Ab wann gilt bei euch jemand als nymphoman?

11 Antworten

Nymphomanie bezeichnet ein übermäßig gesteigertes sexuelles Verlangen von Frauen und geht zumeist mit häufigem Partnerwechsel einher. Der Begriff wird zumeist abwertend gebraucht, und in Fachliteratur kaum genutzt. Eine Frau, die häufig Lust auf Sex und wechselnde Partner hat, ist aber deshalb nicht gleich nymphoman. Sexsüchtige Frauen leiden oft unter Bindungsangst, teilweise auch an einem stark verminderten Selbstwertgefühl. Die Sexualität wird zur Sucht und zur Ersatzbefriedigung für Liebe, doch 'Befriedigung' empfinden die meisten Frauen nicht. Vergleichbar mit dem Konsum von Heroin: Man nimmt eine Dosis, das gibt einem ein gutes Gefühl, aber man will mehr und muss die Dosis immer weiter steigern, denn zunehmend verliert sich das gute Gefühl, und nicht nur die körperliche, sondern psychische Abhängigkeit ist immens, das man gar nicht anders kann, auch wenn man es eigetnlich nicht will. Zwanghaftes Verlangen nach Sex. Nymphomane Frauen haben kein erfülltes Sexualleben, sie erreichen keine Befriedigung, suchen aber krampfhaft nach ihr. Sex ist ominipräsent, die oft qualvolle (und nicht erotische) Auseinandersetzung mit Sex bestimmt den Alltag. Die Sexsucht ist ein psychisches Krankheitsbild, welches auf Persönlichkeitsstörungen hinweisen kann. Wie bei jeder anderen Sucht auch - ALkohol-, Nikotin-, Drogen-, Medikamentsüchte etc. - ist hier eine Therapie dringlich zu empfehlen.

Das sind für mich Personen, die in den meisten Fällen nicht oder nicht ausreichend orgasmusfähig sind, keine innere Bindung zum Partner aufbauen können und daher ständig Sexkontakte suchen (mit ständig wechselnden Partnern).

Wenn Frauen Sex nicht aus dem Grund haben, dass sie jemanden lieben oder zumindest attraktiv finden, sondern aus einem Zwang heraus, Sex haben zu müssen. Wenn sie selbst keine Befriedigung dabei finden und deshalb immer weiter auf der Suche sind.

Ich denke, meist ist Sexualität und Liebe für die Betroffenen nicht vereinbar und sie leiden auch selbst unter dieser Erkrankung.

Ist wohl vergleichbar mit Kleptomanie, die daran erkrankten Menschen klauen ja auch aus einem Zwang heraus, ohne das eigentlich wirklich zu wollen und können es im Nachhinein nicht erklären.

Auf jeden Fall ist meiner Meinung nach nicht nymphoman, wer ständig wechselnde Partner hat oder mehrmals am Tag sexuell aktiv ist, das aber bewusst macht und genießt und auch zu einem _Orgasmus fähig ist. Ich glaube, dafür wird der Begriff oft fälschlicherweise und abwertend angewendet.

also würdest du befriedigunssüchtig nicht mit in den Bereich von Nymphomanie einordnen?

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@Tomorru

Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, soweit ich weiß, wird das im DSM-IV und im ICD-10 auch so ähnlich klassifiziert.

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@Wishmaster

Das sind gute Quellen wenn es um die Meinung der "Schulmediziner" geht. Werde sie mir mal eben genauer reinziehen.

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@Wishmaster

@Wishmaster:

Sexsucht wird als eigenständiges Krankheitsbild bisher nicht in der ICD-10 (=Klassifikation der Krankheiten) oder dem DSM-IV (=Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen) aufgeführt.

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@Auskunft

Aber sicher!

Im ICD-10 ist es, um genau zu sein:

F52.7 Gesteigertes sexuelles Verlangen

Nymphomanie (bei Frauen)

Satyriasis (bei Männern)

Welche Klassifikation es genau im DSM-IV ist, weiß ich leider nicht, aber ich ziehe sowieso lieber ICD-10 heran.

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wenn du selbst der Meinung bist, du könntest nymphman sein, dann ist es doch ok.

Tut das weh? Kostet das Geld? Nutzt sich da was ab ?

Nein !

Also lebe doch einfach dementsprechend.

Mit der nötigen Vorsicht im Umgang mit dem anderen Geschlecht, und geeigenten Schutzmaßnahmen bzgl. deiner Gesundheit, wünsche ich dir noch viele Highlights!

ps*

lies mal einschlägige Literatur über Frigidität, dann weißt du erstmal wie gut es dir geht.

Es geht weniger darum das ich das habe, als zu wissen was die User dieser Community darunter verstehen.

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@Tomorru

ich sag´mal so: wenn ich schreiben würde, was ich dsbzgl. denke, würden sie mich hier rausschmeißen..fg*

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Die Diagnose „nymphoman“ bzw. „sexsüchtig“ hängt sich also nicht an der Häufigkeit der Liebesabenteuer auf, sondern daran, ob man dabei Befriedigung verspürt oder ein ständig Suchender bleibt.

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