Frage zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2:) ?

8 Antworten

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Manche sagen er hat die Wahl zurück zu gehen weil er Gebieter des Todes war, und andere sagen es liegt daran dass Voldemort ja einen Horcrux in Harry erschaffen hatte und diesen dann getötet hat, oder beides. :)

Voldemort konnte harry glaub ich auch gar nicht töten, weil er sich im 4 . Teil mit ihm verbunden hat. ( er hat ja einen teil von Harrys Blut in sich fließen)

^^ die frage gibt's hier tausendmal und im Internet sind auch viele Theorien aufgestellt, da kannst du dich ja durch stöbern.

danke sehr:)

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Hallo,

Liebe, xv7zx, Liebe! So oder so ähnlich würde es Dumbledore sicherlich begründen ;D

Tatsächlich spielen allerdings mehrere, teils zufällig gemeinsam eintretende Faktoren zusammen, wodurch Harry Potter die Konfrontation im Verbotenen Wald überleben kann, wobei man auch nicht gänzlich unbeachtet lassen darf, dass JKR sich vieles nachträglich ein wenig zurechtgebogen hat, um ihre Hauptfigur nicht sterben lassen zu müssen, z. B. wird Lilys Opfer noch immer als Schutzbann genannt, obwohl dieser lediglich bis zu seiner Volljährigkeit andauern sollte.

Kurz bevor Potter sich in den Verbotenen Wald begibt, um Voldemorts Aufforderung der Auslieferung nachzukommen, erfährt er aus Snapes Erinnerung, dass er selbst zu einem Horkrux geworden ist – Voldemorts Seele war Halloween 1981 bereits so stark beschädigt, dass er, als der Todesfluch wegen Lily Potters Opfer auf ihn zurückprallt, unabsichtlich einen weiteren Horkrux geschaffen hat. Dumbledore erklärt dies so, dass sich das losgelöste Seelenstück an das einzig lebende „Ding“ heftete, das es finden konnte, wobei es sich eben um Klein-Harry handelte. Theoretisch hätte es also auch die Katze der Potters treffen können, aber dann wäre die Geschichte natürlich nicht so spannend gewesen. Wieso besagtes Seelenteil unbedingt ein lebendes Gefäß benötigte, wird aber nicht erklärt; die meisten Horkruxe sind schließlich Gegenstände, was, gemäß Dumbledores Aussage bezüglich Nagini, wesentlich klüger und einfacher wäre, da man ein Lebewesen mit eigener Seele natürlich weniger gut kontrollieren kann.

Potter weiß also, dass er einen Horkrux in sich trägt, den es ebenfalls zu zerstören gilt. Er nimmt sein Schicksal an, akzeptiert seinen unausweichlichen Tod und sucht
Voldemort mit der Absicht auf, sich von ihm töten zu lassen. Dieses bereitwillige Opfer fungiert bereits als eine Art Schutzzauber, wobei nicht genau erklärt wird, wie das funktionieren soll; vermutlich handelt es sich dabei um einen ähnlichen Zauber wie jenen, den Lily Potter über ihren Sohn
legt, denn auch Voldemorts Cruciatus kann Potter im Folgenden nichts mehr anhaben.

Als Potter von dem Todesfluch getroffen wird, findet er sich in einer Art Zwischendimension (oder was auch immer) wider. Dumbledore erklärt, dass er nun die Wahl habe, ob er zu den Lebenden zurückkehren oder „weitergehen“, also sterben will; Potter steht ergo sprichwörtlich an der Schwelle des Todes, ist aber weder richtig tot noch lebendig. Man könnte es wohl am ehesten mit einem komatösen Zustand vergleichen. Nicht richtig tot ist er, weil lediglich der Horkrux zerstört worden ist. Im Gegensatz zu den Vernichtungsmethoden der übrigen
Horkruxe (Dämonsfeuer, Basiliskengift, Enthauptung)  verursacht der Avada Kedavra keinen physischen Schaden, das Gefäß (Harry) bleibt also unbeschadet. Die genaue Wirkungsweise des Todesfluches bleibt jedoch unklar, man wird getroffen und fällt im Normalfall einfach tot um. Wahrscheinlich, wobei es sich dabei um bloße Spekulation handelt, versteht JKR die Seele so, dass sich zu diesem Zeitpunkt „zwei Lebewesen“ in Harry befanden, seine eigene intakte Seele und das Fragment Voldemorts, wobei letztere aufgrund ihrer Zerrissenheit unterlegen war und demzufolge zuerst vernichtet wurde, wodurch Harrys eigene Seele nicht die volle Kraft des Fluches abbekommen hat.

