Epikur - An Philo-Experten!

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2 Antworten

Epikur meint mit der Herrin von allem (Herrin des Schicksals ist weniger genau) nicht die Göttin Fortuna, sondern Heimarmene (εἱμαρμένη), das Schicksal, wobei er damit vor allem auf einen Begriff der stoischen Philosophie zielt und sich gegen deren Schicksalslehre wendet.

Ein Glaube an eine Göttin Fortuna ist nicht einer ganz anderen Zeit zuzuordnen, aber Fortuna ist bei den Römern Göttin des Zufalls (mit altem Kult in Italien), in der Zeit des römischen Republik vor allem als glücklicher Zufall verstanden. Epikur war ein Grieche und lebte in Athen. Er schrieb in griechischer Sprache, nicht in lateinischer Sprache. Daher ist Fortuna schon geographisch und sprachlich nicht zutreffend.

Das Gegenstück zu Fortuna bei den Griechen, die Schicksalsgöttin Tyche (Τύχη), ist an der Textstelle, um die es geht, auch nicht gemeint.

Epikur spricht im Brief an Menoikeus (Diogenes Laertios 10, 133) davon, wie jemand mit der richtigen Auffassung das von einigen als Herrin von allem eingeführte Schicksals verlacht/verspottet und eher sagt, daß das eine aufgrund/gemäß der Notwendigkeit (κατ' ἀνάγκην) geschieht, anderes aus Zufall (ἀπὸ τύχης), anderes durch uns (παρ' ἡμᾶς). Er wolle eher dem Mythos über die Gottheiten nachfolgen als dem Schicksal der Naturphilosophen Sklave zu sein, da nach dem Mythos Hoffnung auf Abbitte durch Ehrung der Gottheiten bestehe, das Schicksal sich dagegen unerbittlich verhalte.

Notwendigkeit (ἀνάγκη) und Zufall (τύχη) sind in diesem Zusammenhang Begriffe, keine Gottheiten (als Personifikationen von Schicksalsmächten).

Beim Schicksal (Heimarmene; εἱμαρμένη) der Naturphilosophen (φυσικόι [physikoi]) handelt es sich um eine von Epikur abgelehnte Auffassung. Epikur richtet sich wohl in erster Linie gegen seinen Zeitgenossen Zenon von Kition, den Begründer der Stoa. Schicksal als eine Herrin (δεσπότις), die alles mit unerbittlicher Notwendigkeit und Zwangsläufigkeit verfügt/verhängt, steht in Gegensatz zu Epikurs Annahme eines Spielraums menschlicher Freiheit.

Epikur hat die Existenz von Gottheiten angenommen, sie aber für unvergängliche und selige Lebewesen gehalten, die sich nicht um die Angelegenheiten der Menschen kümmern und nicht die Welt lenken/regieren, da Geschäfte, Sorgen, Zornesausbrüche und Gunsterweise mit Seligkeit unverträglich seien (Brief an Herodot [Diogenes Laertios 10, 76 – 77]; Brief an Menoikeus Diogenes Laertios 10, 123 – 124]). Erscheinungen am Himmel und auf der Erde, alles, was zwischen Himmel und Erde geschieht, läßt sich nach Epikurs Auffassung natürlich, ohne Einwirkung von Gottheiten, erklären und diese Erklärung übernimmt die Naturlehre/Naturphilosophie (vgl. Malte Hossenfelder, Epikur. Originalausgabe, 3., aktualisierte Auflage. München : Beck, 2006 (Beck'sche Reihe : Denker ; 520), S. 79 – 80).

