Noch'n Vorschlag ...

Tibi me attente comitato grat(issim)a sum.

Kurze Erläuterung: Ich bin mir nicht ganz sicher, was du mit "aufmerksamer Begleitung" meinst. Ich verstehe den Satz so, dass jemand dich irgendwo(hin) begleitet hat und dabei besonders aufmerksam (sprich: aufgepasst hat, dass alles so verlaufen ist, wie es laufen sollte) war. Wenn dem so ist, legt mein Vorschlag etwas mehr auf das Aufpasssen als darauf, dass die Begletung gefällig war. Meine gewählte Alternative verwendet zudem die Form "comitato" [nicht mit -u, weil andere Form], um die konkrete Handlung des Begleitens hervorzuheben. Wähle "gratissima" statt "grata", wenn du besonders dankbar bist ;)

PS: Ich verzichte auf grammatische Fachbegriffe, weil ich nicht weiß, welches Vorwissen du da hast.

Viele Grüße

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Suche immer zuerst nach positionslangen Silben (bzw.Vokalen): Folgen auf einen Vokal zwei oder mehr Konsonanten, gilt der Vokal als positionslang. Die erste Silbe jedes Verses muss immer lang sein! Das kann helfen Naturlängen wie in "vota" zu finden, hilfreich, wenn ein Wort mehrmals auftaucht. Auch nützlich: grammatische Längen, z.B. Akk.Pl. m./f. immer langer Vokal vor -s. "x" und "z" gelten immer als Doppelkonsonanten. "h" darfst du niemals mitzählen - tu so, als wäre es gar nicht da ;)

Längen sind hifreich, um die übrigen Silben / Vokalquantitäten (= kurz oder lang) zu finden. Z.B. kann zwischen zwei langen Silben nur eine weitere lange Silbe stehen.

sensit, ut ipsa suis aderat Venus aurea festis, - vv -vv -vv -vv -vv -x

vota quid illa velint et, amici numinis omen, -vv -vv -vv - - -vv -x

flamma ter accensa (e)st apicemque per aera duxit. -vv - - -vv -vv -vv -x

ut rediit, simulacra suae petit ille puellae -vv -vv -vv -vv -vv -x

incumbensque toro dedit oscula: visa tepere (e)st. - - -vv -vv -vv -vv -x

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Wer kann mir meine Übersetzungsfehler erklären?

Die vorletzte Lektion in meinem Buch find ich schwierig und bei den Gliedsätzen als Adverbiale mit den Unterschieden zwischen Indikativischen und konjunktivischen Sätzen blick ich kaum durch. Hab mich jetzt selber gezwungen, diese eine Übersetzung durchzustehen, aber bin total unsicher, inwieweit sie ungefähr richtig ist. Wer hilft mir und erklärt mir meine Fehler. Ich schließe den/diejenigen in mein Nachtgebet an Jupiter ein. Grüße und Dank vom ermatteten lumbricus.

Augustus: „Cum paulo ante in urbe nostra homini mortali ara condita non esset, nunc mihi haec ara statuta est.

Augustus: “Früher wurde in unserer Stadt einem sterblichen Menschen kein Altar erbaut, nun ist mir dieser Altar aufgestellt worden.

Hac in ara – ut videtis – ipse cum familia deos colens ostendor.

Auf diesem Altar – wie ihr seht – werde ich selbst gezeigt, wie ich mit meiner Familie die Götter verehre.

Hanc aram aedificare senatui placuit, cum religionem veterem restituerem bellisque, quae multos per annos gesta erant, finem fecissem.

Nachdem ich den alten Glauben wieder hergestellt und den Kriegen, die viele Jahre lang geführt worden waren, ein Ende machte, hat es dem Senat gefallen, diesen Altar zu bauen.

Cum omnes dei veteres a me colerentur, tamen Apollini et Marti maxime honores tributi sunt:

Obwohl alle alten Götter von mir verehrt werden, sind jedoch Apollo und Mars größte Ehren zugeteilt worden:

Iuvenis Apollini templum in Palatio aedificavi, ubi primum Antonium atque Cleopatram vici.

Den Tempel des jugendlichen Apollo habe ich in Palatium erbaut, sobald ich Antonius und  Kleopatra besiegt hatte.

