Bis wieviel Grad unter Null kann man mit einer Luft-Wärmepumpe sein Haus noch heizen?

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Kenn mich nur bei Alpha-Innotec WP aus und die gehen bis -20 Grad. Die meissten haben dazu einen Heizstab, Stichwort monoenergetisch. Dieser uebernimmt was die Pumpe nicht schafft, strommaessig natuerlich 1:1. Wenn du dir eine Pumpe kaufst, schau dir die Leistungskurve an, da sieht man, was sie bei den verschieden Temperaturen tatsaechlich leistet. Wenn du Genaueres wissen willst, stells rein als Kommentar.

Grundsätzlich werden Luft/Wasser-WP spätestens ab -5°C Außentemp. unwirtschaftlich wenn die Heizkreistemperaturen niedrig (bis +35°C) sind. Das liegt eher an den physikalischen Grenzen als an der Konstruktion(mehrstufige WP sind hier nicht gemeint).

Das Haus kann eine Luft-WP natürlich über einen wesentlich größeren Temp.-Bereich warm halten, der Wirkungsgrad ist dann nur sehr schlecht und es rechnet sich nicht mehr im Vergleich zu anderen Heizsystemen.

Nach Expertenmeinung sind Luft-WP für D ungeeignet. Du wirst allerdings immer einen Anbieter bzw. Verkäufer finden der das genaue Gegenteil behauptet.

Schau Dir mal die WP-Anlagen in der Datenbank "wp-verbrauch.in-tostedt.de" an.

Der Punkt schlechte Installation trifft natürlich auf alle WP-Heizungen zu: durch mangelhafte Bauausführung ist jede WP-Anlage zu ruinieren was den Wirkungsgrad betrifft

Wenn Du wirklich eine WP-Heizung möchtest kommst Du nicht darum herum Dich ausführlich mit der Thematik zu beschäftigen. Da reicht es nicht, sich auf die Infos der Hersteller zu verlassen. Schau auch mal in dem Internetauftritt der Verbraucherzentralen, die haben da einiges zu veröffentlicht.

Gruß Thomas

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bei höheren Heizkreistemp. werden sie noch eher unwirtschaftlich

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Wärmepumpe allgemeine Fragen?

Hallo,

meine Erdöl-Heizung ist schon ziemlich alt und gibt langsam auf. Jetzt wird es Zeit für eine grünere und sparsamere Heizung, sofern das möglich ist. Mein Haus (Baujahr 1962) ist wie gesagt mit einer Erdöl Heizung ausgestattet. Was Wärmedämmung angeht wurden 2002 sämtliche Fenster (doppelt verglast) ausgetauscht. Das Haus hat 180m^2 Wohnfläche, die beheizt werden muss. Das Haus ist freistehend und ein großes Grundstück steht zur Verfügung.

Wärmepumpen hören sich interessant an, weil ich mittel und insbesondere langfristig spare, die Technik im Zusammenspiel mit Solarenergie sehr umweltfreundlich ist, eine Kühlfunktion im Sommer möglich ist, kein Lärm entsteht, sie ungefährlich sind. Wenn ich das so lese, frage ich mich warum nicht jeder eine Wärmepumpe hat. Wo ist der Haken?

In Frage kommen Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Grundwasser als Energiequellen. Idealerweise kommt der dafür nötige Strom von einer Solaranlage. Neben den Kosten für eine Wärmpumpe für 180m^2 Wohnfläche interessieren mich auch Förderungen vom Staat für so ein Projekt und natürlich die Gesamtkosten. Ob eine Bohrung für eine Erdwärmesonde bzw Grundwasser nötig ist weiß ich ja noch nicht, aber mit Installation und Anschaffung kostet so eine Wärmepumpe bestimmt 30000€. Förderungen dafür würden angeblich bei ca. 8400€ liegen, mit der Solaranlage eventuell mehr. Ich frage mich nur, inwieweit eine Umrüstung von Erdöl-Heizung auf Wärmepumpe überhaupt möglich ist. Da muss doch einiges ausgetauscht werden im Haus? Fußbodenheizung ist auch nirgends im Haus verlegt, was ja besser sein soll im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe. So eine Umrüstung wäre doch sehr kostspielig.

Im Endeffekt muss sich das ein Fachmann vor Ort ansehen, ob und was überhaupt möglich ist. Aber grobe Fragen kann man sicherlich vorab schon klären. Mal sehen, ob mir jemand weiter helfen kann.

Grüße

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