"Die Farbe Orange bekam ihren Namen wie schon erwartet von der Frucht Orange. Aber Orange war nicht immer als Farbe bekannt. Früher gab es in Europa diese Bezeichnung nicht. Auch spielte diese Farbe im Leben eines mittelalterlichen Europäers keine Rolle. Man verwendete Orange weder auf Gemälden noch als Kleidungsfarbe. Man kannte diese Farbe einfach nicht, weil sie auf diese Art und Weise bei uns in Europa nicht natürlich vorkam. Orange wurde immer als Gelb oder helles Rot bezeichnet. Auch heute noch sagen viele Leute nicht „Orange“ zu den Tönen der untergehenden Sonne."

Geschichte und Entdeckung der Farbe Orange - Orange Sinne (orange-sinne.de)

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Ich mag eher Heimatliebe. "Nation" klingt für mich immer nach Politik, nach nationalen Grenzen und solchen Dingen. "Heimat" klingt für mich angenehmer, das hat auch nichts mit Grenzen zu tun oder politischen Gegebenheiten.

„Ich liebe mein Vaterland nicht, weil es mein Vaterland ist, sondern weil ich es schön finde. Ich habe Heimatgefühl, aber keinen Patriotismus.“

(Arthur Schnitzler)

So ist das bei mir auch. Deutschland ist an vielen Stellen schön.
Ich mag das alles auch, dennoch ist "Stolz" kein passendes Wort.
Isländer lieben ihre schöne Insel auch. Aber sie empfinden eher eine Art Demut darüber, an so einem tollen Ort leben zu dürfen.

Als ich mich aus Island verabschiedete, sagte Örvar zu mir:
"Wir dürfen hier noch bleiben." Ich fand diesen Satz recht beeindruckend, das ist nicht Stolz, sondern Dankbarkeit darüber, dort eben leben zu dürfen.

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Sprachen sterben wie Dialekte unter anderem dadurch aus, dass sie von einer weit verbreiteten Sprache (z.B. der Hauptsprache des Landes) verdrängt bzw. ersetzt werden. Wer in Australien studieren möchte, wird dies wohl mit der englischen Sprache machen, und nicht in einer der zahlreichen Aborigine-Sprachen, die es dort noch gibt. Es gab mehr als 100 Aborigine-Sprachen, alle davon sind auf dem absteigenden Ast.

Sehr oft ist es so, dass "kleinere" Sprachen und Dialekte von älteren Menschen gesprochen werden, die jüngeren Menschen aber lieber eine "größere" Sprache (wie Englisch in Australien) benutzen, da sie damit auch bessere Ausbildungs- und Berufschancen in der modernen Welt haben.

Es gibt natürlich auch kleinere Sprachen, die durch Sprachunterricht an Schulen gefördert werden. Älvdalisch in Schweden wird auf diese Weise gefördert. Allerdings wird dies nur in ein paar kleinen, abgelegenen Orten benutzt (2000 bis 3000 Leute, mehr sind es nicht - ich war mal dort), und wer studieren will in Schweden, macht das auch dort in Schwedisch.

Ich habe jetzt auch ein Buch in älvdalischer Sprache, und somit das Projekt mit ein paar Euro ein wenig unterstützt. :)

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Ich kaufe Bücher meist in solchen Fällen, bei denen man sie eben nur dort bekommt (und nicht bei uns in der Bücherei). In Schweden habe ich ein Buch in älvdalischer Sprache gekauft (in Älvdalen selber), so etwas bekommt man in Deutschland vermutlich überhaupt nicht.

Ansonsten bin ich natürlich auch zufrieden, wenn man etwas online lesen kann.
Früher habe ich auch in der Bücherei ausgeliehen.

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Es gibt (regional unterschiedlich) das Wort Emmes (oder Immes, Ims oder Imbs).