Quidam contendunt istam mulierem immanem numquam spem victoriae dimisisse.

Einige behaupten, dass diese ungeheuerliche Frau niemals die Hoffnung auf Sieg aufgibt.

 Nunc etiam Marti ingenti quodam studio templum aedifico; audite causam:

Nun erbaue ich auch dem gewaltigen Mars (studio templum?) einen Tempel; hört den Grund:

Postquam quidam senatores occulte consilia contra Caesarem ceperunt eumque atroci quodam modo necaverunt, protinus in istos sceleratos animadvertere necesse erat.

Nachdem einige Senatoren geheime Beschlüsse gegen Caesar gefasst und ihn auf eine schreckliche Weise getötet haben, war es notwendig gewesen, gegen diese Verbrecher vorzugehen.

Itaque paulo post bellum paravi, quamquam pacem amo.

Deshalb habe ich wenig später den Krieg vorbereitet (unternommen?), obwohl ich den Frieden liebe.

Tum Marti deo, quem simul metuo ac colo, pro victoria templum promisi, priusquam proelium inii.

Damals habe ich Gott Mars, den ich zugleich fürchte und verehre, für den Sieg einen Tempel versprochen, bevor ich den Kampf begonnen habe.

Gratia dei impulsus hoc templum nunc in foro meo aedificari iussi.”

Dank dem Gott (des Antriebs ?) dass ich befohlen habe, diesen Tempel nun auf meinem Forum erbauen zu lassen, erbaut zu werden. Ne, ich krieg’s nicht hin.

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War leider länger nicht mehr auf dieser Seite. Das Problem zu "vetus" - "vetus" ist kein Adjektiv der a-/o-Deklination wie etwa bonus/bona/bonum. "vetera" ist der Nom./Akk.Pl. zu "vetus", das ein einendiges Adjektiv der konsonantischen Deklination ist. D.h.: "vetus" ist der Nom.Sg. für alle drei Genera (deswegen "einendig" -> eine Endung für alle drei Geschlechter) Die Form "veteris",, die du im Vokabelverzeichnis findest, ist entsprechend der Genitiv Singular. Die Form "vestra mens vetus" ist also korrekt.

Übrigens: Ich stimme dir voll zu: Die Deutsch-Latein-Übersetzung ist einer der besten Wege, seine Fehler zu verstehen, weil man gezwungen ist, in der Fremdsprache zu denken. Lass dich nicht davon entmutigen, dass du vielleicht viele Fehler machst, das wird mit der Zeit garantiert weniger - und siehe es vor allem als Verständnishilfe. Oft gibt es auch nicht die eine richtige Lösung, sondern verschiedene Möglichkeiten ein und dasselbe auszudrücken. Vielleicht machst du also gar nicht so viele Fehler, sondern hast einfach eine andere Ausdrucksmöglichkeit gewählt ;)

Liebe Grüße ... et noli pergere discere.

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"Lernte Rumpf und Wörter beugen" ist eine Anspielung auf den Sportunterricht und den Deutschunterricht. Nichts weiter. Viele deutsche Muttersprachler tun sich mit der - grammatikalisch als korrekt geltenden - "Beugung der Wörter" schwer. oder weißt du spontan, von welchem Verb die Form "hieben" stammt, wie der Konjunktiv II zu "es gärt" heißt oder wie die korrekte Form der 3.Person Singular in der Gegenwart zu "flechten" heißt ?

Tipp: Die Form "er/sie/es flechtet" ist falsch ...

Jedes Kind lernt seine Muttersprache problemlos und grammatikalisch korrekt - ohne eine Ahnung von abstarkten Grammatikregeln zu haben. Quasi ein Gratisservice unserer biologischen Grundausstattung.

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Als Faustregel: Alle Modalverben (can, could, will, would, shall, should, must, may, might, ought to; verneint auch: needn't) können nur das allererste Verb in einem englischen Satz sein. Nach allen modals steht die Grundform des Verbs ohne "to".

Du musst daher zu den Ersatzformen greifen, wenn du...