Malte Hossenfelder, Die Philosophie der Antike 3: Stoa, Epikureismus und Skepsis. 2., aktualisierte Auflage. München : Beck, 1995 (Geschichte der Philosophie. Herausgegeben von Wolfgang Röd ; Band 3), S. 142:
„Epikur wandte sich mit Spott gegen die stoische Heimarmene, die noch schlimmer sei als der Mythos von der göttlichen Weltregierung, da dieser immerhin die Hoffnung auf Abbitte durch Gottesdienst zulasse, die Heimarmene dagegen unerbittlich sei.“

Christoph Horn, Antike Lebenskunst : Glück und Moral von Sokrates bis zu den Neuplatonikern. Originalausgabe. 2. Auflage. Unveränderter Nachdruck. München : Beck, 2010 (Beck`sche Reihe: bsr ;1271), S. 93 - 94:
„Epikur lehnt den stoischen Schicksalsbegriff, die heimarmenê, vehement ab. Der Mensch ist für ihn kein Schauspieler in einem Theaterstück, das von höheren Mächten inszeniert wird; der Weltlauf ist nicht göttlich determiniert. Glück läßt sich folglich nicht auf dem Weg einer Anpassung des Menschen an die kosmische Vernunft und Ordnung erreichen, sondern einzig dadurch, daß der Mensch sich selbst aus seiner bestehenden Unmündigkeit herausführt. Der epikureische Philosoph erreicht eine solche Souveränität zumindest in den zentralen Lebensfragen: „Nur in unbedeutenden Dingen kommt dem Weisen der Zufall in die Quere; die größten und wichtigsten aber hat die vernünftige Überlegung geregelt, regelt sie unaufhörlich im Leben und wird sie immer regeln" (Brief an Menoikeus 123 f.; Ubers. M. Hossenfelder). Gemeint ist ein Souveränitätsideal, das im Vergleich zu seinem stoischen Gegenstück bescheidener und einfacher ausfällt. Insbesondere ist die Theologie Epikurs vom Volksglauben der Antike weiter entfernt als die stoische Auffassung. Abgelehnt wird die Vorstellung, die Götter vergäben Glück oder Unglück an die Menschen (KD 1). Epikurs Göttervorstellung wirkt beinahe rationalistisch konstruiert; die Götter sind weder für die Welteinrichtung noch für den Weltlauf verantwortlich, und sie kümmern sich nicht um menschliche Angelegenheiten (vgl. etwa Lukrez, De rerum natura III 14-24). Götter gelten bei Epikur als unsterbliche Wesen von unbeirrbarer Heiterkeit und teilnahmsloser Gelassenheit. Ihr Lebensgenuß ist der Inbegriff dessen, was Epikur dem Menschen als Strebensziel empfiehlt; daher greift Epikur die platonische Formel von der „Angleichung an Gott" (homoiôsis theô) positiv auf. Die Funktion der epikureischen Götter besteht insbesondere darin, Leitbilder für das abzugeben, was der epikureische Philosophenschüler allmählich zu erreichen hofft, die Ataraxie.“

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@Albrecht

sehr interessant, albrecht. danke für deine übersichtlichen ausführungen. erstaunlich die gedanken epikurs zu seiner zeit.

hier ein zitat von epikur, welches ich wichtig finde: "Manche rüsten sich ein Leben lang für das Leben und bemerken dabei nicht, daß uns allen das Gift des Werdens als ein todbringendes eingegeben ist."

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Diogenes Laertios 10, 133 - 135