Der Fluch selbst konnte überdies schon nicht korrekt beschworen werden, weil sich der Elderstab weigert, seinen eigentlichen Herrn (Harry) anzugreifen, doch da Harry im Wald unbewaffnet ist, kann der Fluch an nichts abprallen. Voldemort konnte also nur einen vergleichsweise schwachen Todesfluch erzeugen, der sich vermutlich nicht mal gegen Harry direkt, sondern gegen den Horkrux in ihm richtet. Später, in der Großen Halle, als der Horkrux bereits zerstört ist, wendet sich der Elderstab schließlich vollkommen gegen Voldemort und versagt ihm den Dienst, weil Harry seinerseits einen Zauber wirkt, an dem Voldemorts Fluch abprallen kann. Voldemort greift sich im Verbotenen Wald also unabsichtlich selbst an, wobei der Fluch schon in dieser Szene teilweise zurückgeworfen wird, weil Voldemort ebenfalls zu Boden geht und eine Zeit lang bewusstlos zu sein scheint (als Potter erwacht, rappelt sich Voldemort gerade wieder vom Boden auf).   

Wichtig sind außerdem die von Voldemort selbst geschaffenen magischen Bande, die er laut Dumbledore niemals gänzlich verstanden hat. Neben dem Elderstab, der seinen wahren Gebieter nicht töten will, hat der Dunkle Lord, wieder mal unabsichtlich, selbst magische Hemmschwellen erschaffen. Besagter Horkrux in Potter verhindert, dass Voldemort ihn (und damit sich selbst) mit voller Kraft angreifen kann, da die
Seelenteile, obzwar die Verbindung in Voldemorts Fall überaus schwach ist, sich natürlich nicht gegenseitig vernichten wollen. Die Verwendung von Harrys Blut, welches er dem Trank seiner Wiederauferstehung beimischte und das somit in Voldemorts
Adern fließt, erschuf ebenfalls den magischen Wunsch, den Gegner nicht töten zu wollen. Voldemort ist demzufolge aus sich selbst heraus nicht in der Lage, seinen Gegner mit aller Macht anzugreifen, da sich der Horkrux in Harry einerseits
vor der Zerstörung schützen will und Harrys Blut ihm andererseits unterbewusst suggeriert, dass er den Tod des Jungen nicht will. Andersrum funktioniert es jedoch, weil Harry den Tod nicht fürchtet und, wie bereits erwähnt, bereitwillig sein Leben geben würde.  

Das hat zwei Gründe:

1. Harry war ein Horkrux (schreibt man das so?) Dadurch wurde nur dieser in ihm zerstört, er, Harry konnte aber noch weiter leben, da man ja nur einen Teil von ihm getötet hatte, nämlich den Horkrux. So wurde Harry verschont.

2. Hätte der Elderstab Harry sowieso nie töten können, ob Horkrux oder nicht. Das fand ich anfangs auch etwas kompliziert, aber mit der Zeit ist es eigentlich ganz einfach. Der Elderstab gehörte bis zu seinem Tod Dumbledore. Das Denken viel. Der Elderstab gehört Dumbledore aber NUR bis er besiegt wurde. Und das wurde er nicht von Snape! Snapes Tod war also leider umsonst.... BESIEGT wurde Dumbledore von Draco Malfoy, der ihn entwaffnet hatte, wodurch er wehrlos wurde. Malfoy wurde dann der Zauberstab im Duell von Harry abgenommen. Aber somit gehörte nichtnur Dracos Zauberstab Harry, sondern auch der Elderstab, wenn er auch nicht in Dracos Besitz war, da dieser ja ursprünglich auch Malfoy gehört hatte. Dein eigener Zauberstab wird und kann dich auch nie besiegen und somit auch nicht töten.

Das ist dann auch der Grund warum Harry nicht gestorben ist, sein Horkrux aber schon.

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