschentum" zu tun.

Vielleicht sollte die Freundin ihre Konsequenzen ziehen und sich selber leben, statt mit faulen Kompromissen und einem feigen und voreingenommenen Kerl (sonst hätte er schon längst mit ihr geredet, mal in den Yoga-Unterricht reingeschaut und nicht hier bei Fremden nachgefragt) an der Seite das Drama weiter hinauszuzögern.

Jeder Mensch darf sich verändern. Und manchmal muss man steinige Wege gehen um zu sich selbst zu finden.

Übrigens hat der Fragesteller nichts über "Hab und Gut" gesagt. Das textest du hier rein und feuerst noch mehr in die Glut. Ebenso hat Yoga, so wie er heute praktiziert wird, keinerlei Einfluss auf die Wohnsituation: man soll in einem sauberen und ruhigem Raum üben (Hatha-Yoga-Pradipika)- nix FengShui.

Darf ich fragen, was du für ein Trauma hast bei diesem Thema?

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volker79 23.12.2015, 23:42
@Yogamag

Keine Ahnung ob es Sinn macht, mit dir zu diskutieren, da du scheinbar auch zu einem gewissen Extremismus neigst, da du dir nur alle negativen - nein hinterfragenden mit potentiell negativen Schwingungen - Punkte meiner Antwort als Anstoß genommen hast, einmal richtig Krach zu schlagen, und die postivien Punkte komplett außer Acht gelassen hast und von Seiten der Freundin zu extremen Schritten rätst.

Warum ich sage, dass das nach hinten losgeht? Sie fühlt sich als Vegetarier oder Veganer besser - oder glaubt es momentan. Ob nun aus Seelenheil (Gutmenschentum) weil sie keine Tiere mehr verletzt oder weil Fleisch sie gefühlt träge macht, spielt dabei erst mal keine Rolle. Wenn ihr Freund sich aber mit Fleisch besser fühlt, ist das seine Sache. Du sagst man soll akzeptieren, dass sie ihren Vegetarismus oder Veganismus auslebt? Ja, finde ich auch, aber sie soll es niemandem aufzwingen. Wenn der Fragesteller weiter Fleisch essen will, ist das seine Sache. Kompromisse wie "Fleisch nur noch in der Mittagspause in der Kantine und zuhause dann vegetarisch" finde ich nicht, wie du, faul, sondern durchaus gangbar. Und selbst wenn er mal zuhause Fisch oder Fleisch essen will - soll er doch.

So so, die Freundin soll also Konsequenzen ziehen. Befriedigt sowas dein Ego, den Egoismus anderer Menschen anzustiften, bloß keine Kompromisse einzugehen? So wird sie vermutlich irgendwann ziemlich einsam enden, und du vermutlich auch. Und was als nächstes? Wenn ihre Familie anfängt zu hinterfragen, warum sie sich so stark wandelt und für einen Sport mit ihrem Freund schluss macht? Soll sie dann mit der Familie brechen? Deiner Meinung nach wohl ja.

Ich würde stark vermuten, Gespräche haben stattgefunden. Wenn die Veränderungen zu stark und fremdartig sind, warum soll man sowas nicht auch mal bei Dritten hinterfragen? Es könnte statt Sport und Körperempfinden auch eine Sekte dahinterstecken. Die Yoga-Bewegung als Sekte zu bezeichnen, so weit würde ich nicht gehen. Außer vielleicht bei einzelnen Mitgliedern wie dir, die allen ihre Meinung aufzwingen wollen.

Ohne die Wohnung und die drohenden Änderungen zu kennen, weiß ich nicht, wie weit die Veränderungen gehen. Wenn plötzlich alles minimalistisch wird und für seine geliebte Modelleisenbahn kein Platz mehr ist, muss entweder eine neue Wohnung her (mit gemeinsamen Wohn- und getrennten Hobbyräumen) oder ein gangbarer Mittelweg. Ich weiß ja noch nicht mal ob es um sein Hab und Gut geht aber ich finde wenn, dann wird es arg bedenktlich - das wollte ich damit ausdrücken. Und ich finde für jemanden, der nicht jedes Wort dreimal verdreht bis es ihm passt und er es in der Luft zerreissen kann, habe ich das auch. Gegen einen ruhigen Raum (und sauber sowieso - ich denke die Umgestaltung wird nicht "Putzen" sein) spricht ja nichts. Aber wenn alles umgekrempelt werden muss? Echt jetzt?

