Astrobiologie... Astronomie, Physik oder Biologie?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

es gibt zahlreiche organisationen neben der NASA, die u.U. so etwas suchen könnten. schau dir dort doch mal die stellenangebote an.

ein astrobiologe ist mir in 10 jahren nicht untergekommen, übrigens.

Astrobiologie hat mit Sicherheit mit Biologie und Physik zu tun. Mit Astronomie vermutlich weniger. Allerdings dürfte auch Chemie nicht unwichtig sein.

Schau mal hier, so handhabt es die Uni in Heidelberg (also Beispiel)

http://www.kip.uni-heidelberg.de/user/hausmann/index.php/Astrobio

Hier heißt es explizit: "Die Vorlesungen werden von Dozenten der Astronomie und Biophysik gemeinsam gehalten und richten sich an Masterstudenten sowie Bachelorstudenten sowohl der Physik als ebenso der Biowissenschaften. Darüberhinaus sind Hörer aller Fakultäten willkommen."

Das bedeutet in normalem Deutsch, dass Du die Vorlesung als Ergänzung des Bachelorstudiums Physik oder des Bachelorstudiums Biowissenschaften sinnvoll einbauen kannst (um es hinterher beruflich anzuwenden). Studenten anderer Fächer können kommen, aber halt nur interessehalber.

Welches Fach sinnvoller ist, das hängt natürlich auch davon ab, welches später Dein beruflicher Schwerpunkt sein soll, eher die Biologie oder eher die Astronomie. Die Astrobiologie ist ja eine interdisziplinäre Wissenschaft, das heißt, dass sie irgendwo zwischen den Disziplinen Physik, Astronomie und Biologie liegt, wo genau, das hängt von der Anwendung ab, mit der Du Dich dann konkret beschäftigen würdest. Es macht schließlich von den nötigen Kenntnissen und Methoden einen Unterschied, ob Du geologische und geochemische Untersuchungen zur Entwicklung der Planeten und ihrer Atmosphären machst oder die Evolution des Lebens und die Entwicklung der Biodiversität unter verschiedenen, meist extremen Umweltbedingungen untersuchst. Nur als Beispiel.

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