Definition Klimawandel

3 Antworten

Das Klima ist das durchschnittliche Wetter von 30 Jahren, hat man sich drauf geeinigt. Das ist so zu verstehen, das man das Klima nur bis 1998 angeben kann. Man mittelt die 15 Jahre davor und die danach. Achtung: Luftfeuchtigkeit, Wolkenbedeckung, Niederschläge usw. gehören auch zum Klima.

Mit Klimawandel ist meist der Anstieg der Weltdurchschnittstemperaturen der 80er und 90er Jahre gemeint. Diese Weltdurchschnittstemperatur wird von verschiedenen Instituten berechnet, was nicht so einfach ist. Die gefundenen Temperaturwerte sind sich aber ähnlich. Es ist um zwei, drei Zehntel Grad wärmer geworden in dieser Zeit.

Je nachdem, welche Daten man nimmt, war 1998 oder 2003 das wärmste Jahr. Warum die Temperaturen erst gestiegen sind und das jetzt nicht mehr tun, weiß man nicht genau.

Das Klima bleibt nie auf genau einer Temperatur stehen. Heute wird das Wort Klimawandel auch verstärkt für Klimaschwankungen in der Vergangenheit benutzt. Beispiel: Früher hieß es, der Bruch vom ersten zum zweiten Reich im alten Ägypten wurde durch eine lange Trockenheit verursacht (K.P., ob das so stimmt.). Heute sagt man: 'Es gab einen Klimawandel im alten Ägypten.'

Dafür musst Du erst mal die Festlegung von "Klima" anschauen.

Kurz gesagt ist das Klima der Durchschnitt aus dem Wetter über einen ausreichend langen Zeitraum, um Verfälschungen der Werte durch die jährlichen Schwankungen (= Wetter) zu verhindern. Der IPCC verwendet dazu 25 Jahre, meist jedoch werden 30 Jahre verwendet.

Dieses damit beschriebene Klima kann sich jetzt verändern bzw. wandeln, wenn sich die Wettermuster langfristig ändern (Kurzfristige Sachen haben wenig Einfluss durch die Betrachtung vieler Jahre).

Das hat natürlicher Weise u.a. folgende Ursachen:

  • Milankowich Zyklen, Änderungen an der Erdumlaufbahn und damit der Sonneneinstrahlung
  • längere vulkanische Ereignisse, also Ausbrüche von mehreren Jahren Dauer; (so z.B. der sibirische Trapp, der fast eine Million Jahre aktiv war)
  • Änderungen der Sonneneinstrahlung (Hauptreihenstern) und weitere Schwankungen
  • Plattentektonik
  • Veränderungen in der Höhe des Meerespiegels
  • Änderung der Verteilung der Landmassen und der aufgenommen Sonneneinstrahlung
  • Änderung der Meeresströmungen; So ist unser gegenwärtiges Känozoisches Eiszeitalter (Eiszeitalter = mindestens ein Pol von Eis bedeckt) erst durch das verschwinden der Landbrücken zur Antarktis und der Entstehung des zirkumpolaren Stroms möglich geworden.

Diese und andere Änderungen führen nun zu allmählichen Veränderungen der Wettermuster und damit zu einem natürlichen Klimawandel.

Der Mensch verursacht nun durch sein Freisetzung von Treibhausgasen, die vorher über Jahrmillionen der Atmosphäre entzogen und als fossile Brennstoffe "ausgelagert" wurden, eine globale Erwärmung aufgrund des Treibhauseffektes. Diese wird noch durch weitere menschliche Aktivitäten verstärkt, wie Abholzungen, Bebauung oder Landwirtschaft.

Diese zusätzliche anthropogene (=menschenverursachte) globale Erwärmung führt nun ebenfalls durch Veränderung der Wettermuster zu einem zusätzlichen, menschenverursachten (anthropogenen) Klimawandel.

 - (Klima, Klimawandel, Erderwärmung)  - (Klima, Klimawandel, Erderwärmung)  - (Klima, Klimawandel, Erderwärmung)

@ Lenovo

Die ersten beiden Bildchen sind eine anerkannte Spekulation innerhalb der These vom menschgemachten zusätzlichen Treibhauseffekt, der die Erde erwärmen soll. Sie beruhen nicht auf Messungen sondern auf Berechnungen und Schätzungen. (Nicht alles, was da angeben ist, aber einige strittige Werte.)

