Ja, das ist normal.

Nicht jeder hat eine Waschmaschine zu Hause. Ich hatte längere Zeit auch keine und habe meine Wäsche im Waschsalon gewaschen. Dafür musste ich die Wäsche natürlich auch dahin tragen. Das ist doch nichts Ungewöhnliches. Wie soll man seine Wäsche denn sonst dort hinbekommen??

Es interessiert wirklich niemanden, was du wäschst. Wirklich GAR NICHT! Andere waschen ja auch ihre Unterwäsche und dreckigen Socken dort. Wäsche ist halt irgendwann dreckig und muss gewaschen werden. Das ist doch jedem Menschen klar. Keiner findet es komisch, wenn du schmutzige Wäsche wäschst und sie dafür durch die Stadt zum Waschsalon schleppen musst.

Beim Waschsalon zu waschen, ist auch kein Zeichen für Armut o.Ä. Wie gesagt – nicht jeder hat eine Waschmaschine zu Hause (z.B. Studenten im Studentenwohnheim). Es ist gar nicht so ungewöhnlich, zum Waschsalon zu gehen. Weil die Waschmaschinen dort oft größer sind, waschen auch Restaurants oder Sportvereine ihre Textilien dort. Waschsalons sind schon eine ganz gute Sache. Keiner findet das komisch!

Versuche doch mal, dich von dem sorgenvollen Gedanken frei zu machen, dass alles, was mit Privatem zu tun hat, auch direkt peinlich ist und deshalb nur zu Hause hinter verschlossener Tür geschehen darf. Wir müssen alle unsere schmutzige Unterwäsche waschen, auf die Toilette gehen, Fußnägel schneiden etc. Das ist doch kein schlüpfriges Geheimnis. Wer das behauptet, ist einfach nur neurotisch!

Also entspann dich!

Wasch deine Wäsche und trage sie stolz durch's Einkaufszentrum!

Viel Spaß! :)

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Ich finde es falsch, in diesem Fall von "Versklavung" zu sprechen!

Es gibt Eltern, die ihre Kinder (z.B. aus Sadismus) derart misshandeln und unterdrücken, dass man durchaus von einer Art Versklavung reden kann. Damit ist aber massive Kindeswohlgefährdung verbunden, wofür die Eltern sich dann vor Gericht verantworten müssen. Versklavung bedeutet, dass einem Menschen die Freiheit genommen wird, über seinen eigenen Körper und Willen zu entscheiden. Sklaverei gilt weltweit offiziell als abgeschafft und ist strafbar!

Du wirst nicht versklavt! Nur mal so, um dein Drama-Level ein wenig herunterzufahren…!

Trotzdem finde ich die Erziehungsmaßnahme deines Vaters irgendwie ziemlich blöd! Ich finde nicht, dass Kinder Eltern irgendwelche persönlichen Gefallen tun müssen, damit ihnen etwas erlaubt wird. Auf diese Weise die Überlegenheit der Elternrolle auszunutzen, um sich vom Kind bedienen zu lassen, finde ich ziemlich sch****e! Insofern kann ich nachvollziehen, dass du dich ärgerst.

Warum solltest du für deinen Vater einfach so Plätzchen backen???? So ein Unsinn! Er soll gefälligst selber Plätzchen backen, wenn er welche haben will! Zu so etwas kann er dich doch nicht zwingen! Das ist einfach nur bescheuert!

Allerdings vermute ich hinter der Maßnahme auch einen Konflikt, bei dem du nicht ganz unschuldig bist…

Ich kann mir vorstellen, dass dein Vater beispielsweise genervt ist, weil du rund um die Uhr am Handy hängst und so gar nicht reagierst, wenn man etwas von dir möchte. In so einem Fall finde ich es durchaus gerechtfertigt, dass Eltern auch mal eingreifen und ihrem Kind das Handy wegnehmen. Es ist leider auch einfach nicht gesund, 24/7 nur am Bildschirm zu hängen. Dein Kopf braucht auch mal ein wenig Abwechslung. Und für deine Familie ist es vielleicht ja wirklich auch einfach nicht so toll, wenn ihr Kind wegen übermäßigen Handykonsums nicht ansprechbar ist. Die Absicht deines Vaters kann ich somit also auch irgendwie nachvollziehen.

Besprich doch mal mit deinen Eltern, was in so einem Fall unternommen werden kann. Erziehungsmaßnahmen sind zwar nervig, aber manchmal doch sinnvoll. Es sollten aber Dinge sein, die irgendwie sinnvoll sind. Wenn dein Vater sagt "back mir jetzt Plätzchen", ist das nicht unbedingt einleuchtend. Sinnvoller wäre es, wenn z.B. beschlossen wird, dass du erst dein Handy wiederbekommst, wenn du beim Tischdecken geholfen hast. Da hast du vielleicht auch keine Lust drauf, aber für die ganze Familie den Tisch zu decken ist verständlicher als allein für dein Vater Plätzchen zu backen, weil er jetzt halt welche haben will.

Probiere offen für Gespräche zu sein. Das macht die Sache auch für deine Eltern einfacher. Wenn sie das Gefühl haben, dass sie grundsätzlich auch mit dir reden können, haben sie auch mehr Vertrauen und sehen keine Notwendigkeit dafür, auf entsprechende Maßnahmen zurückzugreifen.

Ja ey, Eltern sind schon anstrengend. :D Aber nur Mut! Das schaffst du!

Viel Glück! :)

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Ehrlich gesagt bezweifle ich das gaaaaanz stark…

Ich bin schon einige Male von Herren angesprochen worden, die offensichtlich ihre Pick-Up-Skills ausprobiert haben. Das Ganze war meist ziemlich lächerlich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man als Mann damit großen Erfolg hat. In Einzelfällen vielleicht schon, aber bestimmt nicht am laufenden Band.

