andere für eigene fehler verantwortlich machen ...

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Personen, die eine Dissoziale Persönlichkeitsstörung haben, zeigen u. a. die von Dir geschilderte Verhaltensweise.

Die Ursachen liegen tief in der Kindheit verwurzelt und sind oft auf eine narzisstische Fehlentwicklung zurückzuführen.

Man kann derart betroffene Menschen nicht von heute auf morgen im positiven Sinne umkrempeln, auch deshalb, weil ihnen ihr Fehlverhalten i. d. R. gar nicht bewusst ist und sie keine Einsicht zeigen.

Vielmehr schieben sie die Schuld auf ihre Mitmenschen, wenn sich eine Missstimmung ergibt, die von ihnen ausgeht; sie projizieren also ihr Fehlverhalten auf andere, um sich selbst damit "reinzuwaschen".

Trotzdem zeigen Menschen mit einer Dissozialen Persönlichkeitsstörung eine Neigung, sich viel unter Menschen zu begeben und sich in Gruppen einzubinden, wobei sie gruppendynamische Prozesse unterlaufen. Dabei kommt es atmosphärisch wiederholt zu unangenehmen Situationen (z. B. Vorwürfe, Streit etc.), selbstverständlich ausgehend von diesen betroffenen Menschen, die eine Selbstwert-Problematik (Minderwertigkeitskomplexe) aufweisen und sich von den Menschen in ihrer Umgebung häufig zu Unrecht persönlich angegriffen fühlen.

Nun fragst Du, was man in einem solchen Fall tun kann, sicherlich als Nichtbetroffener... Hier ist "guter Rat teuer". Entweder man erträgt die dargelegten Verhaltensweisen oder distanziert sich von solchen Leuten.

Danke für die Auszeichnung. Das freut mich.

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warum, manche jeden und alle für ihr fehlverhalten verantwortlich machen....?

ganz klar, weil es einfacher ist jemand anderen verantwortlich zu machen, als sich selbst genau mal unter die lupe zu nehmen und sich zu sagen, dass man mist gebaut hat........ sonst müste man nach einem eigeständnis von fehlern ja noch an sich selbst arbeiten... .. und eigene schwächen und fehler zu bekämpfen, ist extrem schwer....

Bei der Ursache tippe ich darauf, dass wir in unserer "kaputten" Welt als Erwachsene keine Fehler machen "dürfen". Das ist sehr schräg, denn unser gesamtes menschliches Lernverhalten ist darauf begründet, solange zu probieren, bis etwas funktioniert. Schau mal Kinder an: da wird abgeschaut und selber ausprobiert.....bis es klappt. Aber in dem Moment, wo wir aus der Schule kommen, sagt uns irgend ein unseliger unsichtbarer Geist, dass wir jetzt keine Fehler mehr machen dürfen..... und damit schneiden wir uns von unserem Ur-Lernpotential ab und wir beginnen uns völlig verkrampft durchs Leben zu kämpfen und entwickeln eine Menge sehr schräger Angewohnheiten deshalb - z.B. auch dass immer der andere Schuld ist, wenn einem jemand auf eine Fehler aufmerksam macht.....

Das entspricht ja nahezu unserem Zeitgeist. Nur nicht zugeben, dass man selbst einen fehler gemacht hat. Schuld haben immer die anderen...das ist einfacher.

Diese Person kann einfach nicht mit Kritik an der eigenen Person umgehen und hat ein zu geringes Selbstbewusstsein. Als Reaktion darauf reagiert diese Person ebenfalls mit Kritik um 1. von der eigenen Kritik abzulenken und 2. um sich selber "groß" zu machen. Denn wenn man andere kritisiert, dann fühlt man sich selber besser bzw. "größer".

Was du dagegen tun kannst? Im Grunde dabei helfen, das Selbstbewusstsein des anderen aufzubauen. Denn nur wer mit sich selber im Reinen ist und sich gut fühlt, kann auch Kritik gut annehmen.

Viele Grüße LadyInformative!

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