Fernstudium: Gut oder schlecht?

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6 Antworten

Jetzt hab ich zu Ohren bekommen, dass diese Studiengänge nicht so anerkannt sind und normal Studierende auf jeden Fall einen Vorteil bei der Jobsuche später haben werden. Ist das so ?

Prinzipiell kann man dazu "Nein" sagen. Da gibt es zwei Sachen zu berücksichtigen:

  1. Abschluss: Der Abschluss eines Bachelor- oder Master-Fernstudiums ist genauso anerkannt wie der Abschluss eines normalen Studiums.

  2. Persönlich: Es gibt diverse Studien, die belegen, dass Absolventen eines Fernstudiums sehr positive Eigenschaften zugeschrieben bekommen von Personalern. Hier z.B. eine Studie der Euro FH dazu: http://www.fernstudientag.de/2010/03/17/euro-fh-studie-arbeitgeber-schatzen-die-praxisnahe-im-fernstudium/

Also: Wenn du dich durchbeisst, bringt das durchaus auch viele Chancen für deine Karriere mit sich!

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Ich persönlich habe Erfahrungen mit beiden Belangen gemacht. Wenn Du im Studium an einer regulären Hochschule eingeschrieben bist, dann kann es auch sehr stark variieren wie stark dieser Abschluss Anerkennung findet. Wer hingegen bestimmte Fernstudien macht, kann sich sicher sein gut anerkannt zu werden.

So gelten Studenten, die berufsbegleitend studieren, als gu t orgainisiert und belastbar. Hier auf unserer Seite http://wirtschaftsfachwirt.blogspot.de/2017/01/als-fernstudent-wirtschaftsfachwirt.html kannst du auch lesen wie man ein Fernstudium gut schaffen kann und welche Tipps es dafür gibt

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Meine Schwester hat das auch gemacht, daher kann ich Dir sagen, diese Abschlüsse sind tatsächlich nicht so anerkannt. Sie wird oft belächelt, wenn sie sagt, wo sie studiert hat. Allerdings ist die Fernuni Hagen um einiges anerkannter als ILS u.ä.

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Ich habe an einer normalen Fachhochschule studiert. Ich möchte Dir hier mal ein paar Gedanken und Vor- und nachteile aufzählen:

-Es ist sehr schwer, sich bei einem Fernstudium zu motivieren. Habe das bei vielen Bekannten und Freunden miterlebt. Die meisten machen einen schlechteren Abschluss (an einer weniger anerkannten Uni) als Stundenten, die "normal" studieren, weil es einfach schon ein Unterschied ist, ob man zu den Vorlesungen geht, oder sich alles selbst erarbeitet. Da musst Du genau überlegen, ob Du ein Typ bist, der sich gut motiveren kann, also z.B. vorher in der Schule kein "Saisonarbeiter" war, der nur vor Klausuren lernt, sondern kontinuierlich Dich mit dem Stoff beschäftigen konntest. (Aber das hast Du ja auch schon geschrieben)

  • Nach dem Fernstudium erfolgreich sind oft die, die nebenbei etwas gemacht haben, das zu ihrem Studiengang passt. Z.B. hat ein Kumpel von mir in seinem Ausbildungsberuf Bankkaufmann gearbeitet und nebenbei BWL studiert. Danach hatte er gute Aufstiegsmöglichkeiten, da auch die Erfahrung bei der Bank hilfreich waren. Wenn Du einfach nur irgendwie nebenbei Geld verdienst, ohne, dass das später sinnvolle Berufserfahrung ist, wird es schwierig sein. Denn Unternehmen haben vor allem dann Respekt vor so einem Fernstudium, wenn sie sehen, dass es logisch in Deinen Lebenslauf passt.

  • Es gibt Unterschiede, wie viele Vorlesungen Du bei einem Studium hast. Ich weiß, dass ich neben der Fachhochschule kaum die Möglichkeit gehabt hätte, nebenbei zu arbeiten (Hatte in den ersten 1,5 Jahren von 9 Uhr bis 17 Uhr Vorlesung, und danach muss man eigentlich noch lernen.)

Ich denke, es hängt sehr davon ab, was Du mit Deinem Psychologiestudium machen möchtest, und was Du bisher gemacht hast. Ergänzt es Deinen jetzigen Beruf? Möchstest Du später etwas machen, was die beiden Sachen kombiniert? Oder ist das Psychologiestudium etwas, was allein stehen würde? Und vor allem: Was möchtest Du in Teilzeit arbeiten? - Sind Deine Studen da flexibel? (z.B. Gastronomie), dann vielleicht doch lieber eine normale Uni. Sind Deine Stunden fix (Teilzeitjob z.B. im Büro), dann müsste es wahrscheinlich ein Fernstudium sein.

Habe bei uns auf der Arbeit aber auch erlebt, wie jemand nur halbtags gearbeitet hat und nebenbei studieren wollte. Am Ende hat sie jetzt den Abschluss nicht geschafft, weil man nach der Arbeit auch nicht den ganzen Nachmittag lernt und keine vernünftige Berufserfahrung in der Zeit gesammelt.

Sorry, ist etwas unsortiert, aber vielleicht helfen Dir ja ein paar der Gedanken dazu weiter.

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Kommentar von DerSebomat79
25.03.2012, 13:01

Wow, super Antwort, danke dir :-) Also meinen jetzigen Beruf ergänzt es auf keinen Fall. Ich bin ausgebildeter Hotelfachmann UND ausgebildeter Bankkaufmann. Ich weiß, es ist verrückt nach 2 Ausbildungen noch studieren zu wollen, aber das ist jetzt nunmal so. Nebenbei arbeite ich als Kellner, da man in der Gastro einfach flexibel arbeiten kann und man auch ordentlich verdient (Trinkgeld !). Was ich mit dem Psychologiestudium anstreben will weiß ich noch nicht genau, aber ich weiß schonmal dass ich es studieren will. Aber so wie es ausschaut kann man ja in ziemlich viele Bereiche damit reinkommen. Und viele Leute meinen dass gerade ein langer Lebenslauf und Lebenserfahrung auch positv dargestellt werden können (2 Ausbildungen, viele Nebenjobs, 2 Jahre Auslandserfahrung).

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Fernstudium ist: kostenintensiv und zeitintensiv, um das zu schaffen musst du einen eisernen Willen haben.

Du kannst nat. auch ein Studium beginnen und Psychologie als nebenfach belegen, Scheine sammeln und dann dich für ein höheres fachsemester bewerben.....allerdings wird das wohl auch schwer sein, gerade wenn du noch Teilzeit arbeitest.

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Kommentar von eineFrage89
23.08.2013, 02:57

An der FernUni Hagen kostet ein Vollzeitstudium weniger als ein Präsenzstudium mit Studiengebühren.

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Wirklich anerkannt, wenn überhaupt, ist nur die Fernuni Hagen. Alles andere sind nur Weiterbildungskurse. Du hast aber auch die Möglichkeit, deinen Bachelor in Psychologie in Hagen zu machen und für den Master dann an eine Präsenzuni zu wechseln.

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