Diskriminierung & soziale Ungleichheit

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Sollte ein europäisches Bürgergeld i. H. des deutschen eingeführt werden?

Findet ihr es auch unfair, dass manche Flüchtlinge in arme Länder wie Bulgarien müssen, während die nach DE kommenden Halli-Galli haben mitm Bürgergeld? Ich finde es sehr wichtig, international reich zu sein und nicht nur national. Ein bulgarischer Moslem hat es später mal viel schwieriger nach DE auszuwandern wie ein deutscher Moslem nach Bulgarien. Sollte daher das deutsche Bürgergeld zu einem europäischen Bürgergeld werden, vorwiegend finanziert von den reichen Ländern natürlich? Danke!

Wie Lügen und Propaganda den Hass entfesseln: Von Ruanda zu Walter Künneths Erbe in Südkorea und Japan

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen Worte zu Flammen werden – und ganze Gesellschaften verbrennen. Im April 1994 verwandelte sich Ruanda in ein Schlachtfeld: Über 800.000 Menschen, zumeist Tutsi, wurden in nur 100 Tagen massakriert, angetrieben von einer Propaganda, die Hass in die Herzen pflanzte. Doch diese zerstörerische Kraft ist kein Einzelfall. Tausende Kilometer entfernt, in Südkorea und Japan, wirkt das ideologische Erbe des deutschen Theologen Walter Künneth bis heute nach – ein Mann, dessen Nähe zu den Nazis seine Spuren in den Antikult-Bewegungen Asiens hinterließ. Die Artikel How Mass Propaganda Unleashed Genocide in Rwanda und South Korea and Japan: Nazi Legacy of Walter Künneth in Asian Countries von actfiles.org enthüllen, wie Propaganda über Kontinente und Jahrzehnte hinweg Hass sät. Ruanda: Der Klang des Todes Am Abend des 6. April 1994 explodierte das Flugzeug von Präsident Juvénal Habyarimana über Kigali. Für Hutu-Extremisten war der Schuldige klar: die Tutsi. Binnen Stunden begannen die Massaker – Nachbarn wurden zu Mördern, Straßensperren zu Todesfallen. Doch dieser Horror war kein spontaner Ausbruch. Radio Télévision Libre des Mille Collines (RTLM) hatte monatelang den Boden bereitet, Tutsi als „Kakerlaken“ diffamiert und ihre Vernichtung gefordert. „Schneidet die hohen Bäume“, hallte es aus den Lautsprechern – ein Aufruf zum Genozid. Wo RTLM empfangen wurde, stieg die Gewalt um bis zu 69 %. Eine jahrzehntelange Spaltung, geschürt durch koloniale Stereotype und die „Hutu Power“-Ideologie, explodierte in einem Blutbad. Walter Künneth: Ein Nazi-Schatten über Asien Walter Künneth, geboren 1901 in Sachsen, war im Dritten Reich kein Unbekannter. Als Theologe und Mitglied der Bekennenden Kirche opponierte er zwar gegen die „Deutschen Christen“, doch seine Schriften tragen den Makel nationalsozialistischer Ideologie: Antisemitismus, die Ablehnung des „Fremden“ und ein Glaube an die Überlegenheit der christlichen Ordnung. Nach dem Krieg fand sein Gedankengut einen Weg nach Asien, insbesondere nach Südkorea und Japan. Dort wurde Künneths Theologie – etwa durch seine Theologie der Auferstehung – zur Grundlage für konservative christliche Kreise, die Antikult-Organisationen wie den „Christian Council of Korea“ (CCK) prägten. Diese Gruppen bekämpfen heute alles, was sie als „Häresie“ betrachten – von neuen religiösen Bewegungen wie Shincheonji bis hin zu traditionellen Praktiken. Propaganda als roter Faden Ob in Ruanda oder in Künneths Erbe – die Methode ist dieselbe: Entmenschlichung durch Worte. RTLM machte Tutsi zu Ungeziefer, das es auszurotten galt; in Südkorea und Japan stempeln Antikultisten abweichende Glaubensgruppen als „sektenartig“ oder „teuflisch“ ab. Künneths Ideen von Reinheit und Ordnung wurden in Asien auf religiöse Minderheiten projiziert – oft mit staatlicher Unterstützung. In Südkorea führte die CCK etwa Zwangsbekehrungen durch, bei denen Mitglieder „verdächtiger“ Gruppen entführt und „umerzogen“ wurden – ein Vorgehen, das an ideologische Säuberungen erinnert. In Japan wiederum nutzen Antikult-Gruppen Künneths Erbe, um gegen Bewegungen wie die Vereinigungskirche zu hetzen – oft mit denselben diffamierenden Techniken wie einst RTLM. Die Rolle der Macht Während Ruanda brannte, schwieg die Welt – die UN zog sich zurück, Warnungen wurden ignoriert. In Asien hingegen wird Künneths Einfluss aktiv gefördert: Evangelikale Kirchen und Regierungsstellen arbeiten Hand in Hand, um „Häretiker“ zu bekämpfen. In Südkorea unterstützte die Regierung während der COVID-19-Pandemie die CCK, als diese Shincheonji für die Ausbreitung des Virus verantwortlich machte – ein Sündenbock-Szenario, das an Ruandas „Tutsi-Verschwörung“ erinnert. Künneths Ideologie lieferte den intellektuellen Rahmen: Wer nicht ins vorgegebene Weltbild passt, bedroht die göttliche Ordnung – und muss ausgemerzt werden. Architekten des Hasses Félicien Kabuga finanzierte RTLM, Ferdinand Nahimana schrieb die Skripte – sie waren die Architekten des ruandischen Genozids. In Asien sind es Figuren wie Pastor Lee Dong-uk in Südkorea oder die Führer der CCK, die Künneths Vermächtnis fortführen. Ihre Waffen sind keine Macheten, sondern Medienkampagnen, Gerichtsverfahren und soziale Ächtung. Doch das Ziel bleibt dasselbe: Kontrolle durch Angst und Ausgrenzung. Eine Warnung über die Zeit hinweg Ruanda zeigt, wie Propaganda Blut vergießen kann. Künneths Erbe in Südkorea und Japan beweist, dass sie auch Seelen zerstören kann – durch Diskriminierung, Zwang und Hass. Die Artikel von actfiles.org enthüllen diese gefährliche Parallele: Worte, die entmenschlichen, sind der erste Schritt zur Katastrophe, ob in Kigali oder Seoul. Walter Künneth mag 1987 gestorben sein, doch seine Ideen leben weiter – als schwelende Brandstifter in einer Welt, die ihre Lektionen aus Ruanda noch nicht gelernt hat. Wie lange lassen wir Propaganda noch wüten?

