Frage an LKW Fahrer wie macht ihr das rangieren in die Praxis, man hat ja kaum die Sicherungsposten Luxus zum genießen :-)?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ja da hat der Rainer recht so ist das teilweise auf der Straße.
Super ist auch die Antwort auf die Frage ob man evtl. dahinten umdrehen kann... meisten kommt ja klar ne menge Platz!
Mhh und dann kommste da an und musst dann rückwärts zurück, aber so lernst du das dann!

Wie oft hab ich mir anhören müssen... Junge wo hast dein Lappen gemacht? Wenn das kommt... aussteigen und ihn fragen ob er es macht... er wird sich umdrehen und gehen!

Es ist alles Übungssache du musst deine Erfahrungen sammeln und dann klappt das auch. Ich bin auch ort ausgestiegen zum schauen ob es passt oder nicht und irgendwann haste das im Gefühl.

Viel Glück für die Prüfung!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder LKW-Fahrer verstößt gegen seine Sorgfaltspflicht beim rückwärts fahren.

Mehrfahrerbetrieb ist schon eine Seltenheit geworden. Das gibt's nur noch selten, also ist auch selten jemand dabei um als Sicherungsperson hinter dem LKW abzusichern.

Auf Betriebsgelände von großen Firmen ist es nicht so schlimm, da sind nur befugte Personen und/oder der LKW-Verkehr, also Staplerfahrer, Lageristen und LKW-Fahrer. Sicher, man braucht nichts schön reden, kann genauso was passieren. Auch dann hat der LKW-Fahrer gegen seine Sorgfaltspflicht verletzt. Jedoch sind auf Betriebsgelände keine Passanten oder öffentlicher Verkehr...

Schlimm ist es auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Fußgänger und Radfahrer sowie PKW-Fahrer. Während dem rückwärts fahren zwängen sich noch PKW vorbei, weil sie nicht eine Minute warten können. Sie riskieren einen Unfall, weil sie wissen der LKW-Fahrer ist schuld...

Mir ging es mal so, in einer Ortschaft hab ich rückwärts fahren müssen, im fließendem Verkehr. Warnblinker an und Rückwärtsgang drinnen. Müsste eigentlich dem Dümmsten auffallen dass ich rückwärts muss. Aber da wird bis auf die Stoßstange gefahren und gewartet... Herrgott, Warnblinker und Rückwärtsgang, so dumm kann man nicht sein dass man sich da dahinter stellt und wartet. Aber der Großteil ist so... Ich bin also ausgestiegen und nach hinten gegangen, dem anderen Verkehrsteilnehmer erklärt dass ich zurück muss. Als dieser endlich vorgefahren war und ich wieder bis nach vorne gelaufen bin und eingestiegen bin, stand schon der nächste dahinter. Natürlich bis zum Unterfahrschutz aufgefahren, damit man ihn im Spiegel ja nicht sieht...

Auf Betriebsgelände gibt es manchmal Staplerfahrer oder Lageristen die absichern, manchmal aber auch nicht. Wenn man dann einen fragt, wird man entweder belächelt, weil man angeblich nicht fahren kann oder es wird abgewimmelt, sie hätten keine Zeit...

So oder so, lieber fahr ich so zurück und riskiere einen Schaden, als dass ich irgendjemand frage ob er mir absichert. Denn irgendjemand auf der Straße fragen, da bin ich allein besser bedient. Entweder sie stellen sich so hin, dass sie selber in Gefahr sind oder dass ich sie nicht sehe. Dann gibt es wieder welche, die sichern nicht ab, sondern schwenken wie blöd mit den Armen und machen Lenkbewegungen. Herr Gott, ich weiß wie ich rangieren soll, der Sicherungsposten soll nur sichern, auf Gefahren hinweisen und nicht einweisen...

Der LKW-Fahrer ist im Falle von Rückwärtsfahren auf sich gestellt, ist zwar gegen das Gesetz, aber in dieser heutigen Zeit, in dieser Gesellschaft ist es einfach so. Hier wird der LKW-Fahrer, wie in vielen anderen Sachen auch, alleine gelassen und dazu genötigt gegen geltendes Recht zu verstoßen. Nur wenn mal was passiert, dann sind auf einmal viele da, um den LKW-Fahrer zur Rechenschaft zu ziehen.

Ich persönlich fahre alleine nach bestem Wissen und Gewissen zurück, so sorgsam wie möglich. Manchmal ist schon was passiert, manchmal war es schon mal knapp, aber die meiste Zeit ging es immer gut.

Du wirst schon noch sehen, nach Deiner Fahrschulzeit, dass es im öffentlichen Straßenverkehr, wenn kein Fahrschulaufkleber dranhängt und kein Fahrlehrer da ist der aussteigt und sichert, die Welt plötzlich ganz anders aussieht und die Abläufe ganz anders sind als man es in der Fahrschule gelernt hat...

