Ahmen Autisten die Personen in ihrem Umfeld nach?

6 Antworten

In ersteR Linie ist es ja eine Störung, demnach kann man nicht davon ausgehen, dass alle, andere kopieren, sondern, dass Er jeweils anhand der Störung und der Persönlichkeit selbst, so verhält, wie du denkst. Also, es kann sein, dass es an der Störung liegt, kann aber auch sein, das es an der Person selbst liegt, oder halt eben an beides. Wenn man sich mehr mit der Störung befasst, kommt man bestimmt zu der Erkenntnis, dass die Störung dazu beträgt. Villeicht hat der Autist dieses Inselbegabung, eines Schauspielers, der sich gut an andere anpassen kann? Um genaueres sagen zu können, müsste man ihn wohl ersmtal kennen.

Ich bin Asperger-Autist.

Nachahmen kann eine Art Kompensation sein.

Ich erinnere mich gerade an eine Situation, in der ich in einer Gruppe war und igendwann merkte, dass ich nicht so recht dahin passe. Es war ein Grillabend. Die Männer erzählten sich versaute Witze. Das habe ich dann nachgeahmt und auch einen erzählt, was aber sehr negativ ankam, da ich als Frau das wohl nicht hätte tun sollen. Eine andere Erklärung ist mir jedenfalls bis heute nicht eingefallen.

Vieles mache ich auch sehr bewusst. Jemanden anlächeln, wenn ich ihn treffe, da muss ich schon bewusst dran denken. Schauen wie sich andere verhalten in bestimmten Situationen, ob nun Grillabend, Vereinssitzung oder Beerdigung. Sonst mache/sage ich ziemlich sicher was, was nicht dahin passt.

Wenn du aber exaktes Nachahmen meinen solltest, so schau mal unter den Begriffen Echolalie und Echopraxie.

Ja, das kommt vor. Ich bin auch Autist und ahm so gut, wie ständig Leute nach. Nur mache ich das so schlecht, dass dann doch etwas eigenes entsteht. Wenn man Figuren nachahmt, die man kennt, fällt die Artikulation leichter, weil man auf einen bestimmten Stil und bestimmte Phrasen zurückgreifen kann. In einer Konversation mit Leuten, die schnell beleidigend werden, ist das aber nicht immer hilfreich, wenn man das nachmacht.

Wie viel andere Autisten andere Leute nachahmen, weiß ich nicht. Ich hab mit einigen darüber diskutiert, aber ich kann mich keines klaren Ergebnisses entsinnen.


>>liegt das an der Krankheit, oder an der Person selbst<< Abgesehen davon dass Autismus keine Krankheit ist, gehört er teilweise zur Persönlichkeit. DAs eine schließt das andere nicht aus.

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