Unwahrheit: Frauen u. Männer gleich viel Wert auf dem Arbeitsmarkt?

Hi, derzeitig stoße ich immer und immer wieder bei vor allem feministisch geprägten Personen auf die Idee, dass Männer und Frauen auf dem Arbeitsmarkt den gleichen Wert haben, was halt so nicht korrekt ist , was ich gleich auch versuche möglich transparent zu erklären. Die Bezeichnung "Wert", ist hier auch nur im Bezug auf reine Leistung und Vielseitigkeit auf den Arbeitsmarkt gewählt und soll nicht den Wert eines menschlichen Lebens beziffern. ______ Gleich um mal einigen Kritikern meiner Ansichten den Wind auf den Segeln zu nehmen: _ Ich bin für eine rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau, die es in Deutschland auch absolut lückenlos gibt. Kein Gesetz im deutschen Rechtswesen ist darauf ausgelegt eine Frau zu benachteiligen, entsprechend ist hier eine Gleichberechtigung zu 100% erreicht. _ Ich habe großen Respekt vor Frauen , die in Ihrem Fachbereich große Erfolge erzielt haben und große fachliche Kompetenz aufweisen, weshalb ich Frauen im Arbeitsmarkt auch nicht mehr missen möchte, weil dadurch viele sehr fähige Individuen nicht mehr sichtbar werden würden. _ Ich sehe den Wert eines Menschen auf dem Arbeitsmarkt nicht als definieren Faktor für seinen Wert an der Gesellschaft an. In der heutigen Zeit sehe ich sogar in Hausfrauen die sich um die Familie kümmern, einen größeren Wert, weil dies derzeitig von vielen Verpönt wird. ______ So, jetzt aber mal zum Fleisch meinen Diskussionsgrundlage, welche denke ich relativ kontrovers ist, was sie jedoch nicht seien sollte, weil es halt offensichtlich ist. Frauen und Männer sollten in einer Gesellschaft ein Team bilden und jeder Teil eines Teams hat halt stärken und schwächen. Die stärke der Frau ist offensichtlich, da die Frauen der Flaschenhals für die Fortpflanzung und dadurch den Fortbestand der Gesellschaft sichern, was dazu führt, dass Frauen im allgemeinen als sehr Schützenswerte Gruppe angesehen werden. Dies hat natürlich Folgen für die Arbeiten welche Frauen verrichten, welche zumeist folgende Kriterien haben: Sicher (ungefährlich) Verhältnismäßig bequem Diese Kriterien werden Ihnen im übrigen NICHT diktiert, Frauen meiden Berufe meiden Berufe welche unbequem und gefährlich sind, wie der Teufel das Weiwasser. _ Um das Ganze jetzt hier möglichst kurz zu halten, will ich auf die stärke von Männern auch kurz eingehen, welche einfach die ist, dass Männer die Aufgaben übernehmen, welche >99% der Frauen niemals auch nur mit der Kneifzange anfassen würden. Entsprechend hat ein Mann REIN AUF DEN ARBEITSMARKT BESCHRÄNKT einen höheren Wert als eine Frau, da ein Mann jede Aufgabe übernehmen kann, die eine Frau übernimmt, dies anders herum aber nicht der Fall ist. ____ Um es NOCH ETWAS proletischer auszudrücken: Würde man alle Frauen vom Arbeitsmarkt abziehen, wäre das kurz unangenehm. Würde man alle Männer vom Arbeitsmarkt abziehen, wäre das der Untergang der Zivilisation ____ So, Manege frei, was sagt ihr zu meinen Ansichten und Meinungen ?

