An alle Produktionshelfer hier: mögt ihr euren Job und was macht ihr genau, seit ihr dabei sehr unter Zeitdruck?


06.12.2021, 04:57

Würde vielleicht auch gerne mal wieder als Produktionshelfer arbeiten, deshalb Frage ich. Wer über seinen Job schreiben will, darf es gerne tun. Aber ich habe Angst das


06.12.2021, 04:57

ich den Zeitdruck nicht gewachsen bin.

Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Nein, ich hasse meinen Job. 50%
Ja, ich mag mein Job und erzähle gerne was davon: 33%
Ja, ich mag mein Job, will aber nichts erzählen 17%

4 Antworten

Nein, ich hasse meinen Job.

Etwa 6 Monaten gearbeitet ständig unter besetzt gewesen und mussten uns immer anhören wir sollten schneller arbeiten

Dazu kommt 3 Schicht Dienst und leiharbeits Firmen wo am Ende von Monat auf nur etwa 1100 Euro hatte

Nie mehr wieder


GamersBro  22.02.2024, 17:53

Was eine scheiße :(

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Es kommt darauf an in welche Produktion du gehst. Wenn z.b. tee abgefüllt wird, ist es wahrscheinlich eine angenehme Sache. Sitzt du am Fließband für Automobilteile, kann es schon sehr langweilig werden.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Personal Assistentin

marloweyaa  06.12.2021, 10:14

Fließbänder sind wahrscheinlich unabhängig von der Industrie ziemlich grauenhaft für die meisten, aber gerade in der Automobilindustrie finden die wenigsten Arbeiten tatsächlich am Fließband statt. Das sind dann oft nur die Pressteile, die Zusammensetzung der Einzelteile erfordert da schon mehr.

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Ich sehe es teils teils. Dort, wo ich arbeite ist es im Moment sehr chaotisch und stressig. Die Dienstplanerin plant alles beschissen und ohne Sinn und Verstand, noch dazu sind wir zu wenig Leute und ich muss als Azubi alleine Arbeiten verrichten, die nicht mal eine ausgelernte Fachkraft alleine bewerkstelligen könnte.

Aber jeder sagt ich schlage mich ziemlich gut und ich wäre eine gute Azubine. Werde auch fast überall eingesetzt und schon in Bereichen auch "eingearbeitet" (mehr oder weniger, oder eher reingesetzt ohne Sinn), wo erst die Azubis im dritten Lehrjahr hingekommen sind. Wird wohl ein Mix aus "sie wird es eh schnell können" und Verzweiflung sein.

Wenn es so weiter geht bin ich definitiv nach der Ausbildung dort weg und suche mit woanders eine Stelle. Aber die Ausbildung führe ich noch zu Ende. Hab keine Lust in der Pandemiezeit mich nach was neuem umzusehen, das war im letzten Jahr schon schwer.

Also ja, der Beruf ist schon schön, nur sollte die Planung, sprich die Organisation auch gut funktionieren. Das läuft aktuell dort, wo ich gerade bin, leider überhaupt nicht.


marloweyaa  06.12.2021, 10:18

So ähnlich war es bei mir auch in der Ausbildung. Bin jetzt als Anlagenführerin tätig und bei uns ist die Organisation auch nicht der Wahnsinn, das liegt gerade jetzt aber auch an den vielen Ausfällen aufgrund der Pandemie. Ich sage aber auch immer wieder zu unseren Vorgesetzten, wir können schon unterbesetzt arbeiten, aber dieselben Ergebnisse kann da definitiv keiner erwarten.

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Ja, ich mag mein Job und erzähle gerne was davon:

Ich habe nach der Schule einen einmonatigen Ferienjob in der Automobilindustrie in der Produktion gemacht und daraufhin ein Jahr fest in der Produktion gearbeitet bis ich in derselben Firma meine Ausbildung begonnen habe. Im Februar dieses Jahres bin ich dann wieder in meine alte Abteilung gekommen und bin dort nun als Anlagenführer tätig, also nicht mehr direkt als Produktionshelfer, obwohl ich trotzdem oft noch selbst einlege.

Mir persönlich tut dieser feste Ablauf beim Einlegen an der Anlage gut mit meinem ADHS und auch jetzt als Anlagenführer hab ich so meinen Ablauf, auch wenn dieser jeden Tag variiert. Größtenteils kümmere ich mich mittlerweile um die Störungsbehebung an meiner Anlage, da ich auch Elektroniker für Betriebstechnik gelernt habe und gerne in unsere Instandhaltung kommen würde, sobald dort wieder Leute eingestellt werden dürfen.

Zeitdruck empfinde ich selten, da ich mich mittlerweile damit abgefunden habe, dass man auch nur so viel leisten kann, bevor man schludert und Fehler macht. Natürlich hat man einen gewissen Akkord, aber der ist meist absolut machbar, wenn man den Ablauf erst einmal drauf hat. Da tut sich jeder unterschiedlich schwer.

Was mir an meiner Arbeit am meisten gefällt ist dieser stetige Lernfaktor und auch einfach meine Kollegen, da das fast ausnahmslose tolle Leute sind. Das Arbeitsklima macht unglaublich viel aus.