Autokauf in begleitung mit Fachmann?

6 Antworten

NEIN! So einfach ist das nicht, denn sonst könnte ja jeder, quasi GRATIS, einen Fachmann anfordern. Das kann selbst der ADAC nicht leisten und das sollte auch einleuchten, da es unverhältnismässig wäre!

Einiges kannst Du tatsächlich auch schon selbst überprüfen, und Dich im Vorfeld schlau machen;

Was Du selbst überprüfen kannst ist bspw. Rost oder nicht Rost. Greife in alle Radkästen, schaue überall wo nur möglich; Bröckelt an zu vielen Stellen zu viel lose herunter, Finger weg!

Oder im Innenraum; ...ist der Schaltknauf und/oder das Lenkrad "abgegriffen", wie sehen die Sitze aus? Sind sie "abgeschrubbelt, platzen die Nähte auf? Passt die km-Angabe des Verkäufer zum Allgemeinzustand? Falls nicht, Finger weg!

Gibt es noch ein Checkheft zum Fahrzeug, und ist es lückenlos? Nein, kein Checkheft? Je nach Alter und Preis 10-25% Rabatt (MINIMUM)!

Dann ein Blick auf die Scheinwerfer und Rückstrahler; ...Bildet sich da irgendwo Kondenswasser, sind sie vielleicht sogar blind? Preis runter!

Dann der Kofferraum. Teppich hochnehmen, nach Feuchtigkeit überprüfen!

Dann im Motorraum: Plaketten überprüfen! Wann war der letzte Ölwechsel, wann wurde der Zahnriemen erneuert? Öl alle 10K km beim Diesel, alle etwa 25K beim Benziner (das muss alles irgendwo vermerkt sein)! Der Zahnriemen etwa alle 80K!

Dann die Probefahrt:

- Lässt sich die Handbremse bis in den Himmel ziehen? Knarzt das Lenkrad beim Einschlag, quitscht die Kupplung beim Treten, funktioniet das Navi, die Klima, die Sitzheizung usw. (je nachdem was vorhanden sein sollte)...???

- Bleibt der Wagen in der Spur, wenn Du die Hände vom Lenkrad nimmst aus 50 km/h scharf bremst?

Dann Dein Ohr:

Hörst Du Geräusche, die nicht zu einem gut funktionierenden Auto passen? Rasseln? Klappern? Wuppern? Nein???

Wenn alles das stimmt, bleibt nicht mehr sehr viel, was ein Fachmann noch überprüfen könnte. Nimm einfach mal an, ein Fachmann würde Dich je Fahrzeugüberprüfung NUR € 50,- kosten, und Du entscheidest Dich für Fahrzeug Nr. 10. Dann hättest Du € 500,- in den Sand gesetzt, weil auch der Fachmann etwas übersehen haben könnte! ;)

MfG,





Frag doch mal in Deinem Verwandten-/Bekanntenkreis, da wird es doch sicherlich jemanden geben, der sich auskennt - oder jemanden kennt, der sich auskennt.

Und den würde ich bitten, mitzukommen.
Falls nötig, biete ihm an, den "Einsatz" zu bezahlen - eventuell mit einem Abendessen im Restaurant...?

Wenn sich wirklich keiner findet (was ich mir kaum vorstellen kann), dann würde ich tatsächlich die Fahrt zur Werkstatt und zurück auf mich nehmen.

Wichtig: Das würde ich bereits zuvor mit dem Verkäufer absprechen, damit der sich nicht überrumpelt vorkommt, wenn Du mit dem Auto eine Probefahrt machst und scheinbar gar nicht wiederkommst...

Auf keinen Fall würde ich ein Auto "einfach" so kaufen. Die Katze im Sack wäre mir zu teuer.

Ist das Auto ok und der Verkäufer seriös, wird er nichts dagegen haben, wenn Du den Wagen checken lässt. Er kann ja mitfahren, wenn es seine Zeit erlaubt.

Grüße, ------>

Ich habe es bisher immer so gemacht, das ich dem Verkäufer gesagt habe, das ich zum Tüv,bzw. Werkstatt fahre(Probefahrt) und das Auto kurz checken lasse.

Einen Termin hatte ich dort vorher schon gemacht, sodass ich nicht warten musste.

So bist du auf der sicheren Seite und dem Verkäufer kann es egal sein, wenn er nichts zu verbergen hat.

das Problem ist, das auto wird ziemlich weit weg von meinem TÜV angeboten, sodass ich 2 stunden zum tüv bräuchte :( 

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@nicoco3288

Das ist doof. Eine Werkstatt gibt es nicht in der Nähe ? Oder ein Bekannter der sich mit Autos auskennt?

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