  1. perfect tenses (present perfect, past perfect, future perfect) bildest, denn da ist das erste Verb eine Form von "have"
  2. wenn du über die Zukunft sprichst und du "will" oder "going to" als Hinweis auf die Zukunft verwendest.
  3. über die Vergangenheit (= Past) sprichst - Allerdings kannst du could = könnte auch als Past zu can verwenden, wenn du über eine allgemeine Fähigkeit oder Erlaubnis, die jemand hatte, sprichst, wenn du es mit den Verben der Wahrnehmung (see, hear, feel, smell, taste) oder mit bestimmten Verben des Denkens (remember, understand ...) verbindest oder wenn du es verneinst: couldn't für konnte nicht geht immer!
  4. eine -ing Form benötigst (egal, ob es sich um ein gerund oder ein participle handelt ...)
  5. einen Infinitiv brauchst.

Außerdem sind viele modals in Fragen unüblich:

Verwende in Fragen statt "must" "have to" oder "need to". Wenn "may/might" so viel wie "(wird/würde) vielleicht" bzw. "könnte" bedeutet, leite deine Frage mit "Do you think ..." ein: "Do you think it may/might rain?" = "Könnte es regnen? / Wird es vielleicht regnen?"

ought to ist in Fragen ganz unüblich, shall dagegen wird heutzutage fast nur im British English verwendet und zwar in Fragen mit "shall I" bzw. "shall we", wenn du einen Vorschlag oder ein Angebot machst.

Achtung! In der indirekten Rede (reported speech) kannst du im Englischen could als Past von can, might als Past von may und would als Past von will verwenden. mustn't & needn't kannst du bei reported speech beibehalten!

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Hoffentlich bist du jetzt nicht enttäuscht, aber: alle Elemente, die zusammen einen Satz bilden, nennen wir "Satz" ! ;D

Ansonsten sieh, was Volens gesagt hat. Allerdings bleiben Konjunktionen, die zur Satzverbindung dienen, beim Bestimmen der Satzglieder bzw. Satzteile in der klassischen Grammatik außen vor. Insofern ließe sich deine Frage vielleicht mit einer schicken - und terminologisch korrekten - Gleichung formulieren:

Satz = Summe seiner Konstituenten

Also: Die Bestandteile eines Satzes sind seine Konstituenten.

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Ganz einfach: weil sie es dürfen! Glauben ist nicht wissen! Es ist absolut legitim, die Bibel nicht wortwörtlich auszulegen ;) ... oder selbst zu denken.

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Wer kann mir meine Übersetzungsfehler erklären?

Die vorletzte Lektion in meinem Buch find ich schwierig und bei den Gliedsätzen als Adverbiale mit den Unterschieden zwischen Indikativischen und konjunktivischen Sätzen blick ich kaum durch. Hab mich jetzt selber gezwungen, diese eine Übersetzung durchzustehen, aber bin total unsicher, inwieweit sie ungefähr richtig ist. Wer hilft mir und erklärt mir meine Fehler. Ich schließe den/diejenigen in mein Nachtgebet an Jupiter ein. Grüße und Dank vom ermatteten lumbricus.

Augustus: „Cum paulo ante in urbe nostra homini mortali ara condita non esset, nunc mihi haec ara statuta est.

Augustus: “Früher wurde in unserer Stadt einem sterblichen Menschen kein Altar erbaut, nun ist mir dieser Altar aufgestellt worden.

Hac in ara – ut videtis – ipse cum familia deos colens ostendor.

Auf diesem Altar – wie ihr seht – werde ich selbst gezeigt, wie ich mit meiner Familie die Götter verehre.

Hanc aram aedificare senatui placuit, cum religionem veterem restituerem bellisque, quae multos per annos gesta erant, finem fecissem.

Nachdem ich den alten Glauben wieder hergestellt und den Kriegen, die viele Jahre lang geführt worden waren, ein Ende machte, hat es dem Senat gefallen, diesen Altar zu bauen.

Cum omnes dei veteres a me colerentur, tamen Apollini et Marti maxime honores tributi sunt:

Obwohl alle alten Götter von mir verehrt werden, sind jedoch Apollo und Mars größte Ehren zugeteilt worden:

Iuvenis Apollini templum in Palatio aedificavi, ubi primum Antonium atque Cleopatram vici.

Den Tempel des jugendlichen Apollo habe ich in Palatium erbaut, sobald ich Antonius und  Kleopatra besiegt hatte.

Quidam contendunt istam mulierem immanem numquam spem victoriae dimisisse.