Offenbar hat jede Kulturform ihren eigenen falschen Extremismus. Die Christen hatten die Kreuzritter, der Islam hat den IS und Al Kaida und die Yoga-Bewegung hat Menschen wie dich, mit der gleichen Grundeinstellung: Den Ungläubigen muss die richtige Richtung notfalls eingeprügelt werden. Zum Glück sind diese Extreme in allen Kulturkreisen eine Minderheit.

Viel Spaß noch mit deiner Terrororganisation YS (Yoga-Staat), Osama Bin Yoga! Aber von Erleuchtung bist du mit deiner extremen, granteligen Art noch weit entfernt.

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Yogamag 27.12.2015, 20:44
@volker79

Na, da hast du dir aber Mühe gegeben mit deinem Aufsatz!

  • Vegetarismus ist eine Entscheidung, die jeder für sich persönlich macht. Ich kenne keinen Vegetarier (wohlbemerkt NICHT Veganer), der/ die damit andere in deren Lebensqualität einschränkt. Und der Frager hat auch nur geäussert, dass SIE es für sich entschieden hat. Wenn er weiterhin seine Ernährung bevorzugt- warum nicht? Ich habe das mit keinem Wort in Frage gestellt, sondern behaupte, dass jeder für sich entscheiden darf, was er/ sie in den Mund steckt.
  • die Dramaturgie (minimalistisch, alles umkrempeln), welche du in der Wohnsituation aufbauschst, hat der Frager hier ebenfalls nicht erwähnt, sondern nur, dass sie umgestaltet... so what? Was für ein grausames Ausmass vermutest du dahinter? Dass die Modelleisenbahn keinen Platz mehr hat... ?
  • einen gesunden Egoismus halte ich für tragbarer und lebendiger, als eine demütige Kompromissbereitschaft, in der "dem Frieden zuliebe" Zähne zusammenbissen werden. Oder unterschwellige oder offensichtliche Vorwürfe (weil man sich umfangreich, kompromissgebunden und demütig zurücknehmen musste) die Kommunikation, das gemeinsame Leben und letztendlich auch die Liebe auffressen werden...? Was glaubst du wohl, wieviele Ehen und Beziehungen genau daran scheitern? Nicht wegen der Kompromisse, sondern weil sie aufgezwungen wurden- Alternativlosigkeit, nennt man das.

Es müssen Einsichten, Einsehen von Beiden da sein. Und das müssen die Partner aushandeln, nicht wir.

Ich weiss ja nicht, was du für ein Problem hast, wenn man anderer Meinung ist, sie vertritt und leben möchte. Aber mit "Terrororganisation" hat das wenig zu tun. Eher finde ich Menschen, die etwas "fremdartiges" wie Yoga, Wohnung umgestalten und dem Fleischkonsum kritisch entgegentreten mit sowas ( IS und Al Kaida) zu vergleichen, sehr fragwürdig. Und ich sehe darin eine Meinungsströmung, wie sie derzeit in Deutschland vorherrscht...:

"Weg mit allem Fremden! Wir wollen auf unserer weichen Couch sitzen bleiben... und ich gebe nichts davon ab und will nichts verändern".

Soviel Angst!!!!!!!

Und ich frage mich warum.

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Yoga allein macht so etwas nicht. Leider gibt es in der Szene viele schwarze Schafe die schwer in der esoterischen Ecke hängen und liebend gerne andere mit sich ziehen, sich bewundern lassen wollen und leider auch Bewunderung einfordern. Unsichere und suchende Menschen unterwerfen sich leider zu leicht, oft bis die anderen Beziehungen kaputt sind.

