Brauchen Heizungsanlagen eine bestimmte Geschwindigkeit der Heizungspumpe?

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Die Geschwindigkeit ist lediglich für die Heizleistung ausschlaggebend. Wenn weniger Wasser durch die Heizkörper fließt, wird weniger Wärme über die Heizkörper abgegeben. Grundsätzlich ist das im Sommer kein problem.

Die Fließgeschwindigkeit innerhalb der Heizungsanlage ist jedoch so ausgelegt, dass alle Heizkörper mit Warmwasser gleichzeitig versorgt werden. Die Auslegungstemperaturen sind T-außen: -12 °C und T-innen: 20 °C.

Wenn also die Heißkörper nicht auf volllast fahren kann man auch im Winter, z.B. bei nutzung von wenigen Heizkörpern, die Pumpe runterschalten und die Ventile an den Heizkörpern weiter öffnen.

Sollte es dann im Winter trotz eingeschalteter Heizung zu kalt werden oder die erwünschte Heizleistung nicht erreicht werden, kannst du die Pumpenleistung noch immer hochstellen.

Darfst nur nicht vergessen, dass du die Pumpenleistung bzw. die Fließgeschwindigkeit herabgesetzt hast.

Probiers doch einfach aus. was kann denn schon passieren wenn du die Pumpe auf kleinste Leistung stellst? es wird vielleicht irgendwo nicht warm genug. Dann kannst Du sie ja wieder höher einstellen. Davon abgesehen sind die meisten Umwälzpumpen viel zu hoch eingestellt!

Wenn du wirklich Strom sparen willst, lass dir eine Hocheffizienzpumpe einbauen. Diese regelt ihre Drehzahl selbst, je nachdem wieviele Heizkörper auf sind. Die Pumpe nimmt durch den Hocheffizienzmotor von Haus aus schon wesentlich weniger Strom als deine jetzige und durch die autom. Regelung spart sie zusätzlich. Um ein Optimum an Energieeinsparung zu erreichen, solltest du auch deine Thermostatventile an den Heizkörpern gegen voreinstellbare Ventile austauschen lassen und einen hydraulischen Abgleich machen lassen. Lass dich von einem Heizungsbauer deines Vertrauens beraten. Das lohnt sich wirklich und bisher wurde diese Maßnahme auch noch staatlich gefördert.

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