Jetzt ist natürlich auch die Frage, was man als "Pick-Up" definiert. Es gibt mit Sicherheit ganz viele Situationen, in denen man von Pick-Up sprechen könnte. Ich persönlich kenne das im Sinne von Männern, die in der Innenstadt rumstehen und vollkommen wahllos irgendwelche Frauen ansprechen.

Ich will nicht ausschließen, dass irgendeine Frau das nicht vielleicht auch mal ganz nett findet. Ich fand die Sache aber immer ziemlich dämlich. Die Sprüche sind immer die gleichen – egal in welcher Stadt man sich befindet (kein Scherz!). Es ist tendenziell auch immer derselbe Typ Mann, von dem man angesprochen wird. Männer, die schon nett sind, aber irgendwie wahnsinnig langweilig wirken, weil sie kaum irgendwelche Interessen zu haben scheinen und deshalb auch nichts zu erzählen haben. Ich habe mich zum Teil auch länger mit den Herren unterhalten. Da kam echt nicht viel bei raus.

Man kann natürlich überhaupt nicht verallgemeinern. Aber die Kerle, mit denen ich zu tun hatte, wirkten auf mich, als hätten sie den Großteil ihrer Schulzeit am Computer verzockt und deshalb ziemlich viel vom Großwerden verpasst, so dass sie jetzt ein bisschen vercheckt dastehen und keine Ahnung von Menschen oder vom Leben im Allgemeinen haben.

Ich mache solchen Männern überhaupt keinen Vorwurf. Wer weiß, weshalb sie sich in dieser Lage befinden. Jung sein ist nicht einfach und viele Jungs sind auch einfach super schüchtern und haben sich deshalb nie etwas getraut. Mädchen sind ja auch nicht immer total umgänglich und einfach anzusprechen (unmöglich ist es allerdings auch nicht!!!!).

Aber auch wenn ich Verständnis für seine Situation habe, habe ich so spontan nicht unbedingt die Geduld und die Muße, mich um so einen Kerl zu kümmern und ihm seine Kleine-Jungs-Wünsche zu erfüllen – erst recht nicht, wenn ich denselben ultra-öden Pick-Up-Spruch zum 10000000sten Mal gehört habe. Bei aller Liebe: sorry nee…!

Überlege doch mal, was dich eigentlich auszeichnet. Was gibt es an dir, wovon du einer Frau erzählen könntest und worüber man wirklich ein Gespräch führen könnte. Was sind denn deine Hobbys und Interessen? Da sollte schon ein bisschen mehr kommen als "Freunde treffen und zocken". (Natürlich ist zocken ein legitimes Hobby, aber das solltest du dann auch so darstellen und nicht als Not-Beschäftigung, weil bei dir im Leben sonst nichts geht).

Was für eine Frau suchst du denn überhaupt? Hast du das mal für dich definiert? Wenn du darauf eine Antwort hast, kannst du dir dann ja überlegen, was so eine Frau für Interessen haben könnte bzw. worüber sie vielleicht gerne reden würde und wo man eine entsprechende Frau antreffen könnte.

Du hilfst dir selbst, wenn du die Sache nicht ganz dem Zufall überlässt.

Viel Glück!

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Hey, dein Bild ist super!

Zu den Haaren: du musst nicht jedes Haar oder jede Strähne einzeln zeichnen. Beschränke dich bei einer detaillierten Zeichnung auf einzelne Haare und Strähnen, die wirklich wichtig sind, wie z.B. Strähnen, die rausstehen oder die Form umreißen. Ansonsten legst du fest, wie die Belichtung des Haares ist und schraffierst die Fläche entsprechend. Das kannst du mit einer Schraffur machen, die der Struktur von Haaren ja ähnlich ist.

Im Übrigen würde ich auf das Wischen beim Schraffieren eher verzichten. Benutze lieber Stifte mit unterschiedlicher Härte, um Flächen stärker oder schwächer zu schattieren. Variiere auch mit der Art der Schraffur. Dunklere Flächen können dichter schraffiert werden. Wischen würde ich nur dann, wenn der Schatten an den Rändern wirklich weichgezeichnet werden soll.

Ich nehme an, dass du von einem Foto abzeichnest? Das ist zwar nicht verkehrt, aber sei dir im Klaren darüber, dass ein Foto eben nur zweidimensional ist, d.h. du zeichnest dadurch eben eine zweidimensionale und nicht unbedingt plastische Figur. Manchmal geht es nicht anders, aber wenn möglich solltest du von echten plastischen Modellen abzeichnen. Überlege dir, ob deine Freundin nicht doch Modell für dich sitzen kann oder ob du zumindest für die Kleidungsstücke in dem Bild dir ähnliche Teile zurechtlegst und davon abzeichnest.

Aber lass dich nicht entmutigen. Du machst das wirklich toll! Die menschliche Gestalt ist eine der schwersten zu zeichnenden Objekte. Gerade junge Gesichter sind oft schwierig, weil sie keine Falten haben, die charakteristisch für die Person wären. Da muss man sehr genau hinschauen.

Deine Freundin wird sich sicher freuen!

Gutes Gelingen! 🙂

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Sowas geht garnicht

Besitzergreifende und herrschsüchtige Männer sind nicht allein ein Phänomen islamisch geprägter Kulturen!!

Gerade wenn man sich Berichte und Statistiken zu häuslicher Gewalt gegen Frauen anschaut, wird man auch hierzulande ausreichend Beispiele für christlich-westlich geprägte Männer mit entsprechend dominantem Verhalten und herrischen Ansprüchen finden! Es wäre ein fataler Fehler, grundsätzlich davon auszugehen, dass dieses Problem hier nicht existiere oder dass die Fälle, wo Frauen von ihrem Partner derart beherrscht werden, weniger krass seien!!!

Gewalt gegen Frauen – in physischer und psychischer Form (z.B. durch Freiheitsentzug und Isolation) – ist ein weltweites Problem, das sich allerorts auf gleichermaßen üble Art und Weise manifestiert!!