Einige behaupten, dass diese ungeheuerliche Frau niemals die Hoffnung auf Sieg aufgibt.

 Nunc etiam Marti ingenti quodam studio templum aedifico; audite causam:

Nun erbaue ich auch dem gewaltigen Mars (studio templum?) einen Tempel; hört den Grund:

Postquam quidam senatores occulte consilia contra Caesarem ceperunt eumque atroci quodam modo necaverunt, protinus in istos sceleratos animadvertere necesse erat.

Nachdem einige Senatoren geheime Beschlüsse gegen Caesar gefasst und ihn auf eine schreckliche Weise getötet haben, war es notwendig gewesen, gegen diese Verbrecher vorzugehen.

Itaque paulo post bellum paravi, quamquam pacem amo.

Deshalb habe ich wenig später den Krieg vorbereitet (unternommen?), obwohl ich den Frieden liebe.

Tum Marti deo, quem simul metuo ac colo, pro victoria templum promisi, priusquam proelium inii.

Damals habe ich Gott Mars, den ich zugleich fürchte und verehre, für den Sieg einen Tempel versprochen, bevor ich den Kampf begonnen habe.

Gratia dei impulsus hoc templum nunc in foro meo aedificari iussi.”

Dank dem Gott (des Antriebs ?) dass ich befohlen habe, diesen Tempel nun auf meinem Forum erbauen zu lassen, erbaut zu werden. Ne, ich krieg’s nicht hin.

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Hallo lumbricussi,

als Lateinlehrer sag ich erstmal vorweg: Deine Übersetzung ist gar nicht schlecht!

Leider sind ein paar Punkte in der sehr ausführlichen Erklärung von Willy1729, die so leider nicht ganz richtig sind - was aber natürlich seine Hilfsbereitschaft und Mühe nicht mindert!

Merke dir für konjunktivische Nebensätze folgende Faustregeln:

Du musst den Konjunktiv als Konjunktiv übersetzen:

  1. in si-Sätzen
  2. in quod-Sätzen (faktisches quod = dass/weil)
  3. in irrealen Vergleichssätzen vom Typ "als hätte ihn eine Tarantel gestochen"
  4. in Nebensätzen, die als Gliedsatz von einem übergeordnetem Satz in einer indirekten Rede abhängen (letztere Regel aufgrund der deutschen Regelung zur Verwendung des Konjunktivs)

Du kannst den Konjunktiv als Konjunktiv übersetzen:

  1. in Final- und Begehrsätzen mit ut
  2. in indirekten Fragesätzen

Du solltest versuchen den adverbialen Nebensinn, den ein Konjunktiv in Relativsätzen ausdrückt, auf irgendeine Weise auszudrücken - z.B. mit dem Modalverb "sollen" bei finalem Nebensinn oder durch Modalpartikel wie "ja" oder "doch" bei kausalem bzw. konzessivem Nebensinn.

Du darfst den Konjunktiv nicht übersetzen:

  1. in konsekutiven ut-Sätzen, weil sie eine reale Folge ausdrücken
  2. in cum-Sätzen, hier zeigt der Konjunktiv vor allem ein kausal-logisches Verhältnis zum übergeordneten Satz an, das bei indikativischen cum-Sätzen so nicht gegeben ist.

Kommen wir nun zu den kritischen Punkten:

Nunc etiam Marti ingenti quodam studio templum aedifico > Du solltest ingenti besser - und sinnvoller - auf studio beziehen: Nun erbaue ich auch für Mars mit geradezu riesigem Eifer einen Tempel. "ingens" als Attribut zu "Mars" ist ganz untypisch, "ingens" bezieht sich in der Regel nicht auf Personen.

Du hast den "ubi primum"-Satz goldrichtig mit "sobald" übersetzt, doch solltest du das Perfekt in diesem und im postquam-Satz mit Plusquamperfekt übersetzen.

atroci quodam modo = auf geradezu grausame Weise

Die Übersetzung des letzten Satzes lautet: "Angetrieben von meiner Dankbarkeit gegenüber dem Gott (gemeint: Mars und nicht etwa der dreifaltige christliche Gott, daher ist "Gottes Gnade" schlicht unpassend) (impulsus = PPP von impellere, hier als Participium coniunctum) habe ich befohlen, diesen Tempel jetzt auf meinem Forum/Marktplatz zu erbauen / erbauen zu lassen. (aedificari ist Infinitiv Präsens Passiv, weil der Tempel erbaut wird und nicht selbst etwas erbaut. Im Deutschen nehmen wir das mit der Diathese (= Aktiv/Passiv) nicht so genau wie das Lateinische und die - vermeintlich - aktive Übersetzung ist vollkommen in Ordnung!