Hoffe stark, dass wenn du mit ihr zusammen wohnst die Umgestaltung der Wohnung nicht zustimmst und die Essensregeln nicht übernimmst wenn sie dir nicht gefallen.

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Yoga allein bewirkt sowas nicht.Da ist schon eine neue Grundeinstellung mit dabei.Ich mache seit Jahren Yoga und hab solche extremen Veränderungen noch nicht erlebt.Mir hat Yoga geholfen meine Lebensqualität wieder zu erlangen.Hab 27kg abgenommen und brauche nach zig Jahren keinerlei Medikamente mehr. Ich mache regelmäßig Hathayoga,drei mal wöchentlich Krafttraining und höre leidenschaftlich Heavy Metal .Ich rate dir, laß sie einfach weitermachen sowas legt sich mitunter schnell wieder. Wenn du deine Abneigung zeigst erreichst du auch nichts - im Gegenteil. Sei offen und lass dir mal ein paar Ashanas(Übungen) zeigen. Geh mal mit zu Yogakurs, vielleicht erfährst du dadurch mehr.

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Jeder lebt Yoga auf seine Art aus.
Manche nutzen es einfach nur als Sport bzw zur bewussten Entspannung und andere mögen halt auch noch das ganze drumrum. Dazu gehört ganz typisch das Vegetariertum (pass gut auf, sonst isst sie nämlich bald vegan..!), extremes Auseinandersetzen mit dem eigenen Körpergefühl, der eigenen Gesundheit, auch Meditation oder sogar Esoterik etc. Es kommt also drauf an, wie deine Freundin so drauf ist, und was ihr im Leben wichtig ist. Yoga alleine macht aus einem noch keinen Vegetarier!! Vielleicht ist sie so ein bisschen auf der Suche nach sich selbst, auch wenn das kitschig klingt. Und grade testet sie halt die Hippie-Variante von sich selbst aus.

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Wie schon öfter erwähnt ist nicht Yoga an sich das Problem. Auch Esoterik verändert die Menschen nicht unbedingt. Ein bisschen kenn ich mich aus in der Szene. Es gibt schon einige seltsame Wesen vom andern Stern da drin.

Ich selbst bin "Freizeit-Hexe" und mache nebenbei Ausbildung zur Heilpraktikerin, hab auch schon einiges ausprobiert. Habe auch einen Sektenausstieg hinter mir (reingeboren gewesen).

Alles was ins Extreme geht ist nicht gut. Du solltest schon aufpassen wie sich das entwickelt. In jeder spirituellen Disziplin gibt es die Gefahr, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Meditation entspannt und ist an sich gesund, aber ohne Körperarbeit lässt es leicht abdriften. Wenns ausartet hilft oft joggen (draussen!) um das Hirn wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Die wertvollere Energie ist die, die vom Boden der Tatsachen kommt. Das lässt dann auch ein normales Leben zu und gleichzeitig kommt man in den Genuss der Zufriedenheit.

Es stimmt das die Yogis ganz gern mit Veggi-Tum die Welt verbessern wollen. Als (angehende) Heilpraktikerin seh ich das aber kritisch. Denn sehr viele Mineralstoffe und Vitamine kann man nur vom Fleisch bzw. Fisch am besten verstoffwechseln! Vor allem Eisen aus Fleisch ist gerade für Frauen wichtig (Blutung). Natürlich ist es Nährstofftechnisch wichtig wie das Tier gehalten wurde. Aber wir Menschen sind nun mal noch immer Jäger und Sammler. Kritisch seh ich auch die Inhaltstoffe von Tofu & Co. Sojabohne ist nicht sehr verträglich für unsere europäischen Mägen.

Vielleicht gibt's ja einen Kompromiss? Weniger Fleisch, dafür nur Tiere aus Artgerechter Haltung? Dann gibt's wieder Steak auf dem Teller und der Tierwelt ist auch geholfen. Meine Meinung ist, man verändert die Welt nicht durch Verzicht auf Fleisch, sondern durch Respekt vor dem Tier, das man gerade isst.

