Für wen lebe ich überhaupt?

Für Informationen:

  • 17 Jahre (bald 18)
  • Nicht binär (Divers)
  • Mit ca. 14 diagnostiziert
  • Mit ca. 9/10 Jahren erstes Traumata

Ich möchte ehrlich gesagt nicht depressiv klingen, jedoch wurde ich vor ca. 4 Jahren mit schweren Depressionen diagnostiziert, und bin auch noch sehr weit davon entfernt als „gesund“ betitelt zu werden.

Ich frage mich dennoch, für wen ich überhaupt lebe.

Schon mit jungen Jahren hab ich viele Sachen erlebt und gesehen, mir wurde übrigens auch PTBS (=Posttraumatische Belastungsstörung) diagnostiziert, und noch vieles mehr wie z. B. ADHS, Suizidgedanken, soziale Angststörung, Essstörung etc.

Ich kämpfe seitdem ich mein erstes Trauma erlebt habe, an diesen psychischen Störungen, und seit gut 4 Jahren bin ich in Behandlung.

Mir geht es zwar im Großen und Ganzen inzwischen besser, und habe auch schon große Fortschritte gemacht, zum einem habe ich mich seit 71 Tagen nicht mehr selbst verletzt, und selbst das mache ich so gut wie überhaupt nicht mehr, aber da ich schon im jungen Alter schlimme Erfahrungen gemacht habe, und auch von anderen gesagt bekommen habe, dass ich keinen Grund hätte traurig, wütend, ängstlich etc. zu sein, habe ich nie richtig meine Gefühle verstanden (sogar heute noch) und zu anderen Mitteln gegriffen (selbst Verletzung)

Für die, die nicht verstehen, warum man sich selber verletzt:

  • Man möchte mal zur Abwechslung was anderes fühlen als leere.
  • Man ist für eine gewisse Zeit abgelegt.

Nicht nur das, ich habe es irgendwie geschafft, mit 12 Freunden mich zu streiten, was dann zum Kontaktabbruch führte, manche kannte ich seit 7 Jahren und wir waren dicke Freunde.

Aber jetzt ist es vorbei.

Zum Glück hatte ich zurzeit gerade jemanden kennengelernt und wir waren direkt Freunde.

Nun ja bis ich dann heute erfahren habe, dass es ihr nicht gut ginge und sie sich freiwillig in eine Klinik einwiesen lassen möchte.

Ich möchte es ihr nicht ausreden, da sie alt genug ist (21 Jahre) und wenn sie davon überzeugt sei, dass ihr dort geholfen werden könne, möchte ich es ihr nicht ausreden.

Das Problem wäre dabei jedoch, dass ich dann alleine sei.

(Jetzt mal ehrlich wer will schon alleine in der Schule sein)

Ich hab übrigens auch heute, von einer Schulsozialarbeiterin gesagt bekommen, dass ich mir lieber was anderes überlegen solle, was ich nach meinem Abschluss machen möchte, da es schwierig für mich werden könnte....

Und auf dem Nachhauseweg hab ich mir dann die Frage gestellt:

Für wen lebe ich überhaupt?

Weil ehrlich gesagt, mach ich alles nicht für mich...

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Für wen lebe ich überhaupt?

Die frage ist ganz einfach zu beantworten, du lebst nur für dich. Das solltest du so früh wie möglich kapieren. Du lebst nicht für die anderen, du willst leben, weil du leben willst.

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Wenn du denkst du bist depressiv, dann ab zu einem Hausarzt oder zu einem Therapeuten.

Lass dir auch mal die Blutwerte testen lassen, zwecks Schilddrüse.

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Es ist keine schlechte Idee nochmal in Therapie zu gehen.

Hattest du schon mal ein Klinik Aufenthalt gehabt in einer Psychosomatischen Klinik? Dann wäre dass mal eine Überlegung wert,

Gegen Antriebslossigkeit evtl Medikamenten nehmen oder lass erst mal zuerst deine Blutwerte testen, zwecks Schilddrüse. Rede mit deine Hausärzten oder Therapeuten am besten.

Du musst auch selber deinen Schweinehund überwinden. Auch wenn es schwer fällt.

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Ja, als Erwachsener

Bin zurzeit sogar in einer Psychosomatischen Klinik unterwegs.

Bin so am Anfang der Therapie, hatte davor keine Therapieerfahrung gehabt.

Ob es mir was bringt, wird sich mit der Zeit zeigen. Hab immerhin eine gute Therapeutin hier erwischt.

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Zu einem Therapeuten gehen, eventuell sich in eine Klinik einweisen lassen. Du musst wirklich lernen anderen zu vertrauen, weil es schwer wird deine Situation zu ändern.

Was du selber dafür tun kannst

- Viel Bewegung, sportliche Aktivitäten (wie z.B Laufen, Fitnessstudio, sich in ein Verein anmelden

- Viel mit Freunden unternehmen, viel in Soziale Kontakte zu sein

- Zur Ablenkung mal in die Natur gehen, Musik hören

Musst dir einfach selber überlegen, was dir freude bereitet.

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muss man die 24/7 tragen ?

Nein, die müssen auch mal aufgeladen werden.

dachte an eine Fitness Uhr… benutz Ihr solche ?

Ja

Welche sind zu empfehlen

Ich kann nur etwas empfehlen was ich selber benutze, Garmin Instinct. Ist aber für dein Benutzen zu viel des Guten, sind auch etwas teurer.

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Das beste Jahr seit langem

Ist wahr

Da ich schon lange Depressionen habe, habe ich dieses Jahr angefangen an mich zu arbeiten, hab mir auch viel gutes getan. Hatte zwar immer noch schlechte Phasen gehabt. Jetzt da ich in einer Klinik bin, kann das Jahr nur gut beendet werden.

War aber im Verhältnis der letzten Jahre, schon das beste Jahr seit langem. Das nächste Jahr kann nur besser werden.

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Vielleicht mal einer kleiner Klinik Aufenthalt. Mal ein abstand von der Familie und Schule.

Wie genau können wir dir helfen? Wir alle können es schlecht bewerten, wie es tatsächlich in dir Aussieht.

Ein Hausarzt ist vielleicht eine gute Anlaufstelle, entweder du hilfst dir selbst oder lässt dir helfen.

Alles Gute und frohe Weihnachten

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