Es ist schlimm so, es sollte nicht sein so, es ist aber die bittere Realität.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ICH habe vor gefühlten hundert Jahren zwangsläufig das Rangieren mit einem zweiachsigen Anhänger mit Drehschemel SELBST durch Versuch und viele Irrtümer erlernt: Das ging so weit, dass sich Kunden, bei denen ich zum Laden an die Rampe fahren sollte, bei meinem neuen Arbeitgeber beschwerten, wie lange denn das Ladepersonal NOCH warten sollte, bis die Verladung beginnen könnte. Erst sehr spät fand ich einen Kollegen, der mir die Theorie des Rangierens so gut erklärte, dass ich später wirklich KAUM mal Probleme damit hatte. Meinen späteren Azubis brachte ich als ERSTES bei, dass SÄMTLICHE Signale EINDEUTIG sein müßten und am Besten nicht nur optisch, sondern auch akustisch erfolgen sollten. Meine Erfahrungen mit FREMDEN Einweisern= oft Verladepersonal, waren durchweg negativ: Neben den vielen "Luftrührern", das sind Leute die durch kreisende Bewegung der Hände glauben, sinnvolle Einweisung zu liefern, hatte ich mehrfach mit Dämlacks zu tun, die, obwohl ich sie auf die Höhe meiner Aufbauten aufmerksam gemacht hatte, UND AUF vorstehende Teile von Rampenüberdachungen.

So hatte ich leider recht häufig Risse in der Plane, oder sogar mehrere Zentimeter lange Schmarren in Blechdächern von Kofferfahrzeugen. Für MICH hiess das:  ich kann mich NUR wirklich auf solche Leute verlassen, denen ich beigebracht habe, worauf es ankommt. Deswegen habe ich es immer zu vermeiden versucht von Fremden eingewiesen zu werden. Wenn ich (mal wieder) mit damals neuer "Anhängertechnik" unterwegs war, besah ich mir eng erscheinende Firmengelände gern vorher zu Fuß und bekam dabei oft die Auskunft, dass angeblich schon VIEL GRÖSSERE Fahrzeuge da herumgefahren wären. Weil ich aber eh schon immer fast einen Meter zu lang war UND die Höhe auch schon verboten war (ca.15cm) konnte  solche "Auskunft" nicht stimmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

So schwierig isses gar nicht, wenn man sich folgendes zu Herzen nimmt: Der "normale Zwei-oder dreiachsige Anhänger mit Drehschemel sollte GRUNDSÄTZLICH über die LINKE Seite rangiert werden, weil man SO  den Hänger NICHT NUR im Spiegel sondern auch direkt aus dem heruntergekurbelten Fenster sehen kann. Egal in welche Richtung man rückwärts schiebt, sieht man MEHR als die Hälfte der Stirnwand des Anhängers, bekommt man die Schere NICHT mehr so gelenkt, dass man richtig dorthin kommt, wo man hin will. Tandem-oder Tridem- Anhänger sind selbst bei elf Metern Länge aus meiner Sicht bessere "Spielzeuge". Zur Verdeutlichung: Ich habe mal das Vergnügen gehabt, aushilfsweise einen großen Sattelzug zu fahren. Meine Erkenntnis daraus: Wer mit sowas Probleme hat, der sollte die Fahrerei besser aufgeben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Musste beim Nachdenken über Deine Frage grad schmunzeln.

Hab genau das selbe gedacht wie Du, als ich angefangen hab. Ich hab mich so abgemüht mit dem Anhänger rückwärts zu fahren und bei den anderen sah das nach einem Kinderspiel aus.

Da ich als Mädel aber bei manchen Kunden extra die schwierigste Rampe anfahren musste (ja, solche Menschen gibt es...), musste ich es dann halt einfach irgendwie schaffen.

Heute fahr ich einfach rückwärts, ohne nachzudenken, wie ich in der jeweiligen Situation lenken muss - ich mach es einfach und so wird es Dir wahrscheinlich auch gehen. Du wirst Dich irgendwann fragen, weshalb Du Dich anfangs "so angestellt" hast... ;-)

Einmal musste ich in einer Stadt rückwärts aus einer Seitenstraße auf die durchgehende Bundesstraße. Hat natürlich keiner angehalten, um mich rangieren zu lassen. Da sah ich eine ältere Dame zu Fuß. Da ich sonst keinen Passanten gesehen habe, hab ich gedacht, daß ich keine andere Wahl habe, als sie zu fragen, ob sie schauen kann, wann frei ist.

Hat die sich auf die Bundesstraße gestellt und resolut den Arm gehoben, wie es Polizisten bei der Verkehrsregelung tun.

Das ist 20 Jahre her, aber diese Frau hab ich nie vergessen... :-)

Wenn ich bei der Kundschaft rückwärts aus dem Hof auf die Straße muss und diese vielbefahren ist, frage ich das Verladepersonal, ob sie schauen können. Wichtig ist, daß man ihnen sagt, wo sie sich hinstellen sollen.

Ich sag immer, sie sollen sich so stellen, daß sie mich im linken Spiegel des LKW sehen - dann seh ich sie auch und nur so nützen sie mir.

Viel Erfolg bei der Prüfung. :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?