Würde mir der Fehler je unterlaufen ein Kind in die Welt zu setzen, dann soll dieses Kind das tun und sein bzw. werden was es will. Muss aber letztlich auch mit den Konsequenzen leben. Es ist sein Leben, nicht meins und nicht deins.
Diese Logik man können bestimmen was aus einem Menschen wird, das kann man nicht einmal bei sich selbst anwenden.
Man kann bestenfalls einen Kurs legen und darauf hinarbeiten, aber von wegen das man die Kontrolle haben würde. Das ist eine Illusion. Ich mein hey... bist du denn alles was deine Eltern sich bei dir vorgestellt haben. Hast du ihre Erwartungen übertroffen? Haben sie sich überhaupt welche gestellt. Ist halt auch die Frage. Die Frage nach der Art und Weise wie man in der Lage ist, wie frei man ist, sich zu entwickeln und ob man das auch kann oder konnte. Erwartungen zu erfüllen hatte oder nicht.
Ich denke in einem solchen Fall (Sohn will weiblich sein) ist das auch einfach keine Entscheidung. Sollte es zumindest nicht sein. Das ist nicht wie Mode. Heute bin ich Mann und morgen bin ich Frau. Das es teils so gehandelt wird, DAS ist das problematische an der Sache.
Menschen sind wie sie sind. So wie man sich seine Eltern und Familie nicht ausgesucht hat, so wird man sich auch seine Kinder und deren Entwicklung nicht aussuchen können. Man kann sie beeinflussen und mehr oder weniger steuern. Aber letztlich wird es werden wie es eben wird. Da kann man am Ende mehr kaputt machen, wenn man es falsch angeht.
Man muss die Menschen nehmen wie sie sind. Andere hat man nicht.
So ist das auch mit einem selbst. Ich meine hey... wer ist man denn selbst?
Perfektion? Jedermanns Liebling? Janee.
Niemand sucht sich aus wie oder was er ist. Man muss damit leben und in manchen Szenarien... nun, da gelingt das nicht. Da muss man dann eine Lösung für sich finden, mit der man eher leben kann.
Ist halt die Frage, ob das dann auch wirklich die Lösung ist. Ob man sich dessen sicher ist.
Das ist dann an dem Kind, es für sich herauszufinden.
Dazu muss es aber auch in der Lage sein.
Mitunter ist es vielleicht schon von Anfang an ziemlich sicher, aber in der Regel denke ich, dass es vielen eher von anderen weiß gemacht und aufgedrängt wird.
Da ist es vielleicht eher Glauben als Wissen. Unsicherheiten die gefördert werden.
Es wundert mich absolut nicht, dass das sehr viel mehr Thema ist als jemals zuvor. Ich kann zwar nicht sagen, dass Menschen noch nie in solcher Unsicherheit aufgewachsen sind, aber zumindest die Art und Weise wie diese Unsicherheit die Gesellschaften bestimmen und auch diese Masse und letztlich die Vernetzung.
Das ist neu.
Mit den Themen wurdest du zuvor wahrscheinlich nie konfrontiert. Höchstens wenn es bei dir halt tatsächlich wirklich auch Thema war.
Aber da dann halt auch die Frage, was man da dann damit oder daran machen konnte.
Kinder sollten einfach aufwachsen und am Ende von sich aus zu dem Schluss kommen dürfen. Dann kann man damit auch anfangen zu arbeiten. Dann wenn es von sich aus zum Thema wird. Die Chance dazu ist eigentlich minimal.
Es gibt unzählige Dinge welche man am Ende für sein Kind nicht wünscht.
Am Ende muss man sich fragen, was man denn überhaupt in der Hand hat.
Was wenn dein Sohn behindert auf die Welt kommt? Schwerst geistig oder körperlich eingeschränkt? Wenngleich man hierbei denke ich durchaus auch von einer Art Behinderung sprechen kann.
Was wenn dein Sohn drogenabhängig oder kriminell wird oder irgendwas mit dem du absolut nicht einverstanden wärst, abgesehen davon?
Hättest du vielleicht lieber einen Sohn der sagen wir... Pädophil wird/ ist?
Sucht man sich nämlich auch nicht aus un ist damit vielleicht sogar das bessere Beispiel.
Es gibt keine totale Kontrolle, man hat nicht die Macht die Dinge so zu richten wie man sie haben will, weder für sich, noch für andere.
Einfluss... das ist alles was man hat und nehmen kann. Manche Dinge sind oder werden wie sie sind/ werden. Oftmals brauch man sich nicht einmal wirklich Vorwürfe zu machen, es sei denn man hat sich wirklich etwas vorzuwerfen.
Kinder gibt man aber egal wie nicht einfach ab oder weg.
Wenn man so denkt, dann sollte man niemals überhaupt daran denken welche in die Welt zu setzen. Da sind dann nicht die Kinder das Problem, sondern man selbst.
Damit kann der Sohn oder die Tochter echt alles werden, es wäre immernoch besser als das was man selbst als Vater oder Mutter ist.
Wenn du was erschaffen willst, das so sein soll wie du das haben willst, dann sollte es nichts lebendiges sein. Weil das Leben bestimmt größtenteils selbst wie es ist. Da hat nicht einmal das Lebewesen selbst die Kontrolle darüber.