Eigentlich sind beide von dir vorgeschlagenen Themen eher der Anorganischen Chemie zuzuordnen. Aber ich denke nicht, dass dein Lehrer das allzu eng sieht. 

Wie wärs vielleicht mit dem EPR-Effekt? Das ist dann vielleicht nicht "nur" Anorganische Chemie, sondern auch etwas Medizin.

https://de.wikipedia.org/wiki/EPR-Effekt_(Pharmakologie)

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https://de.wikipedia.org/wiki/Schlenk-Gleichgewicht

Das magnesiumchlorid wird auf gleiche weise solvatisiert, auch wenn du keinen ganzen "Grignard" in Lösung hast. 

Die Löslichkeit von MgCl2 in Et2O dürfte aber trotzdem recht beschränkt sein....müsstest du mal in Löslichkeitstabellen nachschlagen ;)

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Leider sind IRs nicht wirklich aussagekräftig, besonders nicht, wenn man noch gar keine Idee von der Struktur hat.

Die zwei Täler sind entweder 2 OH-Gruppen vllt aber auch ein Amin.

Die dreifachbindung würde ich auch unterschreiben. 

Einen Aromaten hast du hier vermutlich eher nicht, dafür fehlen da definitiv die "Benzolfinger". 

Mit den vier CH2-Gruppen weiß´ich nicht, wie du darauf kommst, das finde ich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt... in dem Bereich schwingt extrem viel ;)

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Chemie ist mehr die theoretische Geschichte, Forschung, Entwicklung von neuen Substanzen/Materialien, etc. - Stichwort: Glaskolben <1L

Chemieingenieurwesen beschäftigt sich eher mit der industriellen Anwendung. Verfahrenstechnik, Prozessoptimierung etc. - Stichwort: 1000L-Reaktor

Nanoengineering mag sich zwar schön anhören, würde ich jedoch von abraten. Ich wüsste nicht, warum man sich schon im Grundstudium spezialisieren sollte. Damit verbaust du dir lediglich viele Wege, die mit dem Chemiestudium noch offen stehen. Und in dem normalen Chemiestudium spezialisiert man sich auch, nur eben ab frühestens 5./6. Bachelorsemester. Dann kann man aber noch jederzeit seine Spezialisierung wechseln, was bei Nanoengineering schwer sein dürfte. Und Nanotechnologie gibt es mehr als genug auch im normalen Studium, dass du dich voll und ganz darauf konzentrieren kannst und die nötige Expertise erlangst, die sich nicht groß vom Nanoengineering-Studium unterscheiden wird. 

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Helium ist eigentlich die ideal für GCs. Allerdings auch recht teuer und wird deshalb oft durch Wasserstoff ersetzt.

Das Explosionspotential wird bei uns z.B. dadurch gesenkt, dass keine H2-Gasflasche verwendet wird, sondern ein Elektrolyseapparat direkt angeschlossen ist, das Wasserstoff wird also dort erst erzeugt, sodass nicht allzuviel H2 da ist, welches explodieren würde.

Ein großer nicht zu unterschätzender Nachteil von H2:
Bei unsachgemäßem Umgang können sich schnell mal Katalysatoren/Metalle auf der GC ablagern (wenn diese nicht vorher über Kieselgel entfernt wurden), das kommt leider recht häufig vor. Die Folge: Das H2 hydriert die zu untersuchenden Proben (katalysiert durch diese ablagerungen), sodass man konsequent ein Signal des hydrierten Produktes erhält. 
Bei uns gibts eine, wo man eigentlich immer ~10% hydriertes Produkt im Chromatogramm sieht. Neue GC-Säulen sind leider teuer.... zum glück lässt sich das über die GC meistens sehr schnell identifizieren...

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Hallo, habe dieselbe Methode selbst verwendet, ich habe 30g/100mL Wasser verwendet, also bei dir etwa 150g. 

