Low-Grade-Gliom (Hirntumor): gefährlich? Sollte ich mich wirklich operieren lassen? Werde ich sonst sterben? Gibt es Alternativen? Welche?

Liebe Leute,

ich habe ein folgendes Problem.

Ich hatte schon bei Geburt einen Unfall und dadurch ein Hirnödem, meine Mutter sagt, ich war die ersten zwei Jahre meines Lebens halbseitig gelähmt (kann ich mich aber an die Zeiten nicht erinnern).

Danach hatte ich Verhaltensauffälligkeiten (verhielt mich zu oft vollkommen egoistisch, autistisch, konnte ganz oft Gesichter nicht richtig unterscheiden, hatte keine Freunde), meine Mutter ging also wieder zu Ärzten als ich 5 war, mit diesen Beschwerden. Dort machten die Ärzte eine EEG und stellten Krampfbereitschaft fest (Mir selbst war das egal, hatte damals ja nie epileptische Anfälle), bekam danach jahrelang Medikamente gegen Epilepsie, trotz Anfallsfreiheit. Meine Mutter deutete ein paar komische Bewegungen, die ich bei vollem Bewusstsein freiwillig für mein eigenes Vergnügen machte, als epileptisch, und die dortigen Ärzte bekräftigten nur ihre Meinung. Ich ging wegen autistischen Neigungen erst mit der 6. Klasse richtig in die Schule, davor war Homeschooling.

Spätestens mit 14 setzte ich alle antiepileptischen Medikamente gegen Willen meiner Mutter offen und eigenmächtig ab, da es mich ja die ganzen Jahre nur ärgerte, dass ich sie überhaupt einnehmen musste: ich spürte von denen ehrlich gesagt nie überhaupt irgendeine Wirkung, aber auch ohne die hatte ich ja wie gesagt keine Anfälle und sah die Notwendigkeit ihrer Einnahme nie ein. Auch mein nicht immer sozial korrektes Verhalten brachte ich als Kind natürlich nicht mit dieser ärztlich nachgewiesenen aber sich damals nie manifestierenden Epilepsie zusammen.

Nach dem abrupten, dummen und eigenmächtigen Absetzen absolut aller antiepileptischen Medikamente (als Teenie) ging es mir genau so gut bzw. schlecht wie in der Zeit ihrer Einnahme, eine Veränderung spürte ich dadurch nicht, weder in dem wie mich fühlte noch in dem wie ich mich verhielt.

Heute bin ich 30, Pflegehelfer (unqualifiziert), derzeit krankgeschrieben. Warum? Weil vor einigen Tagen das aufgetreten ist (und zwar ganz plötzlich, mehrere Male hintereinander, heftig, richtig Hölle!), womit ich ehrlich gesagt noch nie gerechnet hatte: echte epileptische Anfälle! Das allererste Mal im Leben. Mit Bewusstseinsverlust, Urinieren und allem Drum und Dran. Ich verletzte mich auch an mehreren Körperstellen. War zwar benommen, schaffte es aber, zwischendurch den Notarzt anzurufen. Selbst im Krankenhaus musste ich mich unsicher fühlen, da Medikamente nicht richtig halfen.

Diagnose Hirntumor! Low-Grade-Gliom. Soll am kommenden Mittwoch operiert werden, mögliche "Nebenwirkungen" danach (einschl. wieder halbseitig gelähmt zu sein) lassen mich schaudern...

Nach der Entlassung halfen die Medikamente auch kaum, die Anfälle wiederholten sich...

Jetzt aber nicht! Nachdem ich aus plötzlichem eigenem jähem Wunsch vielmals meinen Kopf erhitzt hatte. Jetzt geht's mir sooo blendend, die Versuchung ist echt groß...

Was denkt ihr: werde ich es noch bereuen, wenn ich diese OP absage? Ja oder?

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Wie bekommt man als geduldeter russischer Bürger (in Deutschland) seinen russischen Reisepass bei der russ. Botschaft? Welche Unterlagen braucht man?

Liebe Damen und Herren, ich bin selber ein Russe, ein abgelehnter aber immer noch Asylbewerber, ohne Familie, noch im Klageverfahren, also, noch kein "Geduldeter", sondern mit Aufenthaltsgestattung.

Und ich habe einen "Freund" hier: einen ebenfalls russischen Bürger, aber der hat sein Asylverfahren schon jetzt längst in allen Instanzen verloren, ist also kein Asylbewerber mehr, er hat jetzt schon für sich selbst und für seine Familie lediglich "Duldungen" (Solche Ausweise wo steht "Vorübergehende Aussetzung der Abschiebung, Duldung, kein Aufenthaltstitel" usw.).