Natürlich gibt es auch genug Beispiele von Partnerschaften, in denen die Rollenverteilung sehr traditionell gehalten wird, ohne dass sich daraus prinzipiell ein Problem ergibt. So etwas kann sehr wohl abgesprochen sein. Das muss nicht jeder gut finden, aber es wäre falsch zu behaupten, jede Hausfrau würde zwingend von ihrem Partner unterdrückt.

Es ist leider aber auch keine Seltenheit, dass manche Männer z.B. aus Eifersucht, Geltungsdrang und Machtanspruch über das Leben ihrer Partnerin zu bestimmen versuchen und auch vor aggressiven Methoden nicht zurückschrecken, um sich durchzusetzen.

So ein Verhalten ist immer extrem problematisch und muss dringend benannt, anerkannt und bekämpft werden – egal in welchem Land, egal in welcher Kultur.

Frauen weltweit haben ein Recht auf Freiheit und körperliche und seelische Unversehrtheit!

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Kann ich gut verstehen und ich finde, dass du recht hast.

Man sollte sein Leben nicht planlos angehen und irgendeinen x-beliebigen Job machen, nur um irgendwie Geld zu verdienen, weil "man" das angeblich halt so macht. Das ist keine angemessene Motivation, um morgens früh aufzustehen und derart viel Zeit und Energie in eine Arbeit zu investieren, die einen nicht auf irgendeine Art und Weise vernünftig entlohnt – sei es durch ein angemessenes Gehalt oder ausreichend Selbsterfüllung.

Was genau der Sinn der Sache ist, muss jeder für sich selbst definieren. Manche machen zwar nicht ihren Traumjob, aber erfahren immerhin eine gewisse finanzielle und auch emotionale Sicherheit und haben so die Möglichkeit, nach einem gewissen Standard zu leben und ihre Freizeit entsprechend schön zu gestalten. Andere kommen vielleicht mit weniger Gehalt und Sicherheit aus, aber gehen in ihrem Beruf derart auf, dass dies ihr Leben mit Sinn und Freude erfüllt. Aber egal, wie man es dreht: Man muss für sich selber in der Tat einen guten Grund sehen, die Mühen, die mit Arbeit verbunden sind, auf sich zu nehmen.

Und deshalb solltest du dich vielleicht nicht fragen "was", sondern "wie".

Das "was" kann ja theoretisch alles sein – erst recht, wenn du jetzt noch nicht sicher bist, wo deine Stärken und Interessen eigentlich liegen. Vielleicht wäre Rettungssanitäter der Beruf für dich, vielleicht auch Tierpfleger oder Anwalt oder oder oder… 

Aber viel wichtiger ist doch das "wie".

Wie bist du eigentlich so? Wie würdest du dich beschreiben? Was passt zu dieser Beschreibung? Wie denkst du so über die Welt? Welche Menschen magst du? Was würdest du machen, wenn es keine Notwendigkeiten gäbe? Wie sehr kannst du dich mit dem, was die Gesellschaft dir angeblich vorschreibt, identifizieren? Was davon sagt dir zu und was geht dir total gegen den Strich? Was wolltest du als kleines Kind eigentlich mal werden? Vielleicht waren das ja echt gute Ideen? Wie sieht deine Traumzukunft aus? Wo willst du mal hin? Was ist dir für später wichtig? Wie willst du später mal leben?

Es geht um dich! Was willst du eigentlich? Nicht Mama, nicht Papa, nicht dein Umfeld, nicht die Gesellschaft, sondern DU?

Vielleicht kommt da ja eine ganz unerwartete Antwort raus… Oder eine Antwort, wo du dir denkst "hey, ja ist doch eigentlich klar".

Du hast auch das Recht zu sagen "ganz ehrlich…ich will gerade GAR NICHTS!".

Man muss nicht wollen. Kann man auch nicht immer. Außerdem – was bringt es dir, etwas zu wollen, das du eigentlich gar nicht willst. Vielleicht möchtest du auch einfach mal deine Ruhe haben, um nachzudenken. Dir hilft es nicht, wenn du jetzt an die Uni rennst oder eine Ausbildung beginnst, wo du am Ende feststellst, dass du total unglücklich bist, weil das gar nicht dein Ding ist und du niemals in diesem Beruf arbeiten möchtest.

Wer bist du eigentlich? Konnte dieser Jemand sich bisher so entfalten wie gewünscht? Wenn nein, dann ist doch jetzt vielleicht die Zeit, um mal nachzugucken, was da eigentlich noch fehlt. Du scheinst dir ja in der Tat Gedanken zu machen.

Überlege dir, ob es nicht sinnvoll ist, einen Therapeuten aufzusuchen, der dir beim Beantworten deiner großen Fragen behilflich sein kann – quasi als Coach. Es kann helfen, von außen ein paar Ideen zugespielt zu bekommen, die man dann gemeinsam abwägen und auswerten kann.

Ich finde deine Fragen auf jeden Fall absolut legitim und wichtig. Es ist dein Leben und deshalb solltest du dafür sorgen, dass es für dich angenehm ist. Je besser es dir geht, desto besser wirst du auch deine Mitmenschen behandeln und deine Arbeit tun.

Lass den Kopf nicht hängen! Du bist auf dem richtigen Weg!

Alles Gute & viel Glück! :)

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Aussehen

Geld ist mir wirklich und ehrlich total wurscht bei einem Mann!

Da ich selber noch nicht viel verdiene, fände ich es eine Frechheit, von einem Mann zu verlangen, dass er dann aber bitte Geld nach Hause bringen soll! Das ist einfach nicht mein Ding und ich würde mich da ernsthaft schlecht fühlen. Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich einen reichen Mann brauche, um zu überleben.