Wehrdienst: Pflichtjahr: Warum nicht für beide?

… für Frauen wie Männer, aber mit der Wahl: Wehrdienst oder sozialer Dienst, findet Alice Schwarzer. So ein „Gemeinschaftsjahr“ wäre nicht nur geschlechtergerecht, es wäre auch für die Gesellschaft gut. Schließlich erwarten wir Frauen ja jetzt auch von den Männern, dass sie die Hälfte des Hauses übernehmen und ein gleichberechtigter bzw. gleichverantwortlicher Elternteil sind (auch wenn die oft noch weit davon entfernt sind). Und wir verlangen den gleichen Lohn wie Männer. Also: Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! Frauen hatten früher beim Bund Berufsverbot. Sie durften zwar im Gesundheitsbereich und Musikkorps dienen, aber nicht an der Waffe ausgebildet werden. Grund? Sie seien das „friedliche Geschlecht“ - im Gegensatz zum „kriegerischen“ männlichen Geschlecht. Mal abgesehen, dass das Sexismus gegen Männer ist, erschließt es sich logisch, dass eine Feministin mit so einer Arbeitsteilung der Geschlechter nicht einverstanden sein kann. Denn von Unterdrückten behauptet man immer gerne, sie seien von Natur aus „friedlich“ – so wie einst von den Schwarzen oder Juden. Das ist so schön praktisch, dann wehren die sich nicht. Nur sterben Frauen im Krieg nicht minder. So gab es im Zweiten Weltkrieg in Deutschland 2.167.000 Tote unter den Bomben an der Heimatfront, überwiegend Frauen und Kinder, und 5.533.000 Tote an der Kriegsfront, überwiegend Männer. https://www.emma.de/artikel/pflichtjahr-warum-nicht-fuer-beide-341669 Stimmt Ihr Alice Schwarzer zu?

Wie kann man seine eigene Toleranzschwelle gegenüber Menschen erhöhen, die einen niedrigeren Intelligenzgrad oder Bildung haben?

Ich persönlich bin absolut froh, nicht jemand wie Stephen Hawking zu sein, denn schon jetzt nerven mich Menschen, die deutlich weniger intelligent sind, oder für mich einfache/selbstverständliche Sachen nicht können/hinbekommen. Ich bin dann ungeduldig und ungnädig. Mir ist aber bewusst, dass das unfair ist. Die suchen sich ja genau so wenig das aus, wie ich oder eben ein Stephen Hawking und können das ja genauso wenig ändern i.d.R., wie ich eben zu Hawking werden könnte. In einer idealen Welt sollte daran auch kein Wert festgemacht werden, sondern gesehen werden, dass jeder das Potential hat ein für die Gesellschaft essentiell wichtiger Teil zu sein, der seine jeweilige gesellschaftliche Aufgabe wahrnimmt. Nur - wie bekomme ich das auch umgesetzt? Sprich: wie kann ich meine (innere) Duldsamkeit für etwas, was ich "dumm" finde - erhöhen? Übrigens: wer beleidigen oder abwerten will ist aus der Frage herzlich ausgeladen.

Migration ist nicht die Mutter aller Probleme (Seehofer)

Es wird immer wieder die Argumentation (überspitzt) aufgezogen, man müsse nur Migranten abweisen und dann gäbe es keine Verbrechen mehr und die afd würde zusammenbrechen. Das heißt, man solle ein menschenverachtendes Weltbild als Grundlage eigenen Denkens pflegen. Da wird ein Popanz aufgebaut, der exakt NULL zur Lösing von Problemen beiträgt. Wenn wir zu wenig Kita-Plätze, zu wenig Lehrer*innen oder zu wenig Wohnraum haben ist das nicht das Problem der Migrierten sondern unserer eigenen Nachlässigkeit. Wir haben uns kaputtgespart und Migation zeigt die Probleme nur auf. Die Lösung liegt nicht in Abweisungen per se sondern in vernünftigem Umgang und der Integration der Migrant*innen. Die übrigens sehr heterogen sind. Diffamierung führt nur zu mentaler Verrohung und bringt keine Lösungen. Wir müssen unsere Infrastruktur stärken, die Kommunen unterstützen und Migrierten Möglichkeiten bieten. Und nicht unsere humanistischen Werte aufgeben und Rechsradikalen nachlaufen.