Würdet ihr hier Hilfe von euren minderjährigen Kindern erwarten?

Wenn es einen Monat ganz schlecht läuft (wihlgemerkt: die Mutter hat nicht geprasst) und die Haushaltskasse schon zur Monatsmitte fast leer ist. Gleich gesagt, die Kinder, 11 und fast 15, sind nicht materiell total verwöhnt, bekommen aber alles, was sie brauchen.

Die Mutter hat die beiden jetzt gebeten, bis zum Ersten aus der Spardose etwas zum Haushaltsgeld dazugegeben, sie möchte weder in den Dispo noch ihre Eltern anpumpen. Der Vater zahlt Unterhalt, aber er könnte auch nur ein Darlehen geben, das natürlich zurück gezahlt werden müsste.

Kind 1 (hat mehr Geld) ist dagegen, "Ungern, weil das soll ja so sein, dass ich das nicht wiederkriege. Hast doch das Geld von Papa und unser Kindergeld. Und wenn, dann auch nur, wenn mein Bruder gensuso viel bezahlt. Ich geb nicht mehr als der".

Kind 2 hat nur noch ca. 35 Euro, da er sich erst kürzlich einen Wunsch vom Spargeld erfüllt hat. Er wäre damit einverstanden, wenn seine Schwester (essgestört, mal isst sie fast nichts und ein andermal total viel) nicht wieder alles allein wegisst.

Das ist nämlich schon öfter vorgekommen, dass sie sich, wenn die Mutter weg war, in der Küche eingeschlossen hat (der Bruder kam also nicht ans Essen), das für beide gedachte Mittagessen verputzt hat und noch etliches mehr. Wenn die Mutter was sagt, heisst es: "Ich muss doch zunehmen". (in Therapie ist sie seit kurzem wieder, aber das geht ja nicht über Nacht).

Wohl gemerkt, es sind noch paar Vorräte da, aber halt nichts frisches.

Würdet ihr als Eltern hier die Hilfe der Kinder erwarten, und wenn, wie? Wer mehr hat, gibt mehr, oder jeder 35 Euro, und irgendwann gibt es halt nur nich Dosensuppen und so?

Finanzen, pleite

Wie hättet ihr hier reagiert (Essen, Teenager)?

Max hst am Wochenende seine Kinder Moritz, 11, und Marta, 14, bei sich. Seine Freundin Sarah wollte zum Abendessen (Brotzeit) kommen und rief an, was sie noch mitbringen soll.

Marta rief nonstop im Hintergrund ganze viermal: bring Corned Beef mit! Sarah brachte es auch, stellte es auf den Tisch, und beim Essen nahm Max davon.

Marta seufzte theatralisch,Max fragte, wahllos sei, und sie sagte Nichts in einem Ton, der das Gegenteil bewies. Dann nahm Moritz den Teller mit dem Corned Beef, und sie russ ihn weg, flippte aus und schrie rum, er solle seine ungewaschenen Drecksfinger da wegnehmen.

Max als Vater fragte ganz erstaunt, was denn jetzt abging, und Marta sagte, SIE habe gesagt, sie will Corned Beef, das sei für sie, nicht genug, dass Max da gleich dran gegangen wäre, jetzt müsse nicht ihr fetter Drecksbruder noch mehr wegfressen.

Sarah und Max meinten, das sei ja wohl für alle und würde auch für alle reichen, aber Martawollte es partout allein essen, sie wäre ja schließlichmsl magersüchtig gewesen.

Worauf Sarah entnervt Sagte, dann solle sie es um des lieben Friedens willen allein Essen, aber die sechs Euro müsse sie ihr natürlich dann wiedergeben. Sie und nicht ihr Vater, und bitte heute noch. Denn für ihren Privatgenuss ginge sie nicht arbeiten.

Marta hat die restlichen Scheiben tatsächlich zusammengerollt und sie ohne Brot regelrecht inhaliert. Sarah wollte die sechs Euro, Max stimmte ihr zu, und Marta sagte, ihr Taschengeld für April sei alle. Darauf bekam sie von Max mächtig Ärger, sie habe das mit den sechs Euro gewusst, bevor sie sich alles reingestopft habe, aber trotzdem alles essen und dann kein Geld haben fand er unmöglich. Er schimpfte so doll, dass selbst Sarah es zu viel fand.