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Hallo huttner12,

ich finde deine Frage ein wenig merkwürdig ... Warum willst du das Lernen einer Fremdsprache davon abhängig machen, wie andere Leute diese beurteilen? In der Regel solltest du eine Sprache dann lernen, wenn du eine ganz persönliche Motivation dafür hast, sonst geht dir wahrscheinlich schneller als dir lieb ist, die Lernlust verloren.

Wenn du dich einfach nur so für die beiden Sprachen interessierst, kann ich dir nur empfehlen: Mach dir dein eigenes (Hör-)Bild ! Schau dir etwa auf youtube Videos in den beiden Sprachen an, lies eventuell Wikipedia-Artikel o.Ä. über die Sprachen, um einen ersten Eindruck vom Aufbau und von der Nützlichkeit der Sprache zu gewinnen oder frag im Freundes- und Bekanntenkreis Menschen nach ihrer persönlichen Lernerfahrung mit diesen beiden Sprachen.

Ich kenne beide Sprachen, habe beide gelernt und kann nur sagen, dass jede ihre ganz eigenen interessanten, liebenswerten und ungewöhnlichen Seiten hat. Viele Leute sagen z.B. "Französisch klingt schwul." - Kann ich nicht nachvollziehen, ich liebe den Klang der frz. Sprache und finde auch "schwul" als ästhetische Bewertung schräg. Wie klingt denn dann eine "lesbische", eine "transgender" oder gar eine "heterosexuelle" Sprache ???

Letzten Endes hat jeder einzelne Sprecher / jede einzelne Sprecherin ganz individuelle Sprechweisen, die sich nicht einfach auf die Sprache als solches übertragen lassen. Ob einem etwas Gesprochenes gefällt, hängt nicht (nur) von der Sprache ab, sondern ganz stark von der Stimmfarbe der Person, die spricht.

Schließlich führt oft eine negative Haltung gegenüber einer Sprache (z.B. durch schlechte Noten in der Schule) zu pauschalen Negativurteilen: "Ich hatte eine Fünf in Franze, mein Lehrer war blöd, also ist Französisch blöd."

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Deine Frage ist so nicht ganz richtig gestellt ... Wichtig ist, dass "Es ist heiß." nur dann mit "Il fait chaud." übersetzt wird, wenn es ums Wetter geht.

Generell gilt im Französischen, dass eine Aussage über das Wetter vom Typ "Es ist + Adjektiv" (etwa: Es ist heiß / kalt / schwül ...) ausgedrückt wird durch ...

a) il fait + adjectif / + température (il fait beau, chaud, froid, mauvais ... / il fait (-) 20°C ...)

b) il y a + nom (il y a du soleil, du brouillard, des nuages ...) - Deutsch: Es ist sonnig, nebelig, wolkig ...)

c) besondere Witterungsverben wie il pleut, il neige, il gèle ...

Wenn ich aber z.B. über ein Getränk (frz: le boisson / deu: das Getränk) rede, das heiß ist, ist die Übersetzung für "Es ist heiß." natürlich "Il est chaud." -> il = le boisson.

Manchmal muss man solche idiomatischen (= sprachspezifischen) Redewendungen einfach hinnehmen. So übersetzt du ja auch "Es gibt ..." , wenn du eine Existenzaussage (es gibt = etwas ist vorhanden/existiert) machst, mit "il y a" (wörtlich: es hat dort) und nicht etwa mit "il donne".

Übrigens auch im Spanischen verwendest du das Verb "machen" (frz: faire, spa: hacer), um über das Wetter zu sprechen, z.B. "Hace calor." = "Es ist heiß." (wörtlich: Es macht Hitze.).