Da ist mir das äußere Erscheinungsbild schon wichtiger – auch wenn das erstmal oberflächlich klingt. Es würde mir einfach schwer fallen, mich auf einen Kerl einzulassen, der mir schon rein optisch nicht gefällt. Ich habe da zwar jetzt auch keine krassen Ansprüche (ein Mann muss für mich nicht mega stylish oder trainiert sein), aber bei mir persönlich geht Attraktivität schon sehr mit dem Visuellen einher. Ich hätte Probleme damit, wenn ich beim Anblick meines Partners denken würde „meh“.

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Ähm…NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!

Da hätte es auch nie einen Grund zu gegeben. Aus freien Stücken heraus schlage ich keine Menschen und habe das auch noch nie getan. NEVER!

Ich mag Gewalt überhaupt nicht! Ich schreie nicht mal, wenn es nicht unbedingt sein muss – und auch dann fühle ich mich meistens sehr schlecht danach.

Ich hoffe, dass ich nie einen Partner haben werde, dem ich (z.B. aus Notwehr) mit Gewalt oder Geschrei begegnen muss.

Wer es wirklich darauf anlegt, von mir angeschrien oder gar geschlagen zu werden, hat meiner Meinung nach einfach einen verdammten Dachschaden und so jemanden würde ich eher verlassen als auf so eine dumme Provokation einzugehen!

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  1. Den Kontakt zu einer damaligen Schulfreundin abzubrechen. Sie hatte mich die ganze Schulzeit über extrem runtergemacht unter dem Vorwand, meine beste Freundin zu sein. Ich habe mich damals nicht getraut, mich zu wehren, weil ich in der Situation so gefangen war. Sie war extrem manipulativ, unehrlich, eifersüchtig, unberechenbar und sehr aggressiv im Austragen von Streitereien. Durch das ständige Verdrehen von Tatsachen und Beschuldigen wurde mein Gefühl für Wahrheit und damit auch mein Selbstwertgefühl total ausgehebelt. Erst nach der Schule, als durch das Studium ein wenig Abstand war, habe ich überhaupt erkennen können, wie destruktiv diese Freundschaft für mich war und wie sehr dieses Mädchen mich beherrscht hatte und auch was mir in meiner Jugend durch diese Inbesitznahme an anderen Freundschaften und Erfahrungen verwehrt geblieben war.
  2. Die Beziehung mit meinem Freund. Endlich habe ich es geschafft, mich auf einen vernünftigen Mann einzulassen, der weder ein verpeilter kleiner Junge noch ein mega dominanter Großkotz ist. Ich habe lange daran gezweifelt, ob es da draußen überhaupt einen Menschen gibt, den ich ernsthaft gerne um mich haben mag. Verknallt war ich oft, aber über kurz oder lang konnte ich die Kerle nicht ausstehen. Jemanden zu finden, den man einfach mag, ist so viel wert – und leider so schwer...
  3. Eine allumfassende Therapie zu beginnen. Nach meinem Studium war alles so verdreht und verworren, dass ich überhaupt nicht mehr wusste, was ich überhaupt für ein Mensch bin, was ich will und was ich kann. Mit der Orientierungslosigkeit kamen auch Depressionen und Angststörungen, so dass ich meinen Alltag nicht mehr normal bestreiten konnte. Die Therapie hat mir unheimlich geholfen. Ich habe gute Freunde, mache Dinge, die mir Spaß machen, kann besser arbeiten und wohne jetzt mit meinem Freund zusammen.

Ich bin jetzt 28. Diese Dinge habe ich bisher – meiner Meinung nach – wirklich geschafft. Und ich bin ganz happy damit. 🙂

hurra

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Super cool!

Die Mädels sind krasse Performer und ich finde den Mix aus Metal und Pop irgendwie witzig und gelungen. Babymetal ist mega unterhaltsam.

Zugegeben, ich musste mich erstmal ein bisschen an das Image gewöhnen. Babymetal ist in dem Sinne eine "künstliche Band". Es geht darum, dass süße kleine Mädchen mit entsprechend kindlichen Zügen harte Musik machen. Deshalb sind die Mädchen nur so lang Mitglieder in der Band wie sie ihre kindlichen Züge behalten. Danach werden sie durch ein neues Mitglied ersetzt.

Ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll. Die Mädchen sind zum Teil erst 11 Jahre alt, wenn sie Mitglied werden. Es ist krass, was sie in dem Alter schon können und wie gut sie auf der Bühne sind. Aber ich frage mich dann irgendwie schon, ob das nicht unter Umständen an Ausbeutung grenzt – gerade auch wegen des Images, das sie verkörpern sollen und das sich definitiv Erwachsene ausgedacht haben. Ich denke dann immer an irgendwelche Männer, die halt gerne kleine Lolitas sehen wollen. Das Ganze hat für mich also definitiv etwas sehr Schräges an sich…

Trotzdem finde ich die Band irgendwie total abgefahren. Die Mädchen sind mega talentiert. Und die Musik finde ich auch irgendwie witzig.

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Mir ist es egal, wenn mein Partner mich mit unrasierten Beinen sieht.

Mal im Ernst – das ist doch keine Schande! Ich muss doch nicht verheimlichen, dass mir halt Haare wachsen. Das ist doch Unsinn!

Ich rasiere mir trotzdem hin und wieder die Beine. Ich persönlich mag einfach das Gefühl von rasierten Beinen und gerade im Sommer, wo man kurze Hosen trägt, finde ich es auch schöner. Aber meinem Freund wäre das vermutlich trotzdem erstmal egal. Wir haben uns auch schon gemeinsam darüber lustig gemacht, wenn meine Beine besonders haarig waren. Das ist bei uns nun wirklich kein großes Thema, weil sowieso klar ist, dass wir beide unser Äußeres grundsätzlich pflegen.

Wenn dann die Beine mal ein paar Wochen unrasiert sind – so what? Keiner von uns muss sich für seinen Körper schämen!