"Es bezeichnet in verschiedenen süddeutschen, lothringischen und elsässischen Dialekten einen Imbiss, ein Gastmahl oder einen Leichenschmaus[1][2][3] (von Mittelhochdeutsch „immesse“ = Imbiss).[4] 

Im Saarländischen Dialekt ist damit ein Fest mit meist einer warmen Mahlzeit und einer Zwischenmahlzeit (meist Nachmittagskaffee) gemeint, an der in irgendeiner Form die Dorfgemeinschaft Anteil nimmt, bzw. einen Besuch abstattet. Beispiele sind Kirmes, Hochzeit, (Goldene) Kommunion, Runder Geburtstag und Leichenschmaus."

Emmes – Wikipedia

Mein Vater ist aus Saarlouis, dort gibt es die "Emmes", das ist ein Volksfest, natürlich auch mit Essen/Imbiss verbunden.

Woher stammte deine Oma, wenn ich das fragen darf?!

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Ich mag das, weil es für mich viel mit Humor zu tun hat. Viele großartige Komiker kommen von dort, mein Kollege aus NRW ist zwar nicht berühmt, aber ich finde seinen Humor einfach toll.

Auch Walter Moers mag ich "und dann kotzte der Hunt in den Wagen. Hunt mit t." er schreibt zwar nicht auf Ruhrdeutsch, hat aber auch diesen Humor.

"Ich ess mir mal wat."

Schöner Dativ.

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Ja so gesehen natürlich schon.
Das erwähne ich ja auch gerne bei solchen Debatten (etwa bei "in der DDR war es gar nicht so schlecht"). Das Leben hängt ja nicht allein vom politischen System ab, sondern ist vor allem auch durch Gesundheit und Alter bestimmt.

Jemand, der an die DDR zurückdenkt, meint damit womöglich gar nicht das politische System, sondern seine Jugendzeit, seine erste Freundin, und alle Erlebnisse im familiären Umfeld. Und all das kann ja schön gewesen sein (auch wenn das System sehr bescheiden war).

Und mir geht das ja auch so: alle Erlebnisse von frühester Kindheit bis etwa 15 Jahren hatten praktisch nichts mit dem politischen System zu tun. Das war mir damals ziemlich egal.

Ich kann schon verstehen, wenn man sagt "manches war früher besser." - dennoch muss man eben dazu sagen, was man genau damit meint.

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Chinesisch ist eine Tonsprache, d.h. die Silben haben steigende, fallende oder andere Verläufe in der Tonhöhe der Stimme (das ist allerdings auch bei vielen anderen Sprachen so, etwa Vietnamesisch).

Japanisch ist keine Tonsprache, allerdings ist auch das wiederum nicht ganz so einfach, denn es gibt einen sog. "melodischen" Akzent, den aber auch z.B. Schwedisch hat.

Ich kann auch kein Japanisch, aber manchmal höre ich das Wort "desu" heraus.
"atsui desu = es ist heiß" Das Wort "Ja" ist im Japanischen "hai" - manchmal wird auch mit "so" bestätigt (oder "sososo" habe ich auch schon gehört).

Japanisch hat oft lange Wörter (chinesische Wörter sind oft einsilbig oder zweisilbig).  umarenagara, sazukerarete, shinakereba

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Nein, sie ist gar nicht gut. Sämtliche große Unternehmen raten davon ab, ihre Pläne würden unserer Wirtschaft massiv schaden (und die Preise weiter erhöhen). Zudem würden wir die Probleme am Arbeitsmarkt erhöhen (schon jetzt haben Betriebe Probleme, Leute zu finden).

Und sie ist anti-modern (dass die Moderne ein Feindbild ist, schreibt Höcke explizit in seinem Buch), sie wollen in die (ausländerfreien) 50er Jahre zurück.

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Ja, darf man

Ich liebe das Lied "Schwarzbraun ist die Haselnoss" (von Walter Moers).
Eine Comicversion mit Darstellungen von Adolf und Blondie (Hund).
Leider finde ich das nicht mehr im Internet.

Auch gibt es "Ich sitz in meinem Bonker" (mitten in Berlin...).