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Hallo codyyyy,

"qui puisse être" ist ein Relativsatz, der von "la meilleure équipe" (= die beste Mannschaft) abhängt. Da der Subjonctif die Funktion hat, abhängige Nebensätze als subjektive Meinungsäußerung zu kennzeichnen - quasi wie bei den Lottozahlen, wo es heißt "Alle Angaben ohne Gewähr" - , muss ein Relativsatz in Abhängigkeit von einem superlativischen Ausdruck (z.B. der größte, die beste, der tollste, das kleinste etc.) in den Subjonctif treten. Schließlich kann es ja sein, dass andere Leute eine ganz andere Mannschaft als die bestmögliche ansehen ....

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Hallo isabel869!

Tja, tatsächlich sind diese grammatischen Formen in zahlreichen Metamorphosen zu finden ... allerdings: Das Gerundium (mögliche Endungen: -ndi, -ndo, -ndum) ist nicht ganz so häufig.

Daher folgender Vorschlag: Suche dir eine frei zugängliche Online-Version des Gesamttextes (z.B. auf The Latin Library) und benutze eine Textverarbeitung (z.B. Microsoft Office oder Libre Office), um über den Befehl "Suchen" / "Suchen und Ersetzen" nach diesen drei Endungen zu suchen.

Bist du fündig geworden, schau in die umliegenden Verse, ob sich die anderen Formen, die deine Lehrerin genannt hat, finden. Üblicherweise dürfte die Länge des zu übersetzenden Textauszugs 8 - 12 Verse betragen.

Ich weiß, das ist etwas zeitaufwendig, aber wohl die beste Lösung ;)

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Hallo Eltaweel,

das Prädikat eines Satzes kann einfach oder zusammengesetzt sein. Im Deutschen bildet aber immer eine - und zwar nur eine - finite Verbform (d.h. eine Verbform, die sich in Person und Numerus an das Subjekt des Satzes anpasst und außerdem ein bestimmtes Tempus und einen bestimmten Modus aufweist) den Kern des Prädikats.

Mehrteilige Prädikate bestehen entweder aus einer finiten und weiteren infiniten Verbformen (= Infinitiv, Partizip) oder aber aus einer finiten Verbform und einem Prädikativ.

Ein Prädikativ ist ein nicht-verbaler Bestandteil eines Prädikats.

Beispiel:

Ich bin froh.

bin = finite Verbform, froh = Adjektiv als Prädikativ

bin froh = Prädikat

Dass "bin" und "froh" eine Einheit bilden, kannst du feststellen, wenn du die Frage "Was mache ich ?" stellst - Antwort = "froh sein".

Verben, die ein Prädikativ benötigen, um ein vollständiges Prädikat zu bilden, nennt man auch "Kopulae" (Einzahl: die Kopula).

Noch ein Beispiel:

Ich nenne ihn einen Esel.

nenne = finite Verbform, einen Esel = Nomen + Artikel als Prädikativ

nenne ... einen Esel = Prädikat

Frage: Was mache ich ? Antwort: (jemanden) einen Esel nennen

Tipp: Da im deutschen Hauptsatz zusammengesetzte Prädikate auseinandergerissen werden (finites Verb an zweiter Stelle, Rest des Prädikats am Satzende), kannst du ein Prädikativ an seiner Endstellung im Hauptsatz erkennen. Ist der Satz selbst zu kurz, kannst du "tatsächlich" einfügen und schauen, ob das Prädikativ dann ans Ende des Satzes wandert.

Beispiel:

Ich bin tatsächlich froh.

Ich nenne ihn tatsächlich einen Esel.

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Von Anaphern wird nur auf der Wortebene, nicht auf der Ebene von Silben geredet. Allerdings wäre es toll, wenn du den Text, auf den du dich beziehst, zitieren würdest, so wäre eine Antwort einfacher .... Ich gehe davon aus, dass du von Silben sprichst, die Bestandteile eines mehrsilbigen Wortes sind. Redest du von den Anfangssilben, handelt es sich eher um einen Fall von Alliteration. Auch Assonanz, Konsonanz oder Paronomasie wären denkbar.

