Buch verlegen lassen.. wie funktionierts?

7 Antworten

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Deine Idee mit dem Anruf ist schon ganz gut, denn so kannst du schon vorher in Erfahrung bringen, ob der Verlag grundsätzlich Interesse hat und auch, in welcher Form und ggf. an welchen Lektor / welche Redaktion du es schicken sollst.

Auf ein solches Telefonat musst du dich jedoch gut vorbereiten, du musst auf verschiedene Fragen umgehend eine kurze und aussagekräftige Antwort geben können. Wenn dein Gesprächspartner bspw. fragt "Worum geht es in dem Buch?", solltest du in der Lage sein, das Kernthema mit ganz wenigen Sätzen wiederzugeben. Auch auf Fragen "Welches Genre?" (ggf. Subgenre), "Wie kamen Sie auf die Idee?" - "Warum glauben Sie, dass wir der richtige Verlag für Sie sind?" und andere musst du dich vorbereiten.

Das gilt auch für Nachfragen bei Literaturagenturen.

In jedem Fall würde ich raten, vorher die Internetseiten des Verlags gut zu studieren und dich zunächst einmal zu vergewissern, dass dein Manuskript in das dortige Programm passen würde. Die meisten Verlage haben auch eine Seite (Fragen und Antworten, Manuskripte etc.), auf denen steht, wie sie gerne Manuskriptbewerbungen möchten.

Wenn dort explizit steht "Keine Anrufe oder Mails", dann würde ich mich daran halten.

Über Autorentantiemen gibt Mediafon Auskunft. Taschenbuchaugaben liegen im Schnitt bei 5-8% Autorenanteil vom Buchhandelspreis, Hardcover etwas höher.

Das ist aber auch abhängig von der Bekanntheit des Autors und kann sich - je nach Erfolg des Buchs - nach oben oder unten ändern.

An den Büchern verdient nicht nur der Verlag, sondern auch der Buchhandel, der hohe Prozente bekommt (um 40 und mehr), ggf. auch noch ein zwischengeschalteter Literaturagent, wenn man sich einen solchen sucht, um einen Verlag zu finden (die nehmen ca. 15-20% vom Autorenhonorar).

Bei seriösen Verlagen wird meinst ein Garantiehonorar für die 1. Auflage vereinbart, dass dann in Teilen ausgezahlt wird. Z.B. bei Vertragsabschluss, bei Manuskriptabgabe und wenn das Buch erscheint. Das umfasst die angenommene Verkaufszahl des Buchs - z.B. 2000 Stück - und der Autor erhalt seinen Anteil im Vorraus. Verkauft sich das Buch besser und es gibt weitere Auflagen oder es kommt zu Lizenzen wie Hörbuch, E-Book, Übersetzung fürs Ausland usw., bekommt der Autor natürlich auch hier seine Tantiemen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

danke :)

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Hi! Ich weiß der Beitrag ist schon etwas älter, bin aber zufällig draufgestoßen und ich finde die Diskussion ist eigentlich recht spannend. Wie geht man am besten auf einen Verlag zu? Ich glaube, abgesehen von der Diskussion, ob man anruft oder einschickt, wäre der beste Weg vorher auf viele Events zu gehen und die Leute kennenzulernen! Wenn man jemanden persönlich kennenlernt und merkt, dass diese Person sehr intelligent und scharf im Geist wirkt, ist man auch sicher gewillter, sich von dem/derjenigen etwas durchzulesen. Glaube auch Literaturagenturen können bei solcher Vernetzungsarbeit helfen, immerhin kennen die die ja schon. Aber wenn alle Stricke reißen gibt es ja immer noch Alternativen, wenn man sein Buch unbedingt verwirklicht sehen will. Self-Publishing, verschiedene Plattformen ... ein Freund von mir hat vor einiger Zeit ein Buch über sein Hobby in Kombination mit philosophischen Überlegungen geschrieben und hat das dann einfach über den Novum Verlag veröffentlichen lassen. So, vielleicht regt das das Gespräch wieder etwas an, das Thema ist nämlich ein gutes!