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Tja, das ist wohl das neue Selbstbewusstsein. Heutzutage muss man auch reich und gut gekleidet sein, um von armen Menschen gewählt zu werden. Offenbar benötigen arme Menschen etwas zum Aufschauen, früher gab es Marienerscheinungen - "Maria hat geholfen" hieß es dann.

Heute gibt es eine Zarenknecht-Erscheinung als neue Lichtgestalt.
Sie ward vom großen, mächtigen Zaren gesandt, um den Frieden über die Welt zu bringen, im roten Gewande...

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1) Mir fällt erstmal nur eine Stelle ein aus Grímnismál, einem Agnarr wird versprochen, einmal "Gotna landi" zu beherrschen, also das "Land der Goten". Allerdings ist mir unklar, welches Gebiet genau gemeint ist, entweder "Götaland" (Südschweden) oder "Gotland" (eine Insel, welche zu Schweden gehört) oder womöglich eine Vorstellung eines "gotischen" Landes in Nordpolen oder sonstwo weiter im Süden. 

Und zwar sagt dies Odin zu Agnarr, weil dieser der einzige war, der ihm etwas zu essen und zu trinken gab, als er acht Nächte zwischen zwei Feuern gefangen gehalten wurde.

https://en.wikipedia.org/wiki/Agnarr_Geirr%C3%B6%C3%B0sson

"Átta nætr sat ec milli elda hér,
svá at mér mangi mat né bauð,
nema einn Agnarr, er einn scal ráða,
Geirroðar sonr, Gotna landi."

Acht Nächte saß ich zwischen Feuern hier,
so dass mir niemand Mahl nicht bot,
außer allein Agnarr, der eines Tags soll herrschen,
Geirröds Sohn, der Goten Land.

Agnarr soll das Erbe von Geirröd angetreten haben, allerdings war dieser ein "Sagenkönig", keine historische Figur. Der Kampf gegen die Goten war im Norden ein noch sehr spät gebrauchtes Bild - selbst in der späteren dänischen Nationalhymne wurde noch gegen "die Goten" gekämpft (obwohl es eigentlich keine mehr gab). 

2) Ansonsten gibt es natürlich viele Prophetien, zum einen die um Ragnarök ("Götterdämmerung") und danach die um die "Neue Welt", denn nach dem Untergang der alten Götter soll es eine neue Welt geben, beschrieben wird darin ein Wasserfall und ein Adler. (Ende des Textes Völuspá)

Auch wird gesagt, dass Baldur wiederkommen wird. Baldur war ja zuvor gestorben (die Sache mit dem Mistelpfeil...). 

Die Edda kennt sehr viele Orte, allerdings sind die meisten von ihnen nicht lokalisierbar, sie sind eher mythologisch zu sehen. (so wie "Nibelheim" oder "Muspellsheim") Manchmal stehen die Orte für bestimmte archetypische Eigenschaften.

Nibelheim (daher auch "Nibelungen") steht für den Nebel, die Kälte, das Eis oder den Winter. Muspellsheim steht für Vulkanismus und Feuer (daher auch "Muspilli", eine althochdeutsche Dichtung). Andere Orte stehen für Wasser, wiederum andere für das Glück (Gladsheim, das auch mit "Frohheim" übersetzt wird), es gibt "Elbenheim", "Helheim" usw. 

Aber reale Orte kann man diesen meist nicht zuordnen.

3) Eine Sache fällt mir noch ein: Reidgotaland wird erwähnt, womöglich wurde damit das Weichselgebiet gemeint (die Weichsel fließt durch Polen). Land der "Reitgoten" - vielleicht sind damit die Ostgoten gemeint, dazu passt, dass auch Theoderich (der Ostgote) im Norden erwähnt wird. (Runenstein von Rök).

Das wird aber eher erzählend verwendet, weniger prophetisch. Auch wird "Hunaland" (Hunnenland) als Begriff benutzt. Ob damit Ungarn oder ein anderes Gebiet weiter nördlich gemeint ist (Gebiet der Franken), ist nicht so ganz klar. Auch "Saxland" (Sachsenland) wird erwähnt. Dies aber alles in einem epischen (nicht prophetischen) Kontext.