Du solltest beachten, dass Natriumpersulfat bei Raumtemperatur fast gar nicht ätzt. Du musst deshalb ein recht enges Temperaturfenster von 40-50°C einhalten, darüber zersetzt sich das Persulfat (ist nicht weiter schlimm, es gast bloß Sauerstoff aus. Nur nimmt dadurch natürlich die Ätzmittelkonzentration ab).
Ich habe eine ausgediente Pfanne mit Wasser gefüllt, darin eine dieser Arbeitsschalen zum Ätzen wie eine Art "Boot" schwimmen lassen. Die Tempeatur des Außenbeckens wurde mit einem Multimeter überwacht, die der Ätzlösung gelegentlich über ein IR-Thermometer. Bei mir war die Temperaturdifferenz etwa 10°C zwischen innen und Außenbecken. Aber das lässt sich natürlich nicht pauschalisieren, denn das ist abhängig von Eintauchtiefe, Material und Dicke der Schale. Die Temperatur lässt sich dann durch kurzen Einschalten der Herdplatte gut nachregeln.

Faustregel: wenns blubbert bist du zu heiß.

Bei mir war die Temperatur allerdings auch wesentlich kritischer, weil ich damit Bronze zu Schmuck geätzt hab mit vllt 500mikrometer Ätztiefe, Platinen sind nur mit 30 mikrometer Kupfer beschichtet, das geht also a) schneller, b) musst du dir um Unterätzungen fast keine Sorgen machen.

Zur Lagerung: Ja die Flasche sollte zwingend ein kleines Loch im Deckel haben und natürlich aufrecht stehen. Abfälle bitte zum Sondermüll (Kupferionen sollten nicht in großen Mengen ins Abwasser gelangen). 

Mit dem Merkspruch hast du natürlich recht, allerdings ist Natriumpersulfat (Natriumperoxodisulfat sollte es eigentlich genannt werden) ist keine Säure, sondern ein Oxidationsmittel. Um den Merkspruch musst du dir keine Sorgen machen, das wird nichtmal warm beim Lösen, noch passiert da sonderlich viel. 
Einem Laien empfehle ich dennoch das Tragen von Handschuhen, Schutzbrille sowieso.

Falls du weitere Fragen hast, melde dich, ich habe damit einige Testdurchläufe durch, bis das Experiment mit der Bronze funktionierte. Aber mit deiner Platine sollte das keine große Sache werden denke ich (habe ich auch schon gemacht, ist eine Sache von 5min bei der richtigen Temperatur, oben genannte Bronze brauchte fast 3h).

LG

mgausmann

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Ich wüsste keinen Grund, warum das mit Nitraten funktionieren sollte. Nitrat dürfte nicht oxidativ genug sein, um das Gold zu oxidieren und in Lösung zu bringen.

Naja Cyanide würde noch gehen, das ist schließlich auch der industrielle Prozess der Goldaufreinigung, aber davon kann ich nur dringendst abraten, damit bringt man sich auch verdammt schnell um, wenn man nicht weiß wie. Und da du hier seit monaten nach Goldextraktionen fragst, rate ich dir einfach mal, von dieser Methode die Finger zu lassen, da dir offensichtlich die chemischen Kenntnisse fehlen und man für den Umgang mit Cyaniden a) die richtige Ausrüstung haben muss und b) eine Ausbildung im Umgang mit solchen Stoffen haben sollte. 
Sinkt dein pH einmal auch nur minimal, kippst du sofort über deiner Cyanidlösung um und auch der Notarzt wird nicht rechtzeitig dort sein.

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Stichwort: "Grotthuß-Mechanismus"
Einfach mal googlen, das ist der Hauptgrund. 

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Naja eine äquatoriale OH-Gruppe (beta) in der Sesselkonformation ist immernoch stabiler als in axialer Position (alpha), wegen 1,3-Diaxialer Wechselwirkung. Der anomere Effekt kompensiert das etwas, aber nicht komplett. Gäbs diesen Effekt nicht, würde Glucose fast ausschließlich als beta-Glucose vorliegen.