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Eher gar nicht…

Ich befinde mich draußen auf der Straße, weil ich von A nach B laufe. Ja, ich bin dann für alle Welt sichtbar, aber ich bin dort, weil ich etwas erledigen muss, also aus rein praktischen Gründen. Ich gehe nicht nach draußen, um der Welt zu zeigen "hey, hier bin ich". Selbst wenn ich mich kurz irgendwo niederlasse, um mich auszuruhen, bin ich meist mit mir selbst beschäftigt.

Wenn dann jemand ankommt und mich anspricht, weil er denkt, gerade jetzt wäre der richtige Moment, um das Thema Dating mit mir abzusprechen, finde ich das einfach nur mega bescheuert und wirklich dermaßen Fehl am Platz! Ich frage mich dann immer, wie der Herr denn in so einer vollkommen belanglosen Situation auf die Idee kommen könnte, Frauen anzusprechen, um möglicherweise ein Date klarzumachen. Ich bin gerade beim Einkaufen und dann will einer meine Nummer??? WTF?! Nee mann…!

Hinzu kommt, dass sich die meisten Männer in so einer Situation auch ausgesprochen dumm anstellen bzw. sich ungewollt oder unbewusst sehr idiotisch präsentieren. So Sätze wie "heeeeey, hast du nen Moment? Ich hab dich da so laufen sehen und ich finde dich echt hübsch…" sind einfach nur lame. Was soll ich denn da sagen? Ich bin dann nur verwirrt und finde die ganze Sache albern. So ein Quatsch!

Ich will nicht sagen, dass es grundsätzlich ein No Go wäre, Frauen auf der Straße anzusprechen. Aber ich vermute jetzt einfach mal, dass die Erfolgsquote sehr gering ist – einfach weil das für die meisten Frauen keine angemessene Situation ist, um "mal jemanden kennenzulernen".

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Du musst das Auftreten üben. Und zwar möglichst oft.

Vor einem Publikum zu stehen und etwas vorzutragen, ist immer eine Herausforderung, da es eine Ausnahmesituation ist.

Der Mensch fühlt sich meist nicht allzu wohl, wenn er alleine einer Masse gegenübersteht, auch wenn er etwas Außerordentliches zu präsentieren hat. Im Alltag muss man das ja auch meist nicht machen. Insofern hat man von Haus aus meist recht wenig Übung darin. Aber man kann das Performen lernen.

Analysiere, was dir durch den Kopf geht vor einem Auftritt und wovor du Angst hast. Meist sind es Versagensängste, die einen plagen, und die Sorge, dass man für sein Versagen vom Publikum "bestraft" wird (z.B. durch Gelächter, Häme oder Pöbelei). Man gibt nunmal viel von sich preis, wenn man so ganz alleine auf der Bühne steht und sein Werk präsentiert. Man möchte nunmal nicht, dass dieses "Werk" von der Menge zerrissen wird.

Meist aber passiert so etwas ja nicht. Man wird in der Regel nicht vom Publikum ausgebuht, auch wenn man vielleicht keine so tolle Performance hingelegt hat. Es ist also der eigene innere Kritiker, der einen bestraft und tadelt.

Mit diesem Kritiker solltest du dich beschäftigen und dich fragen, ob das, was dein Kritiker behauptet, in der Realität wirklich der Fall ist. Versuche, dein Selbstbewusstsein zu stärken, indem du positive Ereignisse ganz besonders wertschätzt und dich dafür lobst.

Denn es gibt vieles, wofür du dich loben kannst. Z.B. dass du dich überhaupt schon auf die Bühne stellst. Das kann und will auch nicht jeder. Du schon! Außerdem haben dir sicher schon viele Leute gesagt, dass du begabt bist und dass dein Gesang schön war. Du hast also positives Feedback erhalten! Jackpot! Und es gibt sicher noch mehr. Schreibe das alles mal auf, versehe jeden Stichpunkt mit einem Smilie oder Herzchen und klopf dir auf die Schulter. Du musst spüren, dass du deinem Kritiker etwas entgegensetzen kannst.

Und arbeite weiterhin an deinem Gesang. Nimm vielleicht Unterricht, falls du das ohnehin nicht schon tust. Singe so viel du kannst. Auch vor anderen. Trete so viel auf, wie du kannst (und möchtest). Erfreu dich an deiner Stimme. Sie klingt sicher total schön. Je öfter du singst und je häufiger du auf der Bühne stehst, desto mehr wird die Bühne dein zu Hause werden und du wirst dir immer sicherer werden, dass du es auch kannst.

Das Lampenfieber, obwohl es unangenehm ist, sollte dir aber keine allzu großen Sorgen bereiten. Versuche nicht, dagegen anzukämpfen, denn so verkrampfst du. Lasse das Zittern einfach geschehen. Vielleicht kannst du das beim Üben auch mal ausprobieren. Singe mal, während du bewusst am ganzen Körper zitterst. Du wirst sehen, dass es trotzdem klappt, auch wenn es sich nicht optimal anfühlt. Suche dir außerdem ein paar körperliche Übungen wie z.B. Yoga, Seilhüpfen o.Ä., die du machen kannst, bevor du singst bzw. auf die Bühne gehst. Das hilft besonders bei Herzklopfen. Denn Herzklopfen ist Zeichen einer Stresssituation und dein Nervensystem signalisiert deinem Körper, dass er sich bereit machen muss für eine Extremsituation. Wenn du einfach still stehenbleibst und versuchst, die Symptome zu unterdrücken, gerätst du noch mehr in Panik. Deshalb solltest du deinem Körper geben, was er verlangt, und dich ein bisschen bewegen. Das hilft!

Ich habe Musik studiert und stand deshalb oft auf der Bühne. Auch für mich war das oft sehr schwer und ist es immer noch. Deshalb hat man sich im Musikstudium auch entsprechend viel mit Lampenfieber und Auftrittsangst beschäftigt. Für jeden Performer ist das ein Thema. Schau dir Interviews mit Rednern, Sportler, Tänzer, Popstars, Schauspielern etc. an. Ausnahmslos jeder wird in irgendeiner Weise nervös – manche nicht ganz so sehr, andere wirklich richtig stark. Gerade im Bereich klassische Musik, was ich studiert habe, wo es auch sehr um Perfektion geht, gab es selbst unter den Weltbesten welche, die vor jedem Auftritt fast gestorben sind vor Angst.