Man darf auch nicht vergessen, dass es damals schon die Trennung in Nordgermanen, Ostgermanen (Goten und andere) und Westgermanen (Franken, Sachsen...) gab. Und die Nordgermanen lagen mitunter im Clinch gegen andere germanische Gruppen. 

König Harald "Blauzahn" von Dänemark beendete aber den Clinch gegen die Sachsen (Niedersachsen), auch indem er das Christentum annahm. Und sein Vater Gorm war der letzte dänische Herrscher, der noch den germanischen Göttern huldigte. 

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Ich bin ja gewissermaßen auch "Neuschwabe" (und als Saarländer merkt man natürlich gewisse Unterschiede). Aber inzwischen bestelle ich auch ein "Weckle" oder sage "Grüß Gott" und "Adé", ohne dass mir das noch groß auffällt. Und das "isch" (anstelle von "ist") habe ich mir auch schon angewöhnt.

Des musch halt so macha, un nâ goht des au.

Un wenn's amol ned so ganz basst, nâ isch es au ned so schlimm.

Ein wenig habe ich von einem Freund gelernt, der in der Nähe von Horb aufgewachsen ist. Witzig finde ich das Wort "nâ" (mit a-Nasal), es wird sowohl im Sinne von "dann" benutzt, als auch im Sinne von "hin".

Mol amol a Mâle nâ. = Mal einmal ein Männlein hin.

neilega = hineinlegen, nâlega = hinlegen

Ältere Schwaben nutzen noch "Mâ" (auch mit a-Nasal) für "Mann".

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Das Adjektiv "esoterisch" stammt aus der griechischen Sprache, ἐσωτερικός (esoterikos) heißt "zu einem inneren Kreis gehörig". Das Wort betont also, dass es eine Lehre ist, die nur Eingeweihten (also dem inneren Kreis) zugänglich ist. Man muss es also erlernen, von alleine kann man so etwas nicht.

"Handlesen, Pendeln und Kartenlegen sind klassische esoterische Praktiken."

Ich würde auch den Inhalt des "Voynich-Manuskripts" als esoterisch bezeichnen, da das Buch eine Geheimschrift benutzt, die sicher nur wenigen Menschen damals bekannt war - und später in Vergessenheit geriet.

Das Adjektiv "spirituell" stammt aus der lateinischen Sprache, spiritus ist der Geist, und dieser Begriff ist bei uns tendenziell etwas positiver belegt als "esoterisch".
Alles, was den eigenen Geist "erweitert", kann spirituell genannt werden, auch zum Beispiel eine Reise in den Himalaya, wenn man dort ein tibetisches Kloster besuchen möchte. Alles, was religiös oder im weitesten Sinne geistig/metaphysisch ist, könnte man auch so nennen.

Natürlich gibt es auch Überschneidungen, und in vielen Situationen kann man wohl eines der beiden Adjektive beliebig verwenden.

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Ich kann zwar etwas Schwedisch, kannte seine Texte aber bisher nicht.

"Jag hissar haydnflaggan – det betyder:
”Vi ger oss inte. Men vill fred.” "

Ich hisse die Haydn-Flagge - das bedeutet:
Wir ergeben uns nicht. Aber wir wollen Frieden.

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Finde ich gut👍

Ist ok, das wäre etwas, was auch einen praktischen Nutzen hätte.
Aktuell muss sich unser ukrainischer Vereinskollege (Schachverein) immer per Smartphone (mit Übersetzungsfunktion) helfen.

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Ja

Es ist ein griechischer Buchstabe.

Σ oder (klein geschrieben) σ

Diese Symbole spielen eine Rolle in der Mathematik und der Physik.
Und natürlich in der griechischen Sprache:
Θεσσαλονίκη = Thessaloniki (mit 2 kleinen σ) oder
Σαλονίκη = Saloniki (mit einem großen Σ)

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