Vielleicht isses ja auch nur eine Phase zur "Selbstfindung". Kommt hin und wieder vor. Aber sei trotzdem wachsam. Ich wünsch Euch alles Gute.

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Yogamag 12.12.2015, 20:28
  • ich gebe dir Recht, wenn du sagst, dass Yoga an sich nicht das Problem ist. Wohl eher der/ die Yogalehrer. Denn es liegt weit weg vom Yoga, wenn ein Mensch von sich selbst weggeführt wird. Und ich meine, dass Mattias sich ein Bild von der Szene machen sollte, indem er mit ins Yoga geht.
  • Ja, ALLE Extreme sind fragwürdig. Denn dahinter verbirgt sich oft eine Diktatur.
  • Allerdings ist Vegetarismus KEIN Extrem, sondern eine persönliche Entscheidung und Vegetarier sind nicht "vom anderen Stern" sondern meist sehr bewusst in ihrer Ernährung.

Ich weiss ja nicht, was du in deiner Heilprktiker-Ausbildung über Ernährung lernst, aber "nährstofftechnisch" unterscheiden sich konventionell gezüchtetes Getier nur insofern von der artgerechten Tierhaltung, dass sie weniger mit Antibiotika, Zusatzstoffen (wie ZB Abfall aus der Schlachterei) oder hormonellen Wachstumsstoffen gefüttert werden- da gibts aber auch keine Garantie!
Ebenso leidet KEIN Vegetarier zwangsläufig unter Anämie, wenn er/Sie sich vernünftig ernährt. Und ich finde es nicht schlimm oder verwerflich, wenn man bei auftretendem Eisenmangel nachhilft mit anderen Mitteln.
Heutzutage haben selbst Fleischkonsumenten starke Avitaminosen und sogar Eisenmangel, weil ihre Darmflora durch die vorangengangenen Medikamente-Therapien (da reicht heutzutage schon ein Husten um Antibiotika zu kriegen) völlig ruiniert wurde. Zudem der Hygienefimmel, der uns in der Werbung suggeriert wird.
Jeder sollte selber entscheiden, was er in den Mund nimmt und runterschluckt (jedenfalls nach dem 3. Lebensjahr).

Ich lebe seit 35 Jahren vegetarisch und habe nebenbei 2 Kinder bekommen und ich habe nie an einer Anämie gelitten- im Gegenteil- ich bin kerngesund und gehe seit Jahrzehnten eigentlich nur zur Krebsvorsorge zum Arzt (familiärer Hintergrund).
Und bedenke: ein Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt  (Spiegel.de) 16.000 Liter Wasser für ein Kilo Rindfleisch (sience orf.at) .... google dich mal durch.
Es ist kein Zauberspruch, wenn ich sage, dass jedes Steak, das in die Pfanne geschmissen wird, auf Kosten der Umwelt geht.
Wenn du dich mal etwas näher damit befasst (das Internet bietet da sehr viel Infos) wirst du selber überlegen, ob das, was du da von dir gegeben hast, wahr ist.

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Diki78 13.12.2015, 10:31
@Yogamag

Also ich denke nicht das Vegetarier vom anderen Stern sind, ich meinte nur die Extremeren Exemplare in der Yoga-Szene. Dabei geht's ja oft um einen Wettstreit um die Erleuchtung, das habe ich aber bisher nur von männlichen Exemplaren erlebt.

Ich mach selbst Yoga, hab mich aber grundlegend im Wesen dadurch nicht verändert, ich gehe nur achtsamer mit mir um und renne nicht jedem Trend hinterher.