Ἐπεὶ τίνα νομίζεις εἶναι κρείττονα τοῦ καὶ περὶ θεῶν ὅσια δοξάζοντος καὶ περὶ θανάτου διὰ παντὸς ἀφόβως ἔχοντος καὶ τὸ τῆς φύσεως ἐπιλελογισμένου τέλος, καὶ τὸ μὲν τῶν ἀγαθῶν πέρας ὡς ἔστιν εὐσυμπλήρωτόν τε καὶ εὐπόριστον διαλαμβάνοντος, τὸ δὲ τῶν κακῶν ὡς ἢ χρόνους ἢ πόνους ἔχει βραχεῖς, τὴν δὲ ὑπό τινων δεσπότιν εἰσαγομένην πάντων ἐγγελῶντος <εἱμαρμένην καὶ μᾶλλον ἃ μὲν κατ' ἀνάγκην γίνεσθαι λέγοντος>, ἃ δὲ ἀπὸ τύχης, ἃ δὲ παρ' ἡμᾶς διὰ τὸ τὴν μὲν ἀνάγκην ἀνυπεύθυνον εἶναι, τὴν δὲ τύχην ἄστατον ὁρᾶν, τὸ δὲ παρ' ἡμᾶς ἀδέσποτον ᾧ καὶ τὸ μεμπτὸν καὶ τὸ ἐναντίον παρακολουθεῖν πέφυκεν (ἐπεὶ κρεῖττον ἦν τῷ περὶ θεῶν μύθῳ κατακολουθεῖν ἢ τῇ τῶν φυσικῶν εἱμαρμένῃ δουλεύειν• ὁ μὲν γὰρ ἐλπίδα παραιτήσεως ὑπογράφει θεῶν διὰ τιμῆς, ἡ δὲ ἀπαραίτητον ἔχει τὴν ἀνάγκην), τὴν δὲ τύχην οὔτε θεὸν ὡς οἱ πολλοὶ νομίζουσιν ὑπολαμβάνοντος (οὐθὲν γὰρ ἀτάκτως θεῷ πράττεται) οὔτε ἀβέβαιον αἰτίαν (<οὐκ> οἴεται μὲν γὰρ ἀγαθὸν ἢ κακὸν ἐκ ταύτης πρὸς τὸ μακαρίως ζῆν ἀνθρώποις δίδοσθαι, ἀρχὰς μέντοι μεγάλων ἀγαθῶν ἢ κακῶν ὑπὸ ταύτης χορηγεῖσθαι), κρεῖττον εἶναι νομίζοντος εὐλογίστως ἀτυχεῖν ἢ ἀλογίστως εὐτυχεῖν• βέλτιον γὰρ ἐν ταῖς πράξεσι τὸ καλῶς κριθὲν <μὴ> ὀρθωθῆναι διὰ ταύτην.

Epikur, Ausgewählte Schriften. Übersetzt und herausgegeben von Christof Rapp. Stuttgart : Kröner, 2010 (Kröners Taschenausgabe ; Band 218), S. 8:
„133 Denn wen würdest du für besser halten als denjenigen, der über die Götter fromme Auffassungen hat, sich gegenüber dem Tod völlig furchtlos verhält, und das Ziel der Natur erkannt und verstanden hat, dass die Grenze des Guten leicht zu erfüllen und leicht zu beschaffen ist und dass die Grenze des Schlechten entweder nur kurz andauert oder geringe Mühen erfordert, der die von manchen als Herrscherin über alles eingesetzte Schicksalsnotwendigkeit verlacht und vielmehr sagt, dass zwar manches aus Notwendigkeit geschieht, anderes aber aus Zufall und anderes wiederum bei uns liegt, da ja die Notwendigkeit nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, der Zufall unstet ist und das, was bei uns liegt, keinem (fremden) Herren unterworfen ist, da ihm von Natur aus sowohl Tadel als auch das Gegenteil (davon) folgen kann.

134 Denn es wäre besser, den über die Götter erzählten Mythen zu folgen, als sich der Schicksalsnotwendigkeit der Naturphilosophen als Diener zu unterwerfen; denn der Mythos wahrt (wenigstens) die Hoffnung auf Erhörung, indem man die Götter verehrt, während das Schicksal eine unerbittliche Notwendigkeit hat. Den Zufall aber hält der Weise weder für einen Gott, wie es die Menge glaubt – denn nichts von dem, was ein Gott tut, geschieht auf ungeordnete Weise – ,noch für eine unstete Ursache, denn er glaubt nicht, dass Gutes oder Schlechtes von diesem (Zufall) den Menschen für das glückliche Leben gegeben wird, obwohl der Ursprung für große Güter oder Übel von ihm ausgehen kann.

