Desertion: Widerstand oder Feigheit, was denkt ihr?

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4 Antworten

Da muss man den Einzelfall bewerten.

Eine Widerstandshandlung wäre es nicht,  wenn sowieso andere den Job machen und der Desertierte nach der Desertion aktiv nichts tut. 

Desertion kann eine Entscheidung sein, wo der Desertierte nur sein Überleben sicherstellen will und keine Rücksicht auf seine  Kammeraden nimmt. So gesehen ist  Desertion sogar ein (wehrkraft)zersetzendes Verhalten.

Wenn Feigheit aus einer grossen Angst entsteht, dann hatte auch der Desertierte seine Hosen voll, wie seine Kammeraden. Feigheit wäre der falsche Begriff.

Angenommen, ein Sodat war jüdischer Abstammung und desertierte aus der Wehrmacht, um sich dem Völkermord an den Juden zu entziehen.

Die jüdische Abstammung und der Glaube könnte dann ein  religiöses Motiv zu desertieren sein. Ob dieser Soldat überhaupt aktiv am  Völkermord an den Juden beteiligen musste, ist dann trotzdem fraglich, wenn keine genauen Hintergrundinformationen vorhanden sind.

Diesen Fall gab es. Rainer Beck wurde fünf Tage nach Ende des Zweiten Weltkrieges von einem deutschen Kriegsgericht mit Zustimmung alliierter Stellen wegen Fahnenflucht verurteilt und hingerichtet.

www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/doc/1998/19982Lehmann_S_254.pdf

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Eine Form des Widerstandes gegen einen unrechtmäßigen Zustand. An dessen Änderung man ansonsten scheitern würde.

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Als garnix von beiden.

Da hat teilweise einfach der reine Überlebensinstinkt die Oberhand gewonnen.

Mich würde mal intressieren wo du die Zahl herhast, meines wissens waren das viel mehr....

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Kommentar von Iebenamlimit
13.01.2016, 16:27

Aus einem Geschichtsbuch. ^^

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Ist es feige, wenn man abhaut von etwas, hinter dem man nicht steht?

Nein, finde ich nicht.

Walt Whitman hat mal gesagt: der Unterschied zwischen einem unerwachsenen und einem erwachsenen MAnn ist, dass der eine für seine Träume stirbt. Während der erwachsene für sie  l e b t.

Wer tot ist, kann nichts mehr bewirken, wer lebt durchaus. Und sei es "nur" sein  Leben zu leben.

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