Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese...

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, ich versuche einmal, das Ganze möglichst einfach zu erklären: Nachdem die Molekulargenetik immer mehr Erkenntnisse über den Bau der DNA und viele Abläufe bei der Proteinbiosynthese zutage gefördert hatte, kam irgendwann die Frage erneut auf, was genau ein Gen sei bzw. was genau ein Gen bewirken würde.

Anfangs konnte man mit der Vorstellung, dass ein Gen ein Vererbungselement auf den Chromosomen sei, gut leben, doch nun wollte man es genauer wissen. Zunächst erwies sich daraufhin die Ein-Gen-ein-Enzym-Hypothese als ausreichend genau. Doch dann erkannte man, dass ein Gen nicht immer die Erstellung eines ganzen Enzyms codiert. Es zeigte sich, dass es zusammengesetzte Enzyme gab, die an verschiedenen Stellen der DNA codiert werden. Jedes Produkt für sich ist nutzlos. Erst nach der Zusammensetzung der Untereinheiten ergibt sich ein funktionierendes Gebilde (siehe z.B. das Ribosom). Darum wurde die Definition dahingehend erweitert, dass man ein Gen als eine Nukleotidsequenz auf der DNA ansah, die den Bau eines Proteins (oder genauer: einer Polypeptidkette) verschlüsselt. So kam es zur so genannten Ein-Gene-ein-Polypeptid-Hypothese. Aus diversen Gründen reicht aber auch diese nicht, um alle Aspekte eines Gens umfassend zu definieren. Dennoch ist sie näherungsweise genau genug, um die allermeisten genetischen Phänomene zu erklären.

Danke das hilft mir schon viel mehr weiter. (: ich komm grade garnich mit bio klar :o

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Kleine Ergänzung: Vielleicht weißt du nicht, was ein Polypeptid ist?! Nun, ein Protein (Eiweiß) besteht aus vielen Aminosäuren, die alle aneinandergehängt werden. Die Bindung zwischen zwei Aminosäuren erfolgt über die Verknüpfung einer Aminogruppe (-NH2) der einen Aminosäure mit einer Carboxygruppe (-COOH) einer anderen Aminosäure. Dabei wird ein Molekül Wasser abgespaltet und es entsteht eine -NH-CO-Bindung. Diesen Bindungstyp nennen Chemiker Amidbindung, aber Biologen nennen sie Peptidbindung. Und ein Molekül, das aus vielen, aneinander gehängten Aminosäuren besteht, hat dementsprechend viele (poly) Peptidbindungen und ist ein Polypeptid.

doch das weiß ich, ich hab in der 8. klasse mal n referat über verdauung gehalten und ich hatte glab ich den "magen" und da kam das vor und ich habs natürlich recherchiert, da ich wusste das der lehrer mir diese frage stellen wird :D

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