Aber: ohne konkretes Beispiel kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

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Ich zitiere dich einmal kurz und hebe dabei drei Wörter hervor:

"sagen wir mal ich muss ein Text schreiben. Wann soll ich dann Akkusativ, wann Dativ, wann Genitiv und wann Nominativ nehmen? Wenn es ein Satz gibt den ich bestimmen soll kann ich es tun aber wenn ich SELBER ein Text schreiben soll dann kann ich es nicht :( "

In allen drei Fällen hättest du hier den Akkusativ verwenden müssen, also "einen Text" bzw. "einen Satz". Ich hatte früher ein ähnliches Problem und hätte vermutlich den gleichen Fehler gemacht: Meine Mutter war schwerhörig und bei mir zu Hause wurde oft undeutlich und grammatisch "falsch" gesprochen, einen hörbaren Unterschied zwischen "ein Text", "einen Text" und "einem Text" gab es für mich nicht, also habe ich den auch beim Schreiben nicht gemacht. Meine Deutschlehrerin prophezeite mir in der 5.Klasse, dass ich mal große Probleme bekommen würde, wenn ich immer noch nicht die Fälle unterscheiden könne ... Da hat es mir herzlich wenig geholfen, noch einmal gesagt zu bekommen: Fragst du "Wem ?", ist es Dativ, fragst du "Wen ?", ist es Akkusativ ...

Denn auch bei diesen Fragewörtern habe ich natürlich nie einen Unterschied gemacht (wem und wen klingen ja am Wortende genauso ähnlich wie ein(en) und einem.) Vielleicht geht es dir ja ähnlich.

Wenn du Muttersprachlicherin bist, habe ich folgende Tipps für dich:

  1. Zur Verwendung von "ein" bzw. "einen": Ersetze "ein" durch "der" oder "den": Würdest du "der" sagen, verwende "ein", würdest du jedoch "den" sagen, verwende "einen" ! Kannst du "ein" durch "das" ersetzen, ist "ein" immer richtig.
  2. Zur Verwendung von "den" und "dem" bzw. von "einem" und "einen": Ersetze den Artikel (= den, dem, einem, einen) und das Nomen, das zu ihm gehört (also das Nomen dahinter), entweder durch "mir/dir" bzw. "mich/dich". "mir/dir" sind Dativ, "mich/dich" sind Akkusativ. Da es dir wie mir gehen dürfte, wirst du instinktiv aus dem Bauch raus die richtige Wahl treffen, da diese Formen sich deutlich (hörbar) von einander unterscheiden.

Die Formen mit -m sind Dativ, die mit -n sind Akkusativ. Verlass dich bei den übrigen Fällen ganz beruhigt auf deinen Bauch. Selbst wenn du keine Muttersprachlerin bist, aber schon lange in Deutschland lebst und jeden Tag Deutsch hörst, kannst du dich auf deinen Bauch und meine Tipps oben verlassen! Ich bin mir sicher, dass dir die übrigen Fälle (bzw. Formen der Artikel) keine Probleme bereiten.

Übe aber die korrekten Artikel und die Adjektivendungen so lange, bis du die Fallendungen sicher beherrscht und im Schriftlichen richtig anwendest. Schau zur Not in eine Grammatik, dort findest du die entsprechenden Deklinationstabellen. Die Genitivendungen werden nach meiner Erfahrung als Lehrer gerne falsch verwendet, aber den Genitiv verwendest du wahrscheinlich eh sehr selten.

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Das Verb "timere" hat in der Bedeutung "fürchten" immer ein Akkusativobjekt, dabei ist es egal, ob timere als finite Verbform (= mit Personalendung) oder als infinite Form (z.B. Infinitiv oder Partizip) auftaucht. Du fragt ja immer: "Wen fürchte(te)n die Römer?".

Also nur das Bezugswort des Partizips (= dessen logisches Subjekt) steht in KNG-Kongruenz zu diesem. Wenn du den abl.abs. mit einem adverbialen Gliedsatz (= als/weil/obwohl ...) übersetzt, erkennst du das sinnlogische Subjekt daran, dass es, , dort als "echtes" Subjekt im Nominativ (Frage = wer ?) steht.

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Der Konjunktiv in der indirekten Rede ist unabhängig vom Subjekt des Hauptsatzes. Theoretisch - und entgegen der allgemeinen Meinung - hebt "dass" den Zwang zum Konjunktiv auf, da "dass" ausreicht, um zu zeigen, dass es sich um die Wiedergabe jemandes Gedanken oder Worte handelt.