Am Ende zahlte er demonstrativ das Geld und kündigte an, dass Marta, um das wieder rein zu kriegen, am nächsten Tag nicht mit zum Eisessen könne.

Worauf sie natürlich doch mitging, einsperren ging ja schlecht, und auch bestellte. Max sagte direkt zur Bedienung, er rate ihr zur Vorkasse, denn seine Tochter sei heute nicht eingeladen, wisse auch warum und habe gestern noch gesagt, sie hätte kein Geld mehr.

Marta machte eine richtige Szene, fragte Sarah, die auch nicht für sie bezahlen wollte und heulte rum, sie solle doch essen wegen der Magersucht, und gleichzeitigdürfte sie nicht. Dann wollte sie den Schlüssel und heimgehen (den Schlüssel bekam sie nicht) und fing schließlich an, es wäre vielleicht besser so, sonst werde sie noch so fett wie Moritz und Sarah, an deren Stelle sie wenigstens keine Sahne genommen hätte.

Sarah war sehr verletzt, sagte aber scheinbar locker, sie wüsste,,dass sie Übergewicht habe, aber wenn Moritz zu fett wäre, müsse es Max doch auch sein, aber um das zu sagen wäre sie wohl zu feige. Dass sie feige wäre, wüssten alle, aber dass sie SO feige sei, fände sie direkt ekelhaft. Und nächstes Wochenende an den Strand, das sollte eine (mit der Mutter der Kinder natürlich abgesprochene) Überraschung sein, da hätte sie keinen Bockmehr.

Max hat zugestimmt und gesagt, dann fahren sie zu dritt, Marta könne ja bei der Mutter bleiben und ihr beim Putzen helfen. Marta ist jetzt obersauer, aber ok.

Ich finde das ein bisschen hart, was meint ihr?

Figur, Essen, Beleidigung, Streit

Fremdes Kind "bestrafen"?

Anna (Name geändert) hat sich letztes Jahr einen Isländer gekauft. Sie geht gern mit dem Pferd, ihrer Freundin Berta und deren Kindern Conny und Dora, 9 und fast 7, spazieren, wobei die Kinder abwechselnd auf dem Pferd sitzen dürfen und geführt werden. in der Regel wechseln sie so, dass jedes Kind zweimal reitet).

Conny will immer zuerst und sass dann grinsend im Sattel: ich reite, aber du musst laufen! Dora ging darauf wohl nicht ein, und Berta sagte noch: dafür läufst nachher du, und deine Schwester reitet.

Anna achtet, um Streit zu vermeiden, immer auf die festen Wechselzeiten, und als die Kinder tauschten, schlurfte Conny mit Leidensmiene den anderen hinterher, so dass ihre Mutter sie zweimal ermahnen musste, nicht so zu trödeln.

Als sie dann wieder auf dem Pferd sass und Dora "normal" mit den anderen mitging, also weder Trödeln noch Leidensmiene, hänselte Conny sie wieder, dass sie laufen müsse, während sie selbst reiten durfte. Und meinte dann, ob man nicht noch über den Hügel gehen könne, weil es so schön wäre, sie würde ja dsnn bergauf reiten und Dora würde laufen.

Anna, der das Pferd gehört, die aber nicht die Mutter der beiden ist, hielt dann an, sagte: "Sofort kommst du da runter" und wollte sie vom Pferd heben. Das Mädel klammerte sich fest und schrieb, das sei unfair, aber Anna zog sie trotzdem runter, natürlich nicht mit brutaler Gewalt, und setzte die jüngere Schwester drauf.

Berta sagte noch "richtig so" und bestand drauf, dass noch über den Hügel gegangen wurde. Conny heulte die ganze Zeit Rotz und Wasser, bis Berta ihr drohte, es geschähe ihr recht, sie dürfe, wenn sie nicht aufhörte, nie wieder aufs Pferd, sofern Anna sie überhaupt noch mal reiten lassen wollte.

Die Stimmung war insgesamt nicht mehr gut. Und obwohl es für Berta sls Mutter ok war, fragte Anna mich, ob das ok war, dass sie reagiert hat und nicht die Mutter. Ich finde, es war ok, zumal es ihr Pferd ist, aber sie ist imner noch unsicher. Was meint ihr?

Geschwister, Strafe