Die Bühne ist einfach ein Ort, der für uns alle am aller schwierigsten zu beherrschen ist. Aber das heißt trotzdem nicht, dass es unmöglich ist.

DU musst dich einfach gut finden!! Das ist das Allerwichtigste! Das ist kein läppischer Aufmunterungsspruch. Das ist die Wahrheit! Wenn du dich gut findest, ist es egal, wie viele dich doof finden. Denn DU fühlst dich dann gut und dann steht dir nichts im Wege!

Nur Mut! Viel Glück!

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Ist mein Verhalten moralisch NICHT nachzuvollziehen?

Mein Ex (23) und ich (23) waren 9 Jahre zusammen. Er hat mich die ersten Jahre in der Beziehung paar mal angelogen und betrogen, obwohl ich immer für ihn da war und mich um seine Gesundheit etc. gekümmert habe, gekocht, abgeholt und gebracht habe. Als ich alles herausgefunden habe war ich sehr enttäuscht und traurig und habe ihn verlassen. Er kam allerdings immer wieder und hat sehr gekämpft. Wir haben es dann damals wieder versucht, weil wir uns echt gut verstehen und viel zusammen lachen.

Eines Tages fing er an seinen Traum Social Media Star zu werden langsam anzugehen indem er: auf die Straße ging und andere Frauen zu interviewen ob sie lieber mit ihm oder seinem Freund Sex haben würden, viele Mädchen online addete, hinter meinem Rücken feiern ging etc. Er meinte das gehört alles dazu Rapper zu werden und in Social Media Reichweite zu erhöhen. Ich akzeptierte es. Er und ich hatten mal einen Streit wo er mich dann online (Instagram) in seiner Story als scheis*e dargestellt hat und die Beziehung auch genauso dargestellt hat ÖFFENTLICH. Daraufhin brachen alle Leitungen bei mir (totaler emotionaler breakdown) und ich rief die Polizei an um seine Cannabis Plantage zu melden. 1 Minute darauf hatte ich ein so schlechtes Gewissen das ich es ihm DIREKT beichtete damit er die Pflanzen wegräumt.

Er wollte nicht drauf hören, obwohl ich 1 Woche lang ihm sagte wie ernst es ist. Er räumte die Pflanzen nicht weg (er hat mir nicht erlaubt sie selber wegzuräumen) und die Polizei nahm ihn fest. Er sollte 900 Euro als Strafe zahlen. Er brach Kontakt zu mir ab und hatte direkt andere Frauen. Irgendwann meldete er sich und meinte er ist jetzt erwachsen und möchte nur mich. (Ja ich bin wieder rückfällig geworden). Er war wirklich süß ab da. Er hat mich eingeladen, hat keine Mädchen mehr abonniert, wollte mich jede Sekunde bei ihm haben alles war perfekt. Sein Traum vom berühmt werden und Rappen war immernoch da und ab und an musste ich mir anhören, dass ich nichts für ihn tue und es ihn nervt. (Habe kein Geld um ihm teure Sachen zu kaufen). :-( (verbiete ihm zb mein Auto ohne Führerschein zu fahren und er meinte eine normale Freundin würde das nicht).


und er hat noch eine Anzeige aber nicht von mir sondern von der Polizei weil er mich einmal zurück geschlagen hat nachdem ich ihm eine Backpfeife gegeben habe. (Durch ihn ist meine Lippe aufgeplatzt aber meine Backpfeife tat wohl weh, hab aber keine Strafe bekommen). Das war auch weil er sich hinter meinem Rücken mit einer getroffen hat. 6 Monate war jetzt alles gut und er war treu. Vor ein paar Tagen meinte er ich tue nix für ihn, nur das ich ihn zur Polizei gebracht habe und ihm Stress gemacht habe und er mir nix angetan hat und hat mich raus geschmissen. :-( plötzlich. Bin so traurig er meinte ich würde ihn aufhalten berühmt zu werden und ich bringe ihm GARNIX. (er ist vor 9 Jahren aus Afrika nach Deutschland gekommen und seither habe ich ihm deutsch beigebracht und alles andere) liebe ihn so :-(

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Meine Liebe – ganz im Ernst – lass diesen Typen stehen!!!

Tut mir leid, dass ich das so gerade heraus sage. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, sich von Menschen zu lösen, mit denen man schon eine lange, wenn auch schmerzhafte Reise hinter sich hat. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das verstehe ich.

Aber lies doch selber mal, was du in deinem Text für Sachen beschreibst!

Ein Kerl, der…

  • … eigentlich schon von Anfang an nicht treu und ehrlich war
  • … nur sich und seine eigenen Wünsche sieht und dich auf ganzer Strecke hängen lässt
  • … ganz offensichtlich keine Ahnung hat, wie er sein Leben und seine Karriere angehen soll (man kann ja gerne Rapper werden wollen, aber um in dem Bereich wirklich Erfolg zu haben, gehört weiß Gott ein bisschen mehr dazu, als nur auf Instagram irgendwelche Mädels anzuschreiben!! So ein Blödsinn!!!)
  • … dir die Schuld in die Schuhe schiebt, wenn sein verkackter Plan vom Berühmt-Werden nicht aufgeht
  • … zuweilen sogar handgreiflich wird
  • … einen Hang dazu hat, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen / möglicherweise kriminelle Züge hat
  • … absolut unbelehrbar und beratungsresistent ist
  • grundsätzlich überhaupt nicht alleine klarkommt und dich offensichtlich vor allem als emotionales Stützbein und Mama-Ersatz braucht, um bei seinem verkorksten Lebensstil nicht einzugehen

Im Ernst – wie klingt das für dich?

