Findet ihr Boxen unlogisch?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Boxer macht einfach 99,9% der Normalos auf der Straße platt, scheiß egal welche Regeln, Schläge sind Schläge und sie funktionieren. Vorallem gegen untrainierte ist es schon overpowered. Gegen mehrere Gegner kann man wenig machen, aber von allen Kampfsportlern haben Boxer und ringer die besten Chancen das zu überstehen, da sie einen großen Fokus auf der Beinarbeit haben und Gegner schnell außer Gefecht setzen können. Die meisten Selbstverteidigungssituationen sind unbewaffnet und 1vs1, also ist man auf die meisten Situationen schon sehr gut vorbereitet, auch wenn meiner Meinung nach MMA mit dem Fokus auf Boxen am effektivsten für diesen Zweck ist.

Noch paar Anmerkungen zu deinen Aussagen:

Kehlkopfschläge sind zwar offiziell verboten, jedoch hat noch nie ein Boxer dafür eine Strafe bekommen und sie sind häufig bei kämpfen

Handschuhe sind zum Schutz der Hände, nicht des Gegners, also genau genommen eine Waffe...

Kein Boxer verlässt sich auf den Schiedsrichter (protect yourself at all times)

Man lernt beim Boxen definitiv gegen größere zu kämpfen, Mike Tyson ist dafür das Bilderbuch Beispiel...

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin Boxer/Kickboxer, vor kurzem mit MMA angefangen

Jetzt mal ganz unabhängig davon, ob deine Behauptungen zum Nutzen von Boxsport zur Selbstverteidigung sind: Es gibt andere nachvollziehbare Gründe, Kampfsport zu betreiben, als Selbstverteidigung. Man kann das bspw. auch einfach zur sportlichen Ertüchtigung machen, oder zum Spaß.

Boxen ist jetzt nicht meine Sportart, ich Kämpfe lieber mit meinem ganzen Körper. Aber unlogisch ist es definitiv nicht, nichtmal wenn du es auf Selbstverteidigung beziehst.

Klar ist das Boxen den meisten Praxisbezogenen Kampfkünsten unterlegen, jedoch hat es gerade zur Selbstverteidigung enorme Vorteile

1. Durch die geringe Anzahl verschiedener Techniken ist es schnell zu erlernen wenn man es z.B mit Judo, Sambo und wahrscheinlich vielen anderen vergleicht. Man kann es also nach kurzer Zeit verwenden.

2. Boxer entwickeln eine enorme Schlagkraft (natürlich, denn sie tun ja auch kaum etwas anderes), einen Angreifer im Bruchteil einer Sekunde KO Schlagen zu können ist ein ziemlich solider Weg aus einer akuten Gefahrensituation und kann selbst bei Zahlenmäßig überlegenen Angreifern und dem allseits gefürchteten Messerangriff die Situation retten.

Ein Boxer ist einem untrainierten auf jeden Fall überlegen und definitiv ein großer Pluspunkt in Notwehrsituationen auch wenn das Regelwerk zugegebenermaßen sehr einschränkend ist. Wenn du es nicht schaffst bei deinem Gegner einen Schlag ins Gesicht zu landen brauchst du dir auch nicht einreden das du überlegen gewesen wärst wenn du auf Augen oder Kehlkopf gezielt hättest. Und ein Rechter Haken ans Kinn ist auch um Längen effektiver als Haare ziehen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Wettkampfsportler Vom 6.bis zum 22. Lebensjahr.

So gesehen ist jeder Sport „unlogisch“. Aber der Sportler hat normalerweise eben Freude an dem, was er tut, und weniger „Alltagstauglichkeit“ im Sinn. Der Marathonläufer denkt nicht drüber nach, dass er in Sonntagsschuhen nicht fliehen könnte, der Sportreiter will nicht kriegstauglich werden, der Slacliner hat nicht vor, auf Tekegraphendrähten von Haus zunHaus zu laufen - und der Kampfsportler möchte sich im Wettkampf messen, und ist in aller Regel ein verträglicher Mensch, der keine Leute auf der Straße zusammenhauen will.

Also ich boxe seit über 20 Jahren und das dient in erster Linie meiner Fitness - ist nämlich verdammt anstregend und abwechslungsreiches Training. Mit der passenden Ernährung dazu bleibt man unglaublich fit!!! :-)

Geboxt habe ich mich immer nur im Ring, mit Schutz und aus Spaß! Denn es macht wirklich Spaß! Es ist extremst anstrengend, aber macht Spaß!!!!!!! XD

So gesehen kannst Du fast jeden Sport in Frage stellen: Wie sinnvoll ist Sperr-Werfen oder Kugel-Stoßen? Wie sinnvoll ist Fussballspielen oder Synchronschwimmen...???

Was man beim Boxen allerdings lernt ist Ernährung, Körper-Koordination, Reflexe, Beweglichkeit, etc. ... das ist ÜBERALL ein Vorteil, wenn man das "trainiert" hat! :-)

Sehe ich auch so, man sollte am boxen nicht nur das kämpfen sehen sondern auch die Fitness und den spaß der dabei entsteht

2
@zoro2176

Kämpfen tut man ja eh nie bis selten ... außer man meldet sich freiwillig für Tuniere oder ähnliche Veranstaltungen an. Dafür braucht man aber erst eine Zulassung! Ist ja auch kein Muss! Alle andere sind Trainingskämpfe, die eher selten und eher kurz sind! Und wie hart das ist, kann man sich kaum vorstellen! Bei uns gab es immer maximal 3 Runden! Meistens wurde aber nur eine oder zwei Runden geboxt. Alles andere war viel zu anstrengend! :-/

2
@PeterP58

Ich war selber Mal beim Kickboxen, würde auch unfassbar gerne mit boxen Anfangen aber jetzt in der momentanen Lage eher schwierig. Ein Boxsack ist ziehmlich laut im Zimmer habe ich gehört weswegen ich das auch nicht so geregelt bekomme, aber es war damals echt sehr anstrengend, schon nach 2 Übungskämpfen je 3-4 Minuten kann man die Arme schon fast nicht mehr oben halten, aber der spaß ist echt unfassbar

0
@PeterP58

Ich habe die Biografie von Henry Maske gelesen, einfach so, ohne mich sonst fürs Boxen zu interessieren. Der MENSCH hat mich interessiert, und ich finde, er ist nicht nur ein „guter Boxer“ (gewesen), sondern vor allem eine ehrenwerte Persönlichkeit. Und nicht zuletzt auch diesem Umstand ist wohl auch sein großer Erfolg zu verdanken.

0

Was möchtest Du wissen?