Bettnässen im Grundschulalter

9 Antworten

Bettnässen ist im Grundschulalter noch völlig normal. Nur die Eltern können das nicht akzeptieren.

Um in der Nacht trocken zu sein müssen die Nervenbahnen gereift sein.

Viele Eltern wollen aber mit nächtlichem Wecken der Kinder eine falsche Trockenheit erzwingen.

Dummerweise trainiert man aber gerade so die Nervenbahnen nachts zu müssen.

Würden die Eltern ihre Kinder in Ruhe schlafen lassen, hätten sie diese Probleme meist nicht.

Übrigens kann man davon ausgehen, wenn ein Kind erst spät in der Nacht trocken wird, war mindestens ein Elternteil auch spät dran.

Gerade solche Eltern neigen dazu wie ihre eigenen Eltern, dem Kind Druck zu machen.

Zieh deinem Kind ein Nachtwindelhöschen an und lass es mit dem Thema in Ruhe.

Du warst doch noch relativ jung, mir passiert e das zum Beispiel einmal wie ich geträumt habe das ich im Schwimmbad bin... Jaa Wasser halt! Ich würde mir da keine großen Gedanken machen, du hast doc nicht regelmäßig ins Bett gemacht oder?

Ich habe Bis zu meinem 7. Lebensjahr jede verdammte nacht ins Bett gemacht.

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@Jassiix33

@lJassix33: Demzufolge warst Du damals der klassische Bettnässer und Du gehörtest sicher in eine der beiden Gruppen, die ich schon genannt hatte: Pampers-Nässer und die Gruppe der Vererbten.

Bei Bettnässen handelt es sich um eine Ablenkungsstörung des Gehirns.

Interessant wäre ja jetzt Dein weiterer Werdegang - nicht bezüglich des Einnässens, denn da hast ja keine Probleme mehr. Wenn Du willst, kannst mit mir Kontakt aufnehmen über eine Freundschaftsanfrage, denn derartige Themen behandle ich rein aus Diskretion gegenüber den FS nicht hier öffentlich, sondern lieber über Private Nachrichten. Ich könnte mir vorstellen, dass Du eventuell mit ein paar anderen Dingen zu kämpfen hast..

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Das ist sehr wohl normal, wird aber oft verschwiegen. Schau man wie viele Nachthöschen es für grössere Kinder gibt. Es braucht ein bestimmtes Hormon, das macht, dass man nicht im Schlaf muss. Wenn das Hormon nicht da ist klappt es auch nicht mit trockenen Nächten. Es tritt fast immer familiär auf zu welchem Zeitpunkt Kinder trocken werden. Waren die Eltern spät sind es auch die Kinder.

Mit Weckaktionen wird das Problem schlimmer nicht besser. Man trainiert dem Kind auch noch an nachts zu müssen.

Die Geschichte mit dem Hormon stimmt efinitiv nicht. Es gibt inzwischen eine Universitätsstudie, in der nachgewiesen wurde, dass Bettnässer keinen Mangel an diesem antidiuretischen Hormon haben.

Die generelle Aussage, dass die familiäre Häufung rein auf das Bettnässen bezogen ist, ist ebenfalls widerlegt, und zwar durch eine Studie der Kinder- und Jugendpsychiater.

Die Vererbung bezieht sich lediglich auf eine spezielle Form einer Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung, und die kann unterschiedlich auftreten (nicht beim Bettnässer selbst!!!!) sondern variabel von Generation zu Generation.

Diese Dreiergruppe besteht aus Bettnässen, Legasthenie und Dyskalkulie.

Mit Deiner Aussage dass die nächtlichen Weckaktionen das Problem noch verschlimmern, hast Du völlig recht!

Allerdings ist der Hintergrund nicht der, dass man dem Kind ein nächtliches Müssen antrainiert, sondern vielmehr folgender:

Die Eltern wecken ja zu irgendeinem Zeitpunkt, erwischen jedoch eher nie den Zeitpunkt des Überlaufens der Blase.

Sehr häufig erwischen sie den Zeitpunkt der Tiefschlafphase - erkennbar daran, dass das Kind halb bewusstlos zu der Toilette wankt und am nächsten Tag nicht mehr weiß, dass es geweckt wurde.

Da das Einnässen aber gar nicht im Tiefschlaf passiert, bringt eine derartige Aktion außer Frust gar nichts, sondern führt lediglich dazu, dass das Kind die Verantwortung für den Harndrang an die Eltern verschiebt.

Außerdem ist im Tiefschlaf keine Aufnahme von Lerngeschehen möglich, so dass das das Wecken nutzlos ist.

Die Tiefschlafthese kommt aber genau von diesen Weckaktionen durch die Eltern, die aber definitiv nicht stimmt.

Tragen Kinder Windeln oder Windelhöschen, wird die Verantwortung für den Harndrang an die Windel bzw. das Windelhöschen verschoben.

Ziel des Lernprozesses der Sauberkeit ist der eigenverantwortliche Umgang mit dem Harndrang.

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