Das dritte ist ein schlichter Fake eines sogenannten Alarmisten.

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@FelixLingelbach

Das dritte Bild wurde mit realen Werten generiert vom World-Climate-Widget, das auf Anregung von Stefan Rahmstorf entstand und hier zum herunterladen ist:

http://herdsoft.com/climate/widget/config.php?

Die Quellen der Daten werden dort selbstverständlich auch genannt und verlinkt.

  • Global mean temperatures, NASA GISS, GLOBAL Land-Ocean Temperature Index
  • Average number of sun spots per year are from: Solar Influences Data Analyse Center (SIDC), solar physics research department of the Royal Observatory of Belgium.
  • Exact CO2 measurements are from: NOAA ESRL DATA

Mit "Alarmisten" will Felix wohl Stefan Rahmstorf verunglimpfen, der tatsächlich zum Klima forscht und es auch noch wagt, reale Forschung zu veröffentlichen oder zu besprechen, die Felix Vorurteilen widersprechen.

Kurz: Ich kann meine Quellen belegen; Sie dagegen müssen Verunglimpfungen bemühen.

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@realfacepalm

“Die Erwärmung ist in den letzten Jahren weitergegangen”, behauptet Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) trotzig. Mit dieser Ansicht steht er allerdings weitgehend allein. Der Hamburger Max-Planck-Forscher Marotzke hält dagegen: “Ich kenne keinen seriösen Kollegen, der leugnen würde, dass es in den letzten Jahren nicht mehr wärmer geworden ist.” […] Marotzke urteilt deshalb, Rahmstorf habe es “argumentativ aus der Kurve getragen”. Marotzke und auch Latif halten die von Forschern wie Rahmstorf betriebene Schwarzrechnerei sogar für kontraproduktiv.

Das Bild ist ein Fake. Googelt man es, werden fast nur noch deine Kommentare hier angezeigt. Anscheinend hat Rahmstorf es auf seinen Seiten gelöscht, weil es für zuviel Heiterkeit gesorgt hat.

http://www.kaltesonne.de/?p=13023

Das Zitat stammt vom Spiegel aus 2009.

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@realfacepalm

Rahmstorf ist ein echter Dickkopf. Noch immer hält er krampfhaft an seiner Version fest, die Erderwärmung ginge einfach so weiter. Die Fachwelt schüttelt nur noch mit dem Kopf. ... Am Bericht (des IPCC) selber hat Rahmstorf nicht mehr mitwirken dürfen. Man hatte ihn bei der 5. Auflage nicht mehr dabeihaben wollen und entfernte ihn kurzerhand aus dem Autorengremium.

ebenda

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@realfacepalm

Das ist nicht die gleiche Grafik, sie zeigt das wärmste Jahr 2010. Gibt es außer Rahmstorf noch jemanden, der sich das traut? Auf deinem Bild ist es 2009.

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@realfacepalm

Hier jetzt eine Kurve der wichtigsten Institute: woodfortrees.

Dazu muss man feststellen, dass es gerade die letzten 10 Jahre sind, deren Darstellung man am ehesten vertrauen kann. Je weiter man in der Zeit zurück geht, desto unsicherer sind die Daten. Einerseits gab es noch nicht genug Messpunkte, andererseits ist bekannt, dass man versucht hat, eine Erhöhung zu dramatisieren, indem man nicht etwa die aktuellen Werte erhöht sondern die Vergangenheit nachträglich kälter gemacht hat.

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@FelixLingelbach

Oder:

HadCRUT

HadCRUT is the dataset of monthly instrumental temperature records formed by combining the sea surface temperature records compiled by the Hadley Centre of the UK Met Office and the land surface air temperature records compiled by the Climatic Research Unit (CRU) of the University of East Anglia. (Wiki HadCRUT)

Diese Institute sind nicht als klimaskeptisch bekannt. Eher für das Gegenteil.

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@FelixLingelbach

Unterschied zu Woodfrortreees und dem Word-Climate Widget:

Wenn den zugehörigen Artikel auch gelesen hätten, hätten Sie dort lesen können, dass keine monatlichen Werte verwendet werden, sondern Jahresmitteltemperaturen. Diese Daten können Sie sich jederzeit über de Link bei Herdsoft herunterladen und vergleichen, oder einfach beim NASA-GISS direkt herunterladen.