Hör mal! Das geht so nicht! Du musst dich so nicht behandeln lassen! Dein Freund ist ein absoluter Sch***-Kerl! Du musst deine teure und wertvolle Lebenszeit nicht für so einen Idioten aufopfern!

Es ist natürlich total liebenswert von dir, dass du es viele Jahre probiert hast und dich wirklich bemüht hast, das Gute in ihm zu sehen und ihm zu helfen. Natürlich hat jeder eine zweite Chance verdient und es ehrt dich, dass du sie ihm gegeben hast.

Aber irgendwann ist auch mal Schluss!! Willst du wirklich ewig so weitermachen? Die Erfahrungen, die du gemacht hast, zeigen doch, dass dieser Typ nicht in der Lage ist, sich in irgendeiner Weise zum Positiven zu ändern oder überhaupt sein Verhalten zu reflektieren. Wie lang möchtest du deine Zeit noch damit verbringen, jemanden zu unterstützen, der wirklich nur Mist im Leben baut??

Was auch immer sein Problem ist – DAS kannst du nicht für ihn regeln! Und das sollte auch nicht dein Anspruch sein!

Vielleicht kannst du dich auch mal fragen, weshalb du deinen Wunsch nach Nähe, Geborgenheit und Vertrauen gerade bei jemandem sucht, der dir mehrmals bewiesen hat, dass er dir das nicht bieten kann…? Was reizt dich an diesem ständigen Schmerz? Und wieso glaubst du gerade bei einem so unzuverlässigen Mann so fest daran, dass er sich ändern wird? Ich denke, da wirst du einige Antworten finden, die auch viel über dich aussagen. Das sind womöglich auch erstmal keine schönen Wahrheiten, aber vielleicht hilft dir so ein knallharter Faktencheck dabei, dich für einen Weg zu entscheiden, der dir langfristig gut tut.

Denn du hast es verdient, ein Leben in Sorglosigkeit und Freiheit zu führen. Du hast verdient, dass dich jemand wertschätzt und dir zur Seite steht und seine Bedürfnisse entsprechend mit dir abstimmt. Du bist nicht dazu verdammt, dich dein Leben lang mit einem ewig hirnlosen und egozentrischen Kleinkind herumzuschlagen. Dafür ist deine Zeit zu schade!

Erkenne deinen Wert! Und nur Mut!

Alles Gute & viel Glück!

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Abgesehen von der Bequemlichkeit (was aber bei jeder Hose gegeben sein sollte) hat die Bundhöhe bei "High Waist" Jeans einen weiteren Vorteil:

Sie erzeugt die Illusion von längeren Beinen und schmaleren Hüften. Gerade für Frauen, die klein sind und/oder entsprechende Kurven besitzen, kann das von Vorteil sein, um ein möglichst stimmiges Gesamtbild zu erzeugen (natürlich auch entsprechend heutiger Schönheitsideale und Modetrends).

Die Bundhöhe markiert für das Auge quasi die Grenze zwischen Ober- und Unterkörper. Diese Grenze erscheint besonders markant und bestimmt das Verhältnis zwischen dem darüber und darunter liegenden Teil.

Befindet sich der Hosenbund auf Hüfthöhe wie bei "Low Waist" oder auch "Regular Waist" Jeans, wandert der Blick dorthin. Optisch wird der Körper auf dieser Höhe geteilt und eben die Hüfte hervorgehoben. Für Frauen, die schlank sind, ohnehin lange Beine haben und optisch mehr Kurven erzeugen möchten, ist eine niedrige Bundhöhe möglicherweise vorteilhaft. Nicht so sehr aber vielleicht für Frauen, die von Natur aus üppige Hüften, starke Oberschenkel und dadurch vermeintlich kürzere Beine haben.

Die "High Waist" Jeans teilt den Körper optisch über der Hüfte, nämlich an der Taille, so dass der darunter liegende Teil, also die Beine, länger aussehen im Vergleich zum Oberkörper. Außerdem wird der Blick dadurch von den Hüften abgelenkt. Bei kurvigen Frauen ergibt sich dadurch ein angenehm geschwungenes Bild wie bei einer Vase.

Ich trage auch nur noch "High Waist" Jeans. Für mich ist das ein Segen!! Ich bin zwar schlank, aber nicht besonders groß und habe einen recht athletischen Körperbau mit verhältnismäßig starken Oberschenkeln, einem sehr runden Po und entsprechender Hüfte. Ich war früher total unglücklich, wo "Low Waist" Jeans gerade Mode waren, weil die einfach nicht für meinen Körpertyp gemacht sind, und ich in denen immer wie eine dicke Presswurst aussah. An sich fand ich meinen Körper nicht hässlich, aber es gab einfach keine Hosen, in denen ich nicht irgendwie unförmig aussah. Das war total frustrierend.

Insofern, ein Hoch auf die "High Waist" Jeans! :)

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Ihn konfrontieren

Ich finde, du kannst ruhig mal nachfragen, was dein Mitbewohner denn bitte für ein Problem hat.

Sag ihm, dass dir aufgefallen ist, dass er sich extrem zurückzieht, wenn deine Freundin da ist. Mal sehen, was er darauf antwortet?

Stehe zu deiner Freundin! Du musst nicht extra erwähnen, dass sie auch sauber ist und sich benehmen kann. Das ist doch klar! Warum sollte sie das denn nicht sein? Diese Attribute haben nichts mit ihrer Hautfarbe zu tun und du solltest dich auch nicht solcher rassistischen Klischees bedienen, um sie zu verteidigen. Es kann nicht sein, dass du dich mit Leuten darüber streiten musst, ob deine Freundin trotz ihrer Hautfarbe nun gut erzogen ist oder nicht. Argumentiere bitte nicht auf so einem Niveau! Du tust deiner Freundin damit Unrecht!

Vielleicht habt ihr beide mal die Möglichkeit, mit deinem Mitbewohner zu reden und ihn nach seinen Motiven zu fragen. Den Versuch kann man ja durchaus mal unternehmen.

