Asbest in Gartenlaube

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Diese Hysterie betreffs Asbest halte ich persönlich für total übertrieben. Ich sage das deshalb, weil ich 26 Jahre in einem Unternehmen gearbeitet habe, in dem jährlich bis zum Asbestverbot ca. 250 to Asbest verarbeitet wurden und nie ein Fall von Asbestose aufgetreten ist. Die damalige Devise lautete: Asbest, den man mit bloßem Auge sieht, ist ungefährlich - gefährlich können nur die mikroskopisch kleinen Partikel werden, die die Zellwände z.B. in der Lunge durchdringen können. Alles andere ist Panikmache. Dieses Problem ist in Bauindustrie entstanden. Dort wurden asbesthaltige Eternitplatten mit Trennschleifern zerschnitten. Der entstehende Schleifstaub hat gefährlich werden können - nicht jedoch die massiven Platten.

Nun zu Ihrer Frage. Ob in den Wänden der Laube asbesthaltiges Material enthalten ist, das kann nur ein Fachmann mit geeigneten Prüfmethoden feststellen. Wenn das Ergebnis die Asbesthaltigkeit bestätigt, dann empfehlen ich, im Malergeschäft oder Baumarkt einen so genannten Tiefgrund zu kaufen und die Bauteile damit satt einzustreichen. Der Tiefgrund versiegelt das Material und verhindert, dass evtl. entstehende winzig kleine Partikel in die Atmosphäre gelangen. Sie können aber auch ohne eine Prüfung die Bauteile prophylaktisch mit einem Tiefgrund einstreichen.

Eure Vorsicht ist begründet.

Informationen darüber findest Du hier:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest

Einen weiteren Link sende ich noch, Du solltest in jedem Fall einen Sachverständigen das Material überprüfen lassen, welcher nach TRGS 519 ausgebildet und zugelassen ist.

So etwas solltest du im konkreten Einzelfall von einem Fachmann begutachten lassen. Die Annahme dass Asbest verbaut wurde liegt nahe, es muss aber nicht zwingend sein.

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