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Bernsteinsäure ist eine Dicarbonsäure und hat 2 Carboxylfunktionen. Da aus 2 Carboxylfunktionen ein Anhydrid gebildet werden kann, ist ein zweites Molekül "nicht notwendig". Bernsteinsäure kann durch intramolekulare Kondensation zum Anhydrid überführt werden, deswegen bleibt es bei den 4 C-Atomen einer Bernsteinsäure.

Selbstverständlich könntest du auch das Anhydrid aus 2 Bernsteinsäuren bilden, dem würde man allerdings einen anderen Namen verpassen.

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Klar, beide Moleküle haben Carboxy- und Hydroxy-Funktionen, welche man über Veresterung miteinander vernetzen kann.

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Die Art der Striche sagt nichts über koordinative oder kovalente Bindung aus (der Übergang zwischen beiden ist sowieso fließend), sondern die Keile bedeuten, dass die beiden CN-Liganden vor der Papierebene, die gestrichelten hinter der Ebene und die geraden Striche auf der Papierebene liegen. Damit veranschaulicht man einfach nur, dass es sich um eine oktaedrische Koordination handelt.

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2 Radikale verbinden sich in der Regel dann vor allem nicht, wenn die beiden Elektronen der Radikale denselben Spin aufweisen. So können Sie sich nicht verbinden, da in dem gefüllten Orbital (hier pi-orbital) die Spins entgegengesetzt sein müssen. Liegen zwei Spins mit derselben Orientierung vor, so nennt man das Triplett-Zustand. Deswegen heißt der, diradikalische, Sauerstoff, der überwiegend in der Natur vorkommt auch Triplett-Sauerstoff. Der Singulett-Sauerstoff ist hingegen nicht radikalisch und somit diamagnetisch und lässt sich durch die Lewisformel (die fälschlicherweise oft für den Triplettsauerstoff verwendet wird) O=O darstellen.

Eine Verbindung der Radikale kann nur stattfinden, wenn man eine Spinumkehr eines der Elektronen herbeiruft. Das ist auf verschiedene Arten möglich, die Häufigsten sind Bestrahlung oder Einsatz eines Sensibilisators.

Das ganze lässt sich natürlich nicht überall anwenden. In einem Gemisch bei 800°C beim Cracken o.ä. findet sich immer ein Partner mit entgegengesetztem Spin.

Auf Sauerstoff lässt sich das auch kaum übertragen, denn dieser liegt vor allem im Triplett-Zustand vor, weil er durch die Hundt'sche Regel stabiler ist als der Singulett-Sauerstoff.

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Mit genügend Zeit, der richtigen Ausrüstung und den nötigen Startmaterialien vermutlich schon. Aber bei so komplexen Stoffen bräuchte man auch Zugang zur Analytik. Alles in allem ist die Laborausrüstung dann so teuer, dass man schon ein gewaltiges Kapital (sicherlich sechsstellig!) haben müsste ;)
Die herkömmlichen "Küchendrogen" sind da wesentlich einfacher aufgebaut als solche synthetischen Opioide.

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Fangen wir mal bei den Grundlagen an:

Graphit besteht aus Graphenschichten, welche lediglich durch
π - π Wechselwirkungen und Van-der-Waalskräfte zusammengehalten wird. Entlang dieser Graphenschichten lassen sich die Schichten deshalb leicht gegeneinander verschieben. -> Makroskopisch ist Graphit brüchen und kann aufgrund dieser Eigenschaft aber z.B. als Schmiermittel verwendet werden.
Da Graphen nur aus einer dieser Lagen besteht ist das hier nicht der Fall. Allerdings mag die einzelne Graphenschicht zwar sehr hart sein - dennoch ist es eben nur eine Graphenschicht. Wenn du viele übereinanderstapelst erhälst du Graphit, sodass es für sehr robuste Materialien wenig nützlich sein dürfte.

