Warum machen Leute immer so ein Drama, wenn jemand keine Kinder will?

Vor allem ältere Menschen, die selber Kinder haben.

Ich will keine Kinder haben und das steht fest. Ich will auch keinen festen Freund/Ehemann. Meine Pläne für die Zukunft bestehen darin, etwas zu machen, was mir Spaß macht, viel Geld zu verdienen und hoffentlich berühmt zu werden (sorry, wenn das eingebildet klingt). Kinder haben in dem Leben, das ich will einfach keinen Platz.

Sie schreien, machen Sachen kaputt, stellen nervige Fragen a la "Warum ist dein Hut rot?" und brauchen die ganze Zeit Aufmerksamkeit. Kleine Kinder neigen auch oft dazu, eklige Dinge zu machen wie z. B. ihre Kotze/Pipi/Kacke überall um sich herum zu verteilen. Auch beim Essen machen sie eine riesige Unordnung. Sie kosten viel Geld und Zeit und man hat mit ihren so gut wie keine Freiheit mehr. Dazu kommt noch, dass ich eine Phobie vor Schwangerschaft, Geburt und Stillen habe. Aber das Schlimmste ist, dass sie oft keine Privatsphäre respektieren. Beispiel: Mutter geht Duschen, Kind kommt mit und schaut ihr dabei zu. (Warum erlauben Eltern ihren Kindern sowas? Wenn es jemand weiß, erklärt es mir bitte.) Natürlich sind nicht alle Kinder so, aber die Meisten.

Eigentlich mag ich Kinder, aber nur solange es nicht meine eigenen sind, denn wenn ich nicht Mutter/Vater des Kindes bin, muss ich auch nicht mit all den Problemen zurechtkommen.

Warum müssen Leute mir immer sagen, dass ich meine Meinung noch ändern und doch Kinder haben werde? Das ist doch mein Leben und meine Entscheidung.

Was ich nicht hören möchte: - Kinder sind etwas Wundervolles. - Warte einfach ab. - Du warst auch mal ein Kind. - Und wenn deine Eltern dich nicht gewollt hätten? - Ein Leben ohne Kinder hat keinen Sinn. - Erst wenn du Kinder hast, wirst du Liebe/Schmerz/Müdigmeit kennen. - Du bist so egoistisch!

Lavinius

Kinder, Familie, Psychologie, babies, Gesellschaft, Kinder und Erziehung, Liebe und Beziehung, Zukunftspläne
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Kennt jemand gute Kontrasprüche gegen “Sei noch so lange Kind, wie du kannst!“?

Ich bin 14 und werde fast immer auf 15 geschätzt. Ich habe Interessen und Eigenschaften, die man eher Teenagern zuordnet aber auch welche, die mehr für Erwachsene typisch sind. Unter anderem:

- ich bin eher ruhig und introvertiert (ich mag keine großen Partys usw.)

- ich habe einen eigenen Kledungsstil, statt Trends zu folgen

- ich kann mit Geld umgehen

- ich beschäftige mich mit Fragen wie “Wie will ich später leben?“, “Will ich Kinder haben?“ usw.

- die Art, wie ich spreche

- ich neige dazu, mir oft Gedanken zu machen

Eigentlich ist es ja nichts Ungewöhnliches und ich kenne auch andere Jugendliche, die erwachsene Eigenschaften besitzen. Und vor allem sehe ich nicht ein, was daran so schlimm sein soll. Es gibt nämlich immer wieder Leute, die das behaupten. Sie sagen dann Sachen wie: “Du wirst deine Kindheit vermissen.“ - “Sei noch so lange Kind, wie du kannst.“ - “Glaube mir, es ist die schönste Zeit deines Lebens.“. Aber ich mag es einfach nicht, ein Kind zu sein. Außerdem bin ich mir sicher, dass es diese Art von Menschen ist, der man es nie Recht machen kann. Wenn ich “noch meine Kindheit ausleben“ würde, würden sie wahrscheinlich irgendwas á la “Du verhältst dich, als wärst du 4 und nicht 14.“ oder “Bist du dir selber nicht peinlich? Werde endlich erwachsen!“ sagen.

Ich weiß, dass mir immer wieder nervige Menschen begegnen werden und dass diese zur Lebenserfahrung dazugehören. Trotzdem mag ich sie nicht und will irgendwas dagegen unternehmen. Wie kann man diese Sprüche kontern?

Lavinius

Kinder, Freundschaft, Menschen, Psychologie, Liebe und Beziehung, Nervige Menschen
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Was finden die meisten Menschen so toll daran, ein Kind zu sein?

Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Es wird einem alles von den Eltern vorgeschrieben: wie man sich kleidet, was man isst, wann man ins Bett geht... Man darf nirgendwo ohne Eltern hingehen und hat kein Geld, denn selbst wenn man Taschengeld bekommt, sind es nur 1-5€ pro Woche.

Man darf keine interessanten Filme/Bücher schauen/lesen, da die für Kinder oft total langweilig sind und alles andere ja das Kind traumatisieren kann. Filme/Bücher/Serien für Kinder haben total langweilige Charaktere und keine kreative/spannende Handlung, sondern es wird aus einer alltäglichen Sache ein “Abenteuer“ gemacht. Außerdem gibt es sie normalerweise nur in Zeichnentrick-Version.

Wenn man ein Kind ist, bekommt man von seinen Eltern dauernd Lügen erzählt. Ich sage nur: Christkind, Osterhase, Zahnfee.

Einen eigenen Kleidungsstil hat man als Kind nicht. Entweder kleiden die Eltern das Kind nach einem Stil, den sie mögen oder man bekommt einfach die billigsten Sachen und/oder die getragenen Klamotten von seinen Geschwistern. Kinderkleidung gibt es sowieso meistens nur in einem Stil: übermäßig bunt und möglichst praktisch/süß. Man hat auch keine eigene Persönlichkeit, man ist einfach nur Kind.

Das Schlimmste ist, dass man als Kind nie ernstgenommen oder respektiert wird. Wenn man seine Meinung äußern will, kommen nur Sprüche á la: “Du bist noch ein Kind, du hast keine Ahnung.“. Die Leute sagen dann einem auch Sachen, die sie zu einem Erwachesenen niemals sagen würden.

Viele sagen, dass das Schöne am Kindsein ist, dass man dann keine Sorgen hat. Aber für mich gehören Sorgen zum Leben dazu. Ein Leben ohne Sorgen wäre für mich zwar einfach, aber unvollständig.

Wenn jemand Kind sein will, ist das vollkommen okay und sein/ihr gutes Recht. Aber in meinem Leben hat das Kindsein einfach keinen Platz. Ich will weder Kinder haben, noch selber Kind sein.

Kinder, Familie, Jugendliche, Psychologie, Erwachsene, Kinder und Erziehung, Kindheit
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