Wenn man unbedingt persönlich auf einen Verlag zugehen möchte, dann wären Buchmessen vielleicht eine ganz gute Idee? Da haben ja die unterschiedlichsten Verlage Stände. Und die Atmosphäre ist ja auch immer wieder nett! 

Der Verlag, bei dem dein Freund veröffentlicht hat, ist ein Druckkostenzuschussverlag, oder? Weiter oben hier in der Diskussion hat ja jemand gemeint, dass solche Verlage die Bücher nur im Internet verkaufen würden.. Von Novum habe ich aber definitiv auch schon Bücher im Buchhandel gesehen?!

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@triceratops

Ja Buchmessen sind sicherlich nicht schlecht, dort sind so ziemlich alle Verläge vertreten, eben auch der oben genannte. Also ich weiß, dass diese Bücher eben nicht nur im Internet sondern auch so verkauft werden, es kommt aber schon auch auf das Buch selbst an. Selbstverständlich gibt es da Autoren, die persönlich dann nicht an die Arbeit des Verlages anknüpfen und ihr eigenes Übriges nicht dazutun. Aber wenn man sich ein bisschen "connected" mit den Leuten aus der Branche, wenn man auch bei ein paar Wettbewerben einsendet, Magazine etc. was ja auch bei einem klassischen Verlag absolutes Muss ist, bevor man überhaupt genommen wird, dann dürfte man keine Probleme haben sein Buch dann auch in die Buchhandlungen zu bringen. Sich einen Namen machen, ... und wie macht man das? Indem man richtig gut in dem ist, was man tut. Dann sind die ganzen Umstände alle nur mehr sekundär und es zählt nur noch, dass mein seine Perlen unter die Leute bringt ;)

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@Elmanuele

Ich denke auch, dass es auf das Buch ankommt! Und wenn man die Tipps befolgt, die du hier geschildert hast, dann ist sicher schon viel gewonnen und man ist dabei sich einen Namen zu machen.

Man darf ja auch nicht vergessen, das so eine Buchveröffentlichung nichts ist, was über Nacht geschieht, sondern eben ein längerer Prozess aus vielen Schritten ist. Gehört aber dazu, wenn das Ergebnis überzeugen soll! 

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@triceratops

Genau. Natürlich hat ein großer, seit langer Zeit etablierter Verlag mehr Mittel und Reichweite zur Verfügung, schnell einen bestseller rauszuschießen. Aber ich meinerseits verstehe auch nicht, wie viele Leute eigentlich darauf kommen, dass Bücher, die man über ein Unternehmen wie den Novum Verlag gestalten und überarbeiten lässt, es nicht in den Buchhandel schaffen könnten. Ein Buchmarkt ist eben auch ein Markt und es geht auch hier um Nachfrage. Wenn die Leser ein Buch wünschen, dann wird kein Buchhändler sich weigern, es auszustellen. Gerade letztens habe ich ein Buch von Stan Wolf, der meines Wissens auch über einen Druckkostenzuschussverlag veröffentlicht hat, beim Buchhandel in unserer Stadt rumliegen sehen. Letzten Endes geht es darum, dass man sich vernetzt, dass man wie wir schon gesagt haben auf sich aufmerksam macht.

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du kannst beim Fischer und co. anrufen und nachfragen oder auch gleich einen Teil deines Manuskripts einschicken. Dazu musst du ein Expose schreiben, da gibt es ganz viele Internetseiten, wo beschrieben wird, was da rein muss (Kurzzusammenfassung, warumj ausgerechnet dieser Verlag, passt es in deren Konzept? etc.), dazu dann nur einen Ausschnitt deines werks, vllt die ersten dreißig Seiten, um ihnen deinen Stil zu zeigen. Und dann kann es ne ganze Weile dauern, bis du ne Antwort kriegst.

Man kann auch Verlage finden, die das 100%ig abdrucken, aber da musst du dann den Druck bezahlen und die verkaufen Bücher meist nur im Internet.

Du findest über google  jede Menge Infos zu dem Thema.

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