Was das Fleisch betrifft will ich nicht mal abstreiten, das einige Menschen es gut vertragen, vegetarisch zu leben, die Menschen sind ja auch verschieden, die Körper auch. Man darf das aber nicht pauschalisieren. Ich hab vegetarisch mal ausprobiert, es war eine Katastrophe. Ich habe einen sehr steinzeitlichen Stoffwechsel, ich brauche ab und zu ein Stück Fleisch um gesund zu sein. Aber das ist halt eben auch Typsache. Man sollte deshalb auch niemanden verteufeln, wenn er das braucht. Deshalb seh ich es auch kritisch wenn Leute sagen das nur vegetarisch gut ist und es für alle fordern. Ich akzeptiere es wenn andere so leben und es gut vertragen. Aber wenn man das nur macht um anderen zu gefallen und dabei nicht auf den eigenen Körper hört, find ich es nicht so gut.

Definitiv ist aber, das viel zu viel davon gegessen wird und zu viel auch achtlos weggeschmissen wird. Der Körper braucht ja nicht viel davon. Das was durch die Massentierhaltung im Supermarkt landet ist wirklich ein riesiges Umwelt- und Ernährungsproblem, da geb ich dir recht. Würde sich jeder ausgewogen ernähren, würde man die Massentierhaltung nicht benötigen, selbst wenn man hin und wieder Fleisch zu sich nimmt. Wegen ein paar glücklich pupsenden Rindern auf der Weide wird die Welt nicht untergehen. Da gilt es eher noch andere Probleme zu lösten, wie z.B. Planet Plastik und die stinkende Industrie unserer Wegwerf-Gesellschaft....???

Seit es keine Hausschlachtungen wie früher mehr gibt, sind die Tiere auch voll mit Stresshormonen wenn sie in den Schlachthof fahren. Das finde ich auch sehr bedenklich.

Ich bin vielleicht ein bisschen verwöhnt weil ich auf dem Land wohne, da ist es noch beschaulich und es gibt noch Höfe, die ihre Tiere gut aufziehen, und Hausschlachtungen machen dürfen. Das Fleisch kannst du nicht vergleichen mit dem was man sonst so bekommt.

Grüßle...

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Yogamag 14.12.2015, 22:17
@Diki78

Liebe Diki,

ich möchte keine Grundsatzdiskussion draus machen, wer was isst oder wer wie umweltschonend handelt, handeln soll und lebt.

Es ist so, dass nicht die Vegetarier ein Problem mit Nicht-Vegetarieren haben, sondern umgekehrt. Das ist ein Stück meiner Lebenserfahrung und es zeigt sich auch wieder hier. Warum sollte die Frau nicht auf Fleisch verzichten, wenn sie es will?

Bedenklich finde ich die Tatsache, das ein Partner gleich aufjault, nur weil seine Partnerin eine Veränderung in der Wohnung, bei den Essengewohnheiten und in ihrem Tagesablauf durchzieht... da muss nicht gleich eine "Sekte" dahinterstecken. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung!

Ich gebe dem Frager den Rat, er soll an den Yogastunden mitmachen um sich selber eine Meinung zu bilden- er kennt seine Freundin (glaube ich) und er kann erkennen, ob sie manipuliert wird. Dann reicht es immer noch, Alarmglocken zu läuten.

Wir kennen diese Frau nicht, ebensowenig die Beziehung der beiden. Und ich finde es unangemessen, bei solchen "Kriterien" (Vegetarismus, Meditation, Wohnung umsortieren) von aussen eine Meinung einzufordern- das kann nur der Partner und der sollte sich lieber selber um sein Mädel kümmern und hinschauen lernen. Nicht die Veränderungen sind Fallen, sondern Gewohnheiten.

Wie gesagt, jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.

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Moin,

gibt  Leute, die das als Sekte sehen, aber im Allgemeinen hängt es einfach mit einer bewussteren lebsnweise zusammen :) Also nichts gefährliches ;) Aber im Yoga gehört Fleisch auch zur Natur des Tamas (Träge usw.) was man versucht zu überwinden, weshalb es sinnvoll ist keines zu essen :)

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Sie hat vielleicht einfach nur eine Phase oder so lass dich davon nicht ablenken oder wegdrängen.

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