Einleitung zu: Sind Klassenarbeiten sinnvoll?

1 Antwort

"Da man bei Klassenarbeiten, liebe Mitschüler, Wissen anwenden, nicht wie sonst, auf- und nachsagen muß, sind sie gleichsam die Doktorarbeiten der Gymnasiasten. Die mündliche Prüfung bietet durch so Viele, die unbeteiligt zuhören, mehr eine Schauspiel, außerdem daß man sich mündlich vielfach herausreden, den Sinn abwandeln, zurück nehmen, anders auslegen kann; bei der Klassenarbeit sind dagegen Alle im selben Krieg, Keiner sitzt im Hinterland, und Jeder kämpft wie an einer Front um sein eigenes Gedeihen; und was geschrieben steht, gilt wie ein Gerichtsurteil, das man auch nicht zurück nehmen kann." - Okay?


Anonym2023148 
Fragesteller
 09.11.2022, 18:10

Kann man es evtl bisschen anders formulieren, vielen Dank im Voraus

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Dorylaus  09.11.2022, 20:08
@Anonym2023148

Anders formulieren, Du meinst wohl schülergerechter! Vielleicht so: "Normaler Weise sagen wir das gelernte Wissen auf bei einer Prüfung; bei der Klassenarbeit aber müssen wir es selbstständig anwenden. Das ist schwerer. Sonst bei einer Prüfung freuen sich immer Alle, die gerade nicht an der Reihe sind; bei der Klassenarbeit kämpfen aber Alle den gleichen Kampf um die beste Note: Das ist wieder fairer, denn außerdem kann man weniger schummeln, findet weniger Hilfe, und aus einem schriftlichen Zeugnis, das man nachher abgibt, kann man sich nicht mehr so leicht herausreden. Das ist mißlicher. Daher..." Du kannst Dies jetzt ins Positive oder Negative wenden: Daher ist eine Klassenarbeit die `Mutter aller Prüfungen`, wo sich das Können weist; oder im Gegenteil handelt es sich um einen Ausnahmezustand des Wissens und Könnens, einen Notstand, an dem man nicht die Fähigkeiten messen sollte. - Besser so?

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