Alter eines Atoms

2 Antworten

.....und das Alter eines Objekts ist dann abhängig vom Zeitpunkt, als die Atome des Objekts eine spezifische Struktur angenommen haben. Was sollen hier die Atome des Objekts sein?

Das gilt doch so schon einmal ganz offensichtlich nicht für Lebewesen und deren aktuellen Atome. Die Atome, die vor vielleicht 50 Jahren die Struktur eines menschlichen Objektes ausgefüllt haben zum Zeitpunkt seiner Geburt, haben den schon nach wenigen Wochen verlassen und im Rahmen des natürlichen Stoffwechsels immer neuen Atomen Platz gemacht. Die Atome sind da also erst einmal wechselnde Gäste und keine dauerhaften Wesensmerkmale des Individuums. Sonst gäbe es keinen externen Stoffwechsel, da wäre nicht einmal Atmung möglich oder Ernährung.

Und letztlich vagabundieren Atome mit dem Weltraumstaub auch durch den Kosmos. Da können sich z.B. Atome aus einer heruntergekommenen Supernova mit anderen Atomen aus der Nasenspitze der altägyptischen Sphinx Gesellschaft leisten in einem Kalbsschnitzel, das ich verzehre. Die können dann meinen Bierbauch bereichern oder bald wieder ausgeatmet werden.

"DIese Strukturen bezeichnen wir als Objekte und das Alter eines Objekts ist dann abhängig vom Zeitpunkt, als die Atome des Objekts eine spezifische Struktur angenommen haben."

Bei Menschen wird das Alter ab der Geburt gezählt, da ist die Struktur ständig im Wandel und entstanden ist der Mensch ja schon irgendwann, bevor er geboren wurde, da gibt es auch jede Menge Streit, ab wann das ein Mensch ist. So einfach ist das mit der Altersdefinition also doch nicht immer.

Interessante Frage, aber wie willst du das an einem einzelnen Atom messen oder bestimmen? Meist rechnet man ja eher für viele davon über statistische Prozesse. Aber an einem einzelnen Atom oder noch kleineren Teilchen irgendwelche Veränderungen zu messen, die Aufschluss darüber geben, wie alt es ist, halte ich für sehr unwahrscheinlich realisierbar. Und was würdest du als Alter definieren? Das ist ja auch eine Frage der Definition. Ab wann es als dieses Element so vorlag? Denn Dinge, die altern, verändern sich. Welche Veränderungen sind also noch Alterung und welche schon Veränderung zu etwas anderem? Du könntest ja auch sagen, wenn es zerfällt, sind die einzelnen neuen Teilchen immernoch so alt oder sie starten wieder bei 0 als etwas Neues.

Ich schätze, diese Frage ist (noch) nicht eindeutig beantwortbar und das Alter eines Teilchens ist schon gar nicht messbar. Vielleicht liege ich falsch, aber ich wüsste nicht, wie man das messen will. Und ob sie überhaupt eines haben, ist ja irgendwie willkürliche Definition wie oben beschrieben. Du kannst sagen, die einzelnen Teilchen gab es schon immer seit es das Universum gibt, dann sind sie genauso alt oder du legst das Alter danach fest, wie sie sich formieren.

Im Menschen zum Beispiel sind ja jede Menge Zellen verschiedenen Alters, viele gehen durch den Stoffwechsel, vieles verändert sich, aber man hat halt irgendwie das Ganze als Individuum festgelegt. Das ist doch auch irgendwie willkürlich zu sagen "ich bin 24 Jahre alt".

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Nun klar hat ein Mensch sowas wie Stoffwechsel und die Struktur insgesamt ändert sich ständig, aber die Grundstruktur bleibt doch gleich, sonst hätten wir ein Problem. Die Zellen oder Atome nehmen den Platz von anderen ein und lassen so die Struktur weiterbestehen. Wäre dies nicht so, wär beispielsweise das Denken und Erinnern nicht möglich. Aber du hast mit einigen Punkten womöglich recht. Genau deswegen Frage ich ja, weil ich darauf keine eindeutige Antwort habe. Wie kann man überhaupt das "Alter" universell definieren? So damit es für Lebewesen, wie auch andere Objekte im Mikro- und Makrokosum gilt.

Ist das Alter womöglich mit Veränderung vewandt? Wenn es keine Veränderung gäbe, gäbe es kein Altern. Wenn eine Struktur in eine andere Struktur wandelt, ist sie gealtert? Langsam wirds philosophisch.

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@TypMitTastatur

Ja, das meine ich ja. Alternde Dinge verändern sich. Und klar bleibt die Grundstruktur des Menschen gleich, aber sie wird ja doch aus neuen Zellen gebildet. Man müsste das Alter universell definieren, aber das ist es meiner Meinung nach nicht, sondern das ist eben Konvention.Aber wer sagt, dass sich alle Dinge beim Altern verändern? Und wer legt fest, wann eine Veränderung altern ist und wann etwas neues, das finde ich eigentlich die spannendste Frage. Und wenn man mal den Menschen nimmt: Wenn der tot ist, ist die Struktur auch noch so wie vorher, dann vergammelt er. Ab wann ist denn die Strukturänderung so groß, dass es nicht mehr ein höheres Alter, sondern etwas anderes ist? Wenn aus dem Zeug Pflanzen entstehen?Wenn Bakterien es umwandeln? Wenn es nicht mehr aussieht wie ein Mensch? Im Prinzip könnte man auch sagen, es gibt kein Alter, sondern alles ist immer da und wandelt sich nur um.

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@Hyde4

Puh. Also ist alles ein Wandeln und das Altern (vllt kommt Alter von alternieren und wechseln bedeutet). Nungut, wenn ich noch weiter darüber nachdenke, komm ich irgendwann zu Gott und die Welt und das bringt mich nicht weiter.

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@TypMitTastatur

Oder lateinisch "alter": der andere. Allerdings kommt alternieren ja wahrscheinlich daher, oder? Ich kenn mich mit Sprache nicht aus. Ziemlich interessante Idee. Das mit dem alternieren würde ja sogar Sinn ergeben.

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