Wenn er aber nicht belehrbar ist und sich nicht benehmen kann, dann würde ich ihn einfach ignorieren. Ist halt ein Idiot. Kann man nix machen. Lade deine Freundin trotzdem weiterhin zu dir ein. Ihr solltet euch nicht wegducken.

Wenn deinem Mitbewohner das alles nicht passt, soll der Penner halt ausziehen!

Viel Glück!

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Ich fand damals den Emo-Trend ziemlich faszinierend, vor allem weil das weltweit für einige Jahre wohl zu einem richtigen Phänomen wurde, das sowohl viele Verbündete und Befürworter als auch echte Feinde auf den Plan rief.

Emo ist kurz für "Emotional Hardcore". Als ich 16 war, war das ein richtiges Ding. Auf sämtlichen Schulhöfen und auch in der Innenstadt gab es ganze Emo-Versammlungen. Ich war selber zwar kein Emo, aber hatte viele Freunde, die das für einige Jahre zu ihrer Identität gemacht haben, und habe viel mit denen abgehangen.

Emos waren einfach richtig lieb. Und ich glaube, das hat echt viele Leute so richtig auf die Palme gebracht.

Als Emo war man meist eher unpolitisch – oder halt irgendwie so kuschel-mäßig links. Wirklich politisch waren dann eher die Punks. Es ging einfach um Liebe, Akzeptanz und Toleranz für alle und jeden. Viel Friede-Freude-Eierkuchen – halt nur in schwarz und pink.

Zugegeben, das Ganze hatte eine sehr naive Komponente. Viele Emos waren auch wirklich sehr jung. Selten sah man Emos über 20. Aber es war irgendwie schön, wie sich jugendlicher Leichtsinn mit Gefühl und Liebe verband statt Aggression und Angeberei, was es sonst unter pubertierenden Jugendlichen ja auch viel gab. In der Emo-Szene war einfach alles erlaubt, solang es friedlich und liebevoll war. Demnach war auch jede sexuelle Orientierung erlaubt und willkommen. Da wurde erstmal wenig hinterfragt (wie denn auch, mit 13…?).

Aber gerade diese Offenheit schien viele Leute, die klare Grenzen gewohnt waren, extrem zu provozieren. Emos mussten sich ziemlich viel anhören. In einigen Städten gab es wohl richtige Ausschreitungen gegen Emos. In meiner Stadt oder auch auf unserem Schulhof war es nicht ungewöhnlich, dass Emos, wenn sie zusammensaßen, mit Cent-Stücken beworfen wurden, weil man ihnen ein albernes und armseliges Penner-Dasein nachsagte.

Außerdem war Emo ein Versuch, den Schwierigkeiten des Jungseins Ausdruck zu verleihen. In der Szene ging es tatsächlich auch viel um Depressionen, selbstverletzendes Verhalten, Trauer und sogar Selbstmordgedanken. Ich kannte tatsächlich so einige Emos, die sich selbst verletzt haben und die Narben offen gezeigt haben. Man kann vielleicht sagen, dass die Emo-Bewegung den ersten Schritt gewagt hat, um Probleme wie Depressionen etc. sichtbar zu machen in einer Zeit, wo das noch nicht so allgemein als gesellschaftliches Thema wahrgenommen wurde. Da die Vertreter der Emo-Bewegung aber sehr jung waren, war natürlich dieser Schritt noch sehr unausgereift und schien vielen daher als albern.

Die Emo-Bewegung prägte auch einen gewissen Stil. Seitdem sind Röhrenjeans (speziell bei Jungs) verbreitet. Man trug viel Schwarz in Kombination mit rot, pink und weiß (gestreift oder als Schachbrettmuster). Wer richtig authentisch sein wollte, bemalte und gestaltete seine Schuhe (meist Converse oder Vans), lackierte sich die Fingernägel schwarz (auch als Junge), trug Nietengürtel und einen Seitenscheitel. Man hörte Bands wie "Bullet for my Valentine", "KoRn" oder sonstige Soft-Metal-Bands.

Ästhetisch orientierte sich die Emo-Szene querbeet an sämtlichen anderen Untergrund- und Jugendbewegungen wie der Gothic-, Metal-, Punk- und Skater-Szene. Auch stammten viele der Vorbilder aus Asien – speziell Japan. Die Anime und Manga-Ästhetik hatte starken Einfluss auf das Selbstverständnis der Emo-Bewegung. Aber auch dieses Kreuz-und-Quer der verschiedenen Einflüsse erzeugte bei Vertretern anderer Szenen eine Ablehnung gegenüber Emos, die man als Fake und Fehl am Platz abstempelte. Denn auf Death Metal oder Gothic Konzerten fand man plötzlich überall irgendwelche Kiddies mit schwarz-pink-gestreiften Strumpfhosen.

Trotzdem – die Zeit der Emos war irgendwie witzig und interessant.

Im Internet findest du sicher weitere Einträge dazu.

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Schwer zu sagen – zumal fast jeder irgendwelche Unsicherheiten hat.

Unsicher zu sein, bedeutet nicht, dass man richtig und falsch nicht unterscheiden könnte. Unsichere Menschen sind trotzdem erstmal intelligent und haben einen Sinn für Realität. Zwar haben sie es vermutlich schwerer, standhaft zu bleiben, wenn man sie unter Druck setzt, aber das bedeutet nicht, dass sie sich zwingend zu jedem Blödsinn überreden lassen würden.

Ich würde vielleicht sogar vermuten, dass Menschen, die vielleicht nicht unsicher sind, aber ganz strikte Vorstellungen haben, sich eher manipulieren und benutzen lassen, wenn man ihnen eine Sache ihren Wünschen entsprechend verkauft.

Auch wem es an Bildung mangelt, ist wohl eher gefährdet, manipuliert zu werden, als jemand, der einfach nur unsicher ist.

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