Erfahrungsberichte über Internate

8 Antworten

Es tut mir etwas leid, dass Du das Gefühl hast, Du musst Dich dafür rechtfertigen, dass Du Dich nach einem Internat für Deine Tochter erkundigst. Natürlich ist es schwer für eine Mutter, ein Kind ins Internat zu geben, aber wenn es gut für das Kind ist - und das ist es in den meisten Fällen - dann freut man sich doch auch für das Kind. Grundvorraussetzung ist natürlich, dass das Kind damit einverstanden ist, und das ist ja anscheinend bei Euch der Fall.

Du hast die Internate aufgezählt, die jeder kennt. Es gibt aber in Deutschland viele andere Internate, die nicht so bekannt sind, die aber hervorragend sind. Unsere Kinder, zum Beispiel, sind auf dem Collegium Augustinianum Gaesdonck am Niederrhein. Die halten halten, nach meiner Meinung ziemlich gut das Gleichgeweicht zwischen schulischer Förderung (die Hausaufgabenbetreuung verdient wirklich ihren Namen) und Spass und Freizeit, mit vielen verschiedenen Sportarten, die angeboten werden. Unsere Kinder sind da auf jeden Fall glücklich und haben sich schulisch sehr verbessert.

Hallo, die Frage ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht hilft es ja anderen weiter:

Für Norddeutschland gilt: Wenn man feiern will, dann eher Louisenlund und wenn man lernen und ein gutes Freizeitangebot haben will, dann eher Schloss Torgelow.

Internat Louisenlund

Unser Kind geht seit einiger Zeit ins Louisenlund. Wir sind aufgrund der schönen Worte und auch des angeblich tollen Rufs auf das Louisenlund aufmerksam geworden. Unserer Meinung nach entspricht das in keinem Fall den Tatsachen.

Die Schule ist ganz normaler Durchschnitt. Ab Nachmittags werden die Kinder und Jugendlichen komplett alleine gelassen. Zwar gibt es eine "Aufsicht", die hat aber meist im Büro zu tun. Es gibt "Gilden", die Schüler, die darauf keine Lust haben ( sind sehr viele ) gammeln rum und surfen im Internet. Jungs und Mädchen sind nicht getrennt, sodass sich jeder gut ausmalen kann, was besonders Abends los ist ohne Aufsicht. Das Schlimmste unserer Meinung nach ist die mangelnde Unterstützung bei den schulischen Aufgaben. Die Schüler müssen komplett alleine Hausaufgaben machen, wenn Sie eine Nachfrage haben, ist niemand da. Einfach nur traurig.

Der neue Direktor Herr Dr. Rösner ist unserer Meinung nach leider nicht geeignet, solch ein Internat zu führen. Es geht bei den internen Schülern ab nachmittags und Abends drunter und drüber, jeder macht was er will. Lernen und studieren wie wir Eltern das erwarten ist da nicht angesagt :( Schulisch ist es eigentlich ist es seine Aufgabe den Jugendlichen eine Hilfestellung zu geben, sie zu motivieren und er hat auch eine Fürsorgepflicht. Anstelle dessen pocht er darauf das sie alles alleine machen sollen und können sollen und ist auf Nachfrage leider sehr kalt und pragmatisch. Er vergisst leider, das Jugendliche im Alter von 16 oder 17 unbedingt Motivation brauchen und Unterstützung.

Das ist unsere Meinung und trotz den schönen Scheins des Schlosses am See und der wirklich sehr netten Mitarbeiter nicht zu empfehlen.

Die Loburg ist genauso! In Ostbevern ein tolles Ambiente, tolles Schloß, aber aber... Die nähe zu Holland ist nicht förderlich (eine Stunde Autofahrt der Grossen -sag nur "Coffee-Shop"- ). Wochenende nur Studenten da, Häuser bzw Schlafräume tummeln sich Mädchen UND Jungen. Offiziell natürlich nicht. Aber bei besuchen hab ich ein schönes "Miteinander" erlebt. Und der GF ist Dr "Jurist", sein Emphathielevel ist ausbaufähig! Würde immer ein Internat weit weg von Holland buchen - mein Tipp!

0

Was möchtest Du wissen?