Balkonkraftwerk?

3 Antworten

Das ist auf jeden Fall gefährlich!

Die "Sicherung" heißt in Wirklichkeit "Leitungsschutzschalter". Der ist dafür da, die Leitungen (in den Wänden) vor Überlast zu schützen. SONST NICHTS!

Geht zu viel Strom durch die Leitungen, wird abgeschaltet. Die Steckdosen selber und alles was da dran hängt wird höchstens indirekt geschützt.

Hast Du zu viele Geräte, genauer gesagt zu viel Leistung an einer Steckdose angeschlossen, kann Steckdose und Mehrfachstecker überhitzen und versagen, auch wenn der LS (Leitungsschutzschalter, "Sicherung") den Strom zulässt.

Machst Du da jetzt auch noch ein Balkonkraftwerk dran, dann bekommst Du Strom vom LS plus Strom vom Balkonkraftwerk in das System.

Während der LS rund 3600W zulässt, kannst Du durch Einspeisen durch das Balkonkraftwerk viel mehr in den Leitungen haben. Das ist ja der Grund, warum die Balkonkrftwerke auf 800W gedrosselt werden, so hast Du dann maximal 4400W im System. Das ist je nachdem wo Du Strom abziehst und einspeist schon richtig gefährlich, sollte aber von einer Elektroinstallation die "gut in Schuss" ist noch verkraftet werden können.

Es hängt also davon ab wie Du alles eingesteckt hast. Hängt alles an einer Mehrfachsteckerleiste, dann ist das extrem gefährlich. Nur wenn Du alles auf sehr viele Wandsteckdosen verteilt hast, dann kann man das relativ sicher betreiben. Hängt sehr viel an einer Wandsteckdose, dann ist das auch ohne Balkonkraftwerk schon ziemlich gefährlich!

Man kann das also nicht pauschal sagen. Das Klimagerät sollte an einer eigenen Wandsteckdose hängen ohne Mehrfachstecker. Auch das Balkonkraftwerk sollte eine eigene Steckdose bekommen. Und die restlichen Wandsteckdosen sollten nicht mehr als 2000W belastet werden. Dazu einfach die Nennleistungen der Typenschilder addieren die an einer Leiste hängen.

Am besten lässt Du Dir von einem Elektriker weitere Wanddosen installieren, so dass Du je eine eigene für das Kraftwerk und Klimagerät hast!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das sollte so wahrscheinlich nicht betrieben werden.

Das Balkonkraftwerk führt grundsätzlich zu einer Entlastung. Jedoch kann es je nach örtlicher Verschaltung trotzdem dazu führen, dass Teile der Leitung überlastet werden.

Das sollte sich auf jeden Fall vorher ein Elektriker ansehen oder das Balkonkraftwerk an einem anderen Stromkreis betrieben werden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Im ungünstigsten Fall könnten Teile der Leitungen innerhalb dieses Strompfades beim Zusammenspiel aller daran befindlicher Verbraucher samt hoher Einspeiseleistung dauerhaft mit ca. 600 bis 800 VA überlastet werden, ohne das der LS-Schutz für diesen Pfad bestimmungsgerecht auslösen würde.

Es gäbe zwei Lösungen um so etwas im oberen Belastungs-Grenzbereich zu vermeiden:

- Einen Elektriker damit beauftragen, z.B. einen momentan verbauten LS 16A Typ B gegen einen LS 13A Typ B oder C zu tauschen.

- Das BKW einfach an einen anderen Strompfad anschließen, wo Du/Ihr in Eurer Wohnung normalerweise nur wenige, bzw. keine starken Verbraucher angeschlossen habt und auch nicht anschließen werdet.