Woodfortrees kann leider keine Jahresmittel, sondern nur gleitende Mittelwerte mit z.B. 12 Monaten berechnen.

Aber das Ganze zeigt sehr schön Ihre Denkstruktur und Voreingenommenheit: Als Sie die Grafik nicht einfachst selbst reproduzieren können, suchen Sie nicht etwa den Fehler, und schon gar nicht bei sich selbst, sondern meinen gleich, das Rahmstorf "sich das traut"; Sie implizieren also mal wieder eine Täuschung, wo nur Ihr Vorurteil wirkte.


Climate-Resarch-Unit, HADCRUT3 und 4

Dieses Institut und deren Leiter, die CRU unter Phil Jones, wurde und wird selbstverständlich von falschen Skeptikern - gerne im Rahmen des fabrizierten Climategate-Gate - als alles mögliche beschimpft und verleumdet.

Nur wenn die veraltete HACRURT-3-Reihe, die viele Gebiete um die Pole ausklammert, als "Beweis" für was auch immer herhalten muss, ist für die exakt gleichen Leute die CRU auf einmal ein renommiertes Institut

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@FelixLingelbach

"Dazu muss man feststellen, dass es gerade die letzten 10 Jahre sind, deren Darstellung man am ehesten vertrauen kann."

Grins - haben sie nicht an anderer Stelle gesagt, dass Sie allem misstrauen was nach 1987 kommt? Wegen, hmm, Verschwörungstheorie? Da haben Sie also vergessen das ausführlicher zusagen:

"Sie glauben nichts nach 1987 ..... ausser man kann sich einen zu kurzen Zeitraum herauspicken, um sein Vorurteil zu bestätigen!"

Und begründen tun Sie das mit einer, na was wohl, Verschwörungstheorie von den manipulierten Daten!

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@realfacepalm

Temperaturen gibt es schon geringfügig länger als seit 1987, die Weltdurchschnittstemperatur aber gibt es erst seit der Zeit des kalten Krieges, den 50ern. Erst seit dem hat man genug Stationen, um daraus halbwegs sinnvoll einen Mittelwert zu berechnen. Alle Kurven - und davon gibt es viele - die eine Weltdurchschnittstemperatur zeigen, die weiter zurück reicht, sind politisch zu verstehen, jedenfalls wenn sie nicht ausdrücklich als Schaubild ausgewiesen sind.

Die Treibhausthese wurde Anfang der 80er wiederbelebt, nachdem sie zu recht fast 100 Jahre in der Versenkung verschwunden war, und 86 groß rausgebracht.

In den letzten 10 Jahren wurden die Temperaturkurven öffentlich. Das jemand den aktuellen Werten noch herumpfuscht, halte ich daher für unwahrscheinlich. Trotzdem darf man diese Kurven nicht überbewerten. Dazu sind die der konkurrierenden Institute doch zu unterschiedlich. Man kann nur allgemein feststellen: seit der Erwärmung der 80er und 90er ist kein klarer Trend erkennbar. Das reicht, denn diese Stagnation oder auch nur diese Verzögerung des Anstiegs macht die vorangegangene Erwärmung zu einem ganz normalen Naturphänomen, entkoppelt von der Vorstellung, sie könne etwas mit dem C02-Ausstoß durch die Industrialisierung zu tun haben. Solche Schwankungen sind für hunderte Male nachweisbar, immer und überall.

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@FelixLingelbach

Die Daten wurden wieder und wieder und wieder bestätigt - was falsche Skeptiker natürlich nicht abhält, einfach die gerade in den Kram passende Verschwörungstheorie zu erweitern.

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13702670/Studie-lehrt-Klimaskeptiker-die-bittere-Wahrheit.html

Und Ihr Gejaule über "gleichgeschaltete Wissenschaft" möchte ich hören wenn die Kurve der verschiedenen Institute gleich wären! ;-)

Natürlich sind die Kurven im Detail etwas unterschiedlich - die Herangehensweisen und Berechnungen sind es doch selbstverständlich auch! Und trotzdem stimmen die Kurven im großen und ganzen überein! Für jeden Realisten ein Beweis, dass die dargestellte Erwärmung echt ist - für verblendete Verschwörungstheorie natürlich ein weiterer Beweis dass alle - alle! - Institute an der Verschwörung beteiligt sind.

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