135 Für besser hält es der Weise, wenn einem auf vernünftige Weise Unglück widerfährt, als wenn es einem auf unvernünftige Weise gut ergeht, denn es ist besser, wenn bei den Handlungen eine gute Entscheidung durch den Zufall zum Erfolg führt.“

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Epikur, Wege zum Glück. Aus dem Griechischen und Lateinischen übersetzt und herausgegeben von Rainer Nickel. Mannheim : Artemis & Winkler , 2010 (Tusculum), S. 151 – 152:
„(133) Denn wer ist deiner Meinung nach stärker als jener, der fromme Gedanken über die Götter hat und gegenüber dem Tod völlig frei ist und das Ziel der Natur verstanden hat und begreift, dass das höchste Gut leicht zu verwirklichen und leicht zu beschaffen ist, dass aber das größte Übel entweder nur kurze Zeit andauert oder nur kurze Zeit als Leid empfunden wird? Wer ist schließlich stärker als jener, der die von einigen als mächtige Herrin über die Welt empfundene Schicksalsfügung auslacht und stattdessen erklärt, dass manches mit Notwendigkeit, manches durch Zufall, manches durch unser eigenes Zutun geschieht? Denn er sieht, dass wir für das Notwendige nicht verantwortlich sind, der Zufall unberechenbar ist und das, was unserem Einfluss unterliegt, nicht fremdbestimmt ist und deshalb natürlich auch getadelt und gelobt wird. (134) Denn es wäre besser, dem Mythos über die Götter zu folgen, als sich der Schicksalsfügung der Naturphilosophen zu unterwerfen. Denn der Mythos wahrt die Hoffnung auf eine Beeinflussung der Götter durch entsprechende Verehrung, die Schicksalsfügung dagegen bedeutet die unausweichliche Notwendigkeit. Den Zufall aber hält der Weise weder für eine Gottheit, für die ihn die Leute halten – denn von einem Gott wird nichts ohne eine feste Ordnung getan – noch für eine unsichere Ursache; er glaubt nämlich nicht, dass dem Menschen durch Zufall Gutes oder Böses gegeben wird, was für das glückliche Leben von Bedeutung ist, sondern dass vom Zufall nur die Voraussetzungen für größte Güter oder Übel geschaffen werden. (135) Er glaubt, es sei besser, beim Handeln trotz überlegter Planung keinen Erfolg zu haben, als trotz unüberlegter Planung mit Hilfe des Zufalls Erfolg zu haben. Denn es besser, dass, wenn man etwas tut, die richtige Entscheidung nicht zum Erfolg führt, als dass die falsche Entscheidung durch den Zufall zum Erfolg führt.“

Diogenes Laertios, Leben und Lehre der Philosophen. Aus dem Griechischen übersetzt und herausgegeben von Fritz Jürß. 2., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Stuttgart : Reclam, 2010 (Reclams Universal-Bibliothek ; Nr. 9669), S. 502 – 503:
133 Wer also könnte denn deiner Meinung nach glücklicher sein als jener, der vor den Göttern Ehrfurcht empfindet, von Todesangst völlig frei ist, der das höchste Ziel der Natur erfaßt, hat und versteht, daß das Maximum des Gutenganz bequem erreichbar und leicht zugänglich ist, das Maximum des Üblen aber nur zeitlich sehr begrenzte Qualen mit sich bringt, der auch die von manchen erfundene Herrin aller Dinge absetzt, weil diese Dinge entweder durch Notwendigkeit, durch Zufall oder durch uns selbst verursacht werden, da er erkennt, daß die Notwendigkeit unabhängig von uns ist, der Zufall unbeständig, unsere Entscheidungen aber frei, worin auch Tadel und Lob ihren realen Grund haben. 134 Es wäre also besser, an den Göttermythos zu glauben, als Sklave jener Schicksalsnotwendigkeit der Naturphilosophen zu sein; denn der Mythos läßt Hoffnung, daß man durch haben an die Götter etwas abwenden kann, diese aber ist unerbittlich. Den Zufall hält der weise weder für einen Gott wie die Menge, weil Gott nicht planlos handelt, noch für eine unstete Ursache; denn er glaubt nicht, daß der Zufall dem Menschen Gutes und Böses beschert, das für das glückliche Leben wichtig wäre, wenn der Zufall auch sonst die Ausgangsbedingungen für größte Güter und Übel liefert. 135 Der Weise ist überzeugt, es sei besser, als kluger Mensch Unglück zu haben, denn als dummer Glück. Vorteilhafter sei es, wenn bei unseren Tätigkeiten die kluge Planung nicht durch den Zufall gefährdet wird.“