Und er, dieser Familienvater, der hat ja Kinder, die in die Schule gehen, und er will über diese Kinder eine Aufenthaltserlaubnis für die Kinder selbst und für sich selbst ergattern. Dafür braucht er aber die russischen Reisepässe zurück, für sich, für seine Frau und für die Kinder! Diese hatte er der Ausländerbehörde hier in Deutschland bei der Einreise abgegeben.

Die Ausländerbehörde in Deutschland gibt ihm selbstverständlich keine gültigen russischen Reisepässe jetzt wieder zurück, solange er mit seiner Familie noch hier in Deutschland verweilt! Diese vermutet ja sehr wohl, wozu er sie braucht, und das ist ja eigentlich nicht der Sinn und Zweck einer "Duldung".

Ich mache dem Familienvater in dieser Situation keine Vorwürfe, denn ich würde in seiner Situation das Gleiche versuchen. Außerdem kann ich ihm schlecht direkt ins Gesicht eine Hilfe absagen: er ist schließlich mein "Mitbürger", und er ist physisch und sozial viel stärker als ich, er ist ein gottesfürchtiger und respektierter Mitglied seiner Gesellschaft (muslimisch), und ich bin ein gar nichts, ein ethnischer Russe und (zumindest offiziell) nicht kriminell gewordener Pädophiler mit einem Hirntumor, der bald operiert werden muss (bin seit kurzem dadurch Epileptiker geworden, und dieser "Freund" weiß beides).

Eigentlich will ich ihm ja auch helfen, ans Wissen zu gelangen, wie er, wie er sagt, bei der russischen Botschaft bzw. bei dem russischen Konsulat, wieder an gültige russische Reisepässe für sich und seine Familie hier ran kommt und welche Unterlagen für die russische Botschaft er dazu braucht.

ABER: wegen den Unterschieden in unseren Aufenthaltsstatusen ist es so, dass er selber ja in die russische Botschaft gehen (oder diese Botschaft im Internet anklicken) und fragen darf, ich aber nicht! Denn falls ich das tue, dann "stelle ich mich unter den Schutz des vermeintlichen Verfolgerstaates" und verliere sofort unanfechtbar mein Asylverfahren und bin dann bestenfalls auch ein "Geduldeter". Das möchte ich aber auf keinen Fall freiwillig riskieren, möge der Typ auch zehnmal besser sein als ich! Da hört meine Hilfsbereitschaft wirklich auf, nicht für so eine Schlappe habe ich hier diese ganzen Jahre Deutsch gelernt!

Deshalb frage ich hier, ohne dass ich bei der russ. Botschaft frage: was braucht dieser Mann für die russ. Botschaft jetzt, um dort gült. russ. Reisepässe hier in Deutschland für sich, Frau und Kinder zu bekommen?

Reisepass, Familie, Deutschland, Aufenthaltstitel, Botschaft, Integration, asylbewerber
Was würdest du in dieser Situation tun, als Mutter?

Stell dir vor, du bist eine Mutter eines 5-jährigen Kindes. Alleinerziehend. Du selbst bist 35. Du wohnst in deinem privaten sehr großen Einfamilienhaus mit einem sehr großen Garten (mind. 1800 qm), immer noch zusammen mit deiner Mutter, die 70 ist und bald pflegebedürftig wird, in einem landschaftlichen Teil einer Großstadt. Du bist im Moment arbeitslos, bist aber eine Musiklehrerin von Beruf. Im diesem Haus wohnen auch deine Nichte, ihr Mann und ihr gemeinsamer Sohn (8 Jahre alt). Die letzteren sind keine Hauseigentümer, wohnen aber im Haus schon seit längerer Zeit, da deine Schwester, die bei ihrem Mann wohnte, vor langer Zeit tödlich verunglückt war und die Nichte damals sonst ein Waisenkind geworden wäre und ins Heim gemusst hätte. Als diese Nichte einen Mann heiratete zog sie freilich nicht zu ihm, sondern nahm auch ihn mit in dein Haus. Da es mittlerweile schon 6 Personen im Haus sind, gibt es immer wieder Konflikte miteinander, das Haus ist aber immer noch groß genug, um alle 6 gemütlich zu beherbergen.

Plötzlich erhälst du einen Jobangebot in einer Kleinstadt in der Türkei in hohen Bergen, weit weg von einer Großstadt, als Musiklehrerin, in einer deutschen Musikschule. In dieser kleinen Stadt gibt es seit Längerem ohnehin viele Deutsche, mit denen du dich gut verständigen könntest. Um dieses Angebot einzugehen, musst du einen Vertrag schließen, der besagt, dass du dort 15 Jahre als Musiklehrerin arbeiten musst, wohnen tust du dort in einer von der Musikschule gewährten Wohnung, die zu deinem Eigentum wird. Deine alte Mutter darfst du dorthin mitnehmen. Die will nicht mit dir dorthin, versteht aber, dass sie keine Wahl hat, wenn du den Vertrag mit der Musikschule in der Türkei schließt.