Stilistisch eleganter ist jedenfalls die Verwendung des Konjunktivs in einem uneingeleiteten Satz (also ohne "dass") - und aufgrund des Satzbaus im dass-Satz mit dem finiten Verb in Endstellung ist diese Lösung zu bevorzugen. Besonders wenn du mehrere Sätze einer Person hintereinander wiedergeben willst. "dass-Sätze" dürfen nämlich nicht alleine stehen und du müsstest jedes Mal einen Einleitungssatz wie "Dann sagte ich/er noch, dass ... Danach fügte er an, dass ..." etc. formulieren, was den Text unnötig lang macht.

Achte aber darauf, den Konjunktiv I durch Konjunktiv II zu ersetzen, wenn der Konjunktiv I identisch mit der normalen Gegenwart ist. Du darfst auch "würde" + Infinitiv verwenden, wenn der Konjunktiv II ungewöhnlich klingt. Also:

Ich sagte, ich kennte (nicht "kenne") hier niemanden.

oder:

Ich sagte, ich würde hier niemanden kennen.

Achtung: Ist der Konjunktiv I eindeutig und du verwendest Konjunktiv II, signalisierst du entweder Zweifel am Gesagten oder du redest über etwas Irreales.

Er sagte, ich sei verrückt. (= Er hielt mich für verrückt. Er hielt meine Verrücktheit für eine Tatsache.)

Er sagte, ich wäre verrückt. (= Ich finde das unangemessen und drücke aus, dass er übertrieben oder gelogen hat.)

aber:

Ich glaubte, ich sei verrückt. (= Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich wirklich, verrückt zu sein.)

Ich glaubte, ich wäre verrückt. (= Ironie, ich glaubte nicht wirklich, verrückt zu sein, aber ich habe mich so gefühlt.)

Du kannst den Unterschied gut erkennen, wenn du versuchst, die indirekte Rede als Infinitivsatz wiederzugeben. Nur für das erste Beispiel könntest du sagen "Ich glaubte, verrückt zu sein."

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Achtung! Meinst du vielleicht gar nicht den Unterschied zwischen Perfekt (er hat gehabt) und Plusquamperfekt (er hatte gehabt), sondern den Unterschied zwischen Indikativ (Modus der Wirklichkeit) und Konjunktiv (Modus der Nicht-Wirklichkeit) ? "er hätte gehabt" ist jedenfalls Konjunktiv II bzw. Irrealis - dieser drückt in der Vergangenheitsform (= "er hätte gehabt") aus, dass etwas nicht passiert ist, wie z.B. in "Fast hätte er bereut ...". Bedeutet: er hat es nicht bereut. Dieser Konjunktiv im Hauptsatz löst allerdings nicht automatisch auch einen Konjunktiv im Nebensatz aus. Den Plan hatte er ja, also ist hier Indikativ angebracht.

Während wir im gesprochenen Deutsch fast automatisch das Perfekt für Vergangenes verwenden, ist jedoch im geschriebenen Deutsch (besonders wenn es sich um Deutsch-Schulaufgaben handeln sollte) das Plusquamperfekt zu bevorzugen, wenn du über etwas sprichst, das noch vor einer anderen vergangenen Handlung geschehen ist.

Andrerseits könntest du das Perfekt damit begründen, dass es sich hier um ein vergangenes Ereignis mit Auswirkung für Gegenwart des Sprechers handelt, also dass du das Perfekt hier zur Formulierung einer in den Augen des Sprechers immer noch gültigen Tatsache verwendest - und zwar unabhängig von der beinahe erfolgten Reue. Diese Lösung ist aber nur möglich, wenn zum Zeitpunkt, auf den sich der Satz bezieht, der Urlaub immer noch eine Idee, ein Plan ist. Ist die Idee selbst Vergangenheit, weil sie bereits in die Tat umgesetzt worden ist, verwende Plusquamperfekt.

Eleganter - und ganz problemlos - wäre hier folgende Lösung:

Fast hätte er bereut, die Urlaubsidee gehabt zu haben.

Der Perfekt-Infinitiv kennzeichnet die Idee hinreichend als vorzeitig, ganz unabhängig vom Hauptsatz.

Das Wort "Urlaubsidee" klingt allerdings nicht schön.

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Es muss "der" heißen, denn der Oberbefehl ist Subjekt des Satzes ... Und Subjekte zu finiten Verbformen stehen im Lateinischen und im Deutschen im Nominativ.

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