Zu Naturphilosophen, die eine Lehre von Schicksalsnotwendigkeit vertraten und den Begriff Heimarmene (εἱμαρμένη)verwendeten, gehörten noch vor der stoischen Physik Herakleitos (Heraklit) und Demokrit(os).

Vgl. Margarita Kranz, Schicksal. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 8: R –SC. Basel ; Stuttgart: Schwabe, 1992, Spalte 1275 - 1276

zu Epikurs Lehre zu der Thematik der Textstelle vgl. auch:

Michael Erler, Epikur. In: Die hellenistische Philosophie. Erster Halbband (Grundriss der Geschichte der Philosophie. Begründet von Friedrich Ueberweg. Völlig neu bearbeitete Ausgabe. Herausgegeben von Helmut Holzhey. Die Philosophie der Antike - Band 4/1). Herausgegeben von Hellmut Flashar. Basel ; Stuttgart : Schwabe, 1994, S. 146 - 152 und S. 160 – 161 (§ 7. Lehre. B. Erkenntnistheorie: 7. Theologie. D. Ethik: 4. Freier Wille und atomistische Ethik)

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Der guten und ausführlichen Antwort von "Albrecht" lässt sich nur noch folgendes bezogen auf die Neuzeit hinzufügen. In dem Kampf zwischen Vertretern der Unfreiheit (Determinismus) und der Freiheit nimmt Epikur eine interessante Zwischenposition ein. Um dem Determinismus zu entgehen hat er dem deterministischen Atommodell des Demokrit eine bis in die Neuzeit umstrittene Variante der kleinen, zufälligen Abweichung hinzugefügt, um in dem gesamten Konstrukt Raum zu schaffen für eine relative Wahlfreiheit des Menschen. Für Epikur bewegt sich der Mensch in einem dreidimensionalen Entscheidungsraum deren Determinanten Notwendigkeit, Zufall und "freie Entscheidung" sind. Epikurs Bestreben ist es, den Menschen mit seiner Philosophie Wege aufzuzeigen, wie man sich selbst in diesem Raum in Übereinstimmung mit den unumgänglichen Notwendigkeiten möglichst wenig abhängig ist vom Zufall und möglichst viel Selbstbestimmung, Selbstgestaltung bewahrt.

Man kann die Summe der Notwendigkeiten und des Zufalls zusammen als unsere freie Entscheidung begrenzendes "Schicksal" ansehen. Aber - und das ist der Kern der epikureischen Aufklärung - je mehr Wissen wir uns aneignen, je mehr wir unsere emotionalen Kräfte beherrschen, desto selbstbestimmter können wir mit unumgänglichen Notwendigkeiten (z.B. Naturgesetze) umgehen und um so mehr können wir unsere zukünftigen Erwartungen auf ein solides Maß reduzieren, dass unvorhersehbare Ereignisse der Zukunft uns nicht aus der Bahn werfen. Ganz wichtig ist ihm dabei das Konzept der Freundschaft, mit der man um sich eine Art "Sicherheitszone in Gegenseitigkeit" schafft. Je mehr man um sich Zonen des Vertrauens und der Verlässlichkeit schafft durch Freundes- und Freundesfreundeskreise, desto besser kann man den Unwägbarkeiten von Neid, Hass und anderen Ursachen unkalkulierbarer Gewalt Einhalt gebieten. Daran gemessen ist unsere heutige Gesellschaft vielleicht hedonistisch eingestellt, aber nicht epikureisch.

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