Du gehst dorthin mit deinem 5-jährigen Kind, um zu gucken, wie der Stand der Dinge dort ist, und sagst deinem Kind, du wirst dort mit ihm wohnen. Das Kind bricht in Tränen aus und fleht dich an, nach Hause zurückzukehren, in das wunderschöne Haus mit dem Garten, zu dem Rest der Familie. Du versuchst das Kind zu trösten und von den Vorteilen des türkischen Lebens zu erzählen, aber es lässt sich nicht trösten, es weint noch mehr, trostlos und erbärmlich.

Als du zuhause bist, um alles zu besprechen und zu entscheiden, freut sich dein 5-jähriger mit Freudestränen im Gesicht, über alle Maßen, und hofft zu bleiben.

Doch dann erfährst du, dass deine Nichte Pläne schmiedet, das Eigentumsrecht auf das gesamte Haus und Garten auf sich zu übertragen! Und du weißt, dass das deiner Nichte wahrscheinlich auch gelingen wird, da du auf sie ja nicht all die 15 Jahre aufpassen kannst, die du in der Türkei arbeiten würdest! Der Nichte sind alle Mittel Recht, um das Haus zu ihrem eigenen zu machen.

Und du hast die Wahl:

a) Weiter zuhause mit deinem Kind zu wohnen und einen Job zu suchen;

b) Das Angebot in der Türkei anzunehmen.

Würdest du dich in dieser Situation für a oder für b entscheiden?

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Sollte Deutschland das umstrittene Projekt NordStream 2 kündigen?

Liebe Leute,

ich bin einer, der 1990 in der Ostukraine geboren wurde, in dem Gebiet, das von Russland annektiert worden ist. Mein ganzes Leben musste ich leider woanders verbringen (war überwiegend nicht schön), aber ich habe dort 2 Sommerurlaube verbracht (als kleines Kind), in denen ich erfahren habe, was ein absolutes Glück bedeutet, Tag für Tag...

Ich habe immer davon geträumt, dorthin zurückzukehren, aber wegen seltsamen Einstellungen meiner Mutter (die mit mir weg war und anschließend auch unser Haus dort statt an mich an ihre Nichte und ihren Mann dort verschenkt hatte) ging das zu keiner Zeit.

Auch jetzt geht das nicht: ohne eigenes Haus bin ich dort niemand, man kennt mich dort auch nicht. Auch ich kenne den Ort nicht, sondern eher nur den Eindruck und das verschenkte Haus mit Garten. Außerdem bin ich ein Asylant hier (und das heißt, ich verliere das Recht, hier zu bleiben, wenn ich Deutschland auch nur für 1 Tag verlasse), und wegen Coronavirus kann nicht mal meine Mutter (eine "normale" russische Bürgerin) dorthin, geschweige denn ich.

Aber was mich am meisten bedrückt, wenn ich an meine Heimat, die ich nicht so gut kenne, denke, ist der militärische Konflikt dort, der immer wieder aufzuflammen droht. Ich fände es über alle Maßen traurig, wenn das Haus dort, das einmal unser war, irgendwann zerschlagen oder zerbombt wird, auch wenn dieses Haus uns schon seit Ewigkeiten nicht mehr gehört!

Damals, als Europa die russische Aggression in der Ukraine verurteilte, setzte ich meine Hoffnung auf Deutschland, Europa und NATO. Ich und die Verwandten, die im Haus dort wohnen, hofften auf Hilfe für die Ukraine gegen die Banditen, die jetzt dort im Osten herrschen, vieles zerstören und sich "Volksrepublik Donezk" nennen. Zumal der Aufschrei hier in Europa damals ziemlich laut war!

Und jetzt höre ich, NordStream 2 wird weiter gebaut, trotz allen widerlichen Aktionen Russlands wie die Annektion ukrainischer Gebiete, Vergiftungen von Politikern usw.

Von anderen spürbaren Sanktionen gegen Russland hört man jetzt auch nicht viel.

Warum eigentlich?

Ist denn allen nur das Geld wichtig, auch hier?

Was meint ihr: würde das Stoppen von NordStream 2 Putin stoppen und die Ukraine befreien?

Wie seht ihr die Situation in der Zukunft?

Politik, Frieden, Meinung, Militär, Putin, Russland, Ukraine-Krise