Unterschied zwischen Kohlenstoffnanotubes ("CNT") und Graphen:

Kohlenstoffnanotubes sind zunächst einmal eindimensional ausgedehnt (entlang der Röhre), Graphen zweidimensional (eine Ebene/Schicht). Dadurch sind für beide zunächst einmal für vollkommen unterschiedliche Anwendungen denkbar, weshalb ein direkter Vergleich oft gar nicht so sinnvoll ist.
CNTs gibt es in verschiedenen Varianten, daraus kann man eher einen Strang (Stichwort Weltraumlift) machen, als aus einer 2D-ausgedehnten Schicht. Gewissermaßen bestehen CNTs aus zu Röhren verschmolzenen Graphenschichten. Diese kann man ineinander lagern in verschiedenen Durchmessern (mehrwandige CNTs). Wodurch enorme mechanische Zugbelastungen auch im größeren Maßstab erhalten werden können.

Zur Herstellung: Graphen ist keineswegs leichter zu produzieren. Sogar viel viel schwerer. Der Hauptgrund, weshalb es auch kaum kommerziell genutzt wird. Klar kann man (und so wird es überwiegend auch noch gemacht) Graphen durch die "Tesa"-Methode herstellen. Doch erhält man da eben nur eine Graphenschicht. Eine einzelne Atomschicht. Davon auch nur ein Gramm herzustellen ist ein gigantischer Aufwand.
Bei CNTs ist man da wesentlich weiter, diese kann man mittlerweile im Grammmaßstab bestellen. Man kann die Röhren relativ definierte "züchten". Hauptmethoden sind da CVD (Chemische Gasphasenabscheidung) oder aber Züchtung auf speziellen Übergangsmetallkatalysatoren. Das kannst du bei Interesse nachrecherchieren.

Die Frage mit dem Raumanzug lässt sich nur schwer beantworten, da ich mir schwer vorstellen könnte, wie du einen Raumanzug in ausreichender Dicke aus Graphen herstellen wolltest. du müsstest jeweils ganz oft Graphen mit anderen Schichten übereinanderlagern. Theoretisch denkbar und natürlich sinnvoller als Nanoröhren, welche eher als verstärkende Fasern denkbar wären (2D <-> 1D).
Andere Anwendungen findest du von CNTs und Graphen zuhauf. Auch bei Wikipedia. Elektronisch und mechanisch sind die Möglichkeiten schier endlos.

Was ist denn nun stärker?
Nun das dürfte sich nicht groß unterscheiden. Die Schichten und deren Stabilität sind dieselben. Nur eben in anderer Form.

Hoffe das brachte etwas Licht ins Dunkel.
Zu beiden Themen kann man sich aber sonst auch super und bis ins kleinste Detail im Internet einlesen. Dank des Medienhypes wird mit diesen beiden Forschungsthemen ja gerne das Internet geflutet, was ich einerseits gut finde, um der Öffentlichkeit die Errungenschaften der Forschung und die Wissenschaft näher zu bringen - andererseits finde ich, dass es viele andere Entdeckungen gibt, die ebenfalls enorme Zukunftsperspektiven aufweisen und über die die Medien ruhig auch mal ein paar Wörtchen verlieren dürften.

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"Effizienter" wird die Elektrolyse durch Wahl einer anderen Elektrode nicht. Es kommt immernoch lediglich auf den Stromfluss an.

Aber man kann verschieden robuste Elektroden wählen. Außerdem kann man durch Erhöhung der Leitfähigkeit der Lösung den Widerstand und damit den Stromverbrauch verringern, weshalb die Zugabe von Schwefelsäure sinnvoll ist.

Beliebtes Elektrodenmaterial wäre Platin, aber gegenüber Schwefelsäure ist Graphit auch inert genug.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Leuckart-Wallach-Reaktion

Das Pseudoephedrin mal so gar nichts mit Methylamin zu tun hat, sollte einem klar sein. Nur weil man Methylamin und Pseudoephedrin mit Methampetamin assoziiert, heißt das nicht, dass die Stoffe viel miteinander zu tun haben.

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