Verkennt der Spruch 'Sie sähen nicht, sie ernten nicht und dennoch ...' ziemlich die Tatsachen?

2 Antworten

Der erste Teil ist richtig. Das Eingraben vor Vorräten, die dann zufällig keimen, ist kein Säen. Das Ausscheiden von gefressenen Samen auch nicht. Das Fressen von etwas, das man nicht selbst angebaut hat, ist auch kein Ernten. Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, nicht Züchter und Ernter.
Der zweite Teil ist dann falsch bis einseitig. Denn erstens gibt es keinen Gott und zweitens ernährte er nicht alle, sie müssten sich ihre Nahrung selbst suchen oder verrecken.
Läuft wohl auf die Erbsünde hinaus, "selbst schuld, dass ihr auf dem Acker schuften müsst, die Regel mit dem Apfel war deutlich". Beklagt euch also nicht, seid dankbar und fromm.

Ja, das tut es.

Denn die Vögel im Felde, auf die sich der Spruch bezieht, ernten sehr wohl, das was sie fressen.

Vor allem steht diese paradiesische Beschreibung völlig im Widerspruch zu dem täglichen Überlebenskampf.

1