Ich war selbst lange Zeit Christ - und wenn sich jemand entsprechend outet, wäre ich als erstes gespannt, welche theologische Ausrichtung sich hinter dieser Aussage verbirgt - also zum Beispiel, was sich die Person genau unter der Auferstehung Jesu vorstellt und welche Implikationen die für sie hat - oder ob sie ihren Glauben mit einem Alleinvertretungsanspruch auf die Wahrheit (wenn ja: welche Wahrheit genau?) vertritt.

Kurz: Ich würde so eine Aussage als Einladung zu einer Diskussion - durchaus im Rahmen des interreligiösen Dialogs - verstehen.

Ach ja: Du fragst ja auch noch nach meinen Erfahrungen. Also meine wichtigste Erfahrung in diesem Zusammenhang ist, dass es extrem unterschiedliche Auslegungen des Christentums gibt: Von sehr konservativ über liberal bis hin zu mystisch oder radikal - und alle möglichen Kombinationen und Zwischenstufen.

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Der Koran ist auf jeden Fall lesenswert. Teilweise finde ich ihn extrem poetisch und sehr weise, teilweise seltsam und ziemlich patriarchal und autoritär. Im Prinzip mit einigen Büchern der Bibel vergleichbar.

Aber wie die ist er nicht immer so ganz einfach zu lesen. Du kannst ja mit den kürzeren Suren am Ende anfangen, um einen Geschmack für den Text zu bekommen. Wenn Du vorne anfängst, hast Du es nämlich gleich mit den allerlängsten Suren zu tun.

Die Übersetzung von Max Henning ist denke ich ganz empfehlenswert.

Von einer Bestellung bei Amazon würde ich allerdings absehen. Das ist ein übler Ausbeuterkonzern - und einen Koran bekommst Du in jeder Buchhandlung. Eine Bestellung ist da auch schon am nächsten Tag da.

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Himmel und Hölle ja

Ich habe Zustände wie Himmel und Hölle im Rahmen meiner psychischen Krankheit bereits erlebt.

Die Bibel habe ich auch gelesen. Da steht dazu aber vergleichsweise wenig drin. Vielleicht sollte ich nochmal Dantes "Göttliche Komödie" lesen...

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Bin Supranaturalst

Das ist die Steigerung von "Supranatural", oder?

Ich glaube schon an verschiedene Dinge, die man wohl gemeinhin als "übernatürlich" bezeichnen würde, und ich beziehe mich auf Gottheiten aus verschiedenen Pantheons - wobei meine Hauptgottheit die Hexengöttin Hekate ist. Zuletzt habe ich sehr gute Inspirationen aus dem Hinduismus ziehen können, wenngleich ich mich, wenn ich mich festlegen sollte, in einem eklektischen Hexentum verorten würde.

Dass meine Religion die einzig wahre ist, glaube ich nicht. Ich habe da eher eine pluralistische Einstellung - auch, wenn ich an etwas wie das Alleine oder das Absolute glaube und mich in philosophischer Hinsicht als Monist bezeichnen würde. Ich denke nur eben nicht, dass sich dieses Absolute eindeutig in Worte fassen oder für eine Position vereinnahmen lässt.

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Am leichtesten lesbar finde ich die Volxbibel.

Danach kommt vielleicht die Gute Nachricht. Allerdings übersetzen die beiden nicht besonders genau. Für einen ersten Einstieg sind sie allerdings gut geeignet.

In die "Hoffnung für alle" oder die "BasisBibel" habe ich mich nicht eingelesen - die sollen aber beide auch eher einfach geschrieben sein.

Die Einheitsübersetzung ist auch noch relativ leicht verständlich - Schlachter finde ich da schon etwas schwieriger.

Ich persönlich bevorzuge die Zürcher Bibel, die ich sprachlich sehr schön finde, und die nicht diesen Luther-Hautgôut hat - oder gleich die Elberfelder. Letztere ist allerdings definitiv etwas für Fortgeschrittene, bzw. für die, die es ganz genau wissen wollen.

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ja

Passiert häufiger.

Wenn ich nicht weiß, was von verschiedenen Dingen ich (zuerst) tun soll, gebe ich meistens der Handlung Vorrang, die das Leid eines fühlenden Wesen vermindert. Das kann je nach Situation auch mal eine Zimmerpflanze sein, die Wasser braucht.

Ich empfinde diese Güterabwägung schon als philosophisch. Man kann sie natürlich auch als religiös oder schlicht menschlich interpretieren.

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Ganz klar Hekate, meine Hauptgottheit. Die ist allerdings ursprünglich nicht griechisch - die frühesten Funde stammen aus Karien in der heutigen Türkei.

Und warum? Sie hat ein Herz für Verrückte und für Hexen - und in beidem finde ich mich wieder. Außerdem ist sie sehr gut darin, mir Dinge (auch und gerade an mir selbst) zu zeigen, die ich nicht sehe, bzw. nicht sehen will. Dadurch trägt sie sehr zu meinem persönlichen Wachstum bei.

Pan hat für mich auch eine große Bedeutung. Er war eine der ersten heidnischen Gottheiten, auf die ich mich bezogen habe.

Hier noch ein kurzes deutschsprachiges Video über Hekate:

https://www.youtube.com/watch?v=hZNF7zoHFXk

Und ein Lied über Pan:

https://www.youtube.com/watch?v=Cy9V0_YLS1M

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Eine Droge in Tablettenform?

Das kommt jetzt darauf an, wie Du "Droge" definierst. Tavor ist definitiv auch ein Suchtmittel, insofern könnte man die Frage mit "ja" beantworten.

Im apothekarischen Sinne wird "Droge" auch synonym für "getrocknetes Kraut" verwendet - das ist sogar der Ursprung des Begriffs. Demnach wäre Tavor natürlich keine Droge.

Manche benutzen "Droge" auch so, dass der Begriff für ein illegales Rausch- und/oder Suchtmittel steht. Dann würde legal verschriebenes Tavor ebenfalls nicht darunter fallen.

In erster Linie ist es natürlich ein Psychopharmakon. Eins mit einer hohen Missbrauchsgefahr und sehr vielen Abhängigen. Aber auch eins mit einem hohen Nutzen. Ich kenne zum Beispiel kein Medikament, das gegen Derealisationen oder Panikattacken so wirkungsvoll ist wie Tavor.

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Mit dem Barfußlaufen würde ich nicht gerade im November anfangen - obwohl ich schon von Leuten hörte und las, die das ganzjährig tun.

Man sagt, dass Barfußgehen einen erdet und für eine bessere Verbindung zur Umwelt sorgt. Ich kann das teilweise bestätigen, würde aber empfehlen, es nicht zu übertreiben - und es nur dort zu tun, wo Du vor Glassplittern und Ähnlichem einigermaßen sicher bist. Also eher auf dem Land als in der Stadt.

Wenn ich im Sommer konsequent und über längere Zeit und längere Strecken barfuß gegangen bin, taten mir nach einer Weile die Füße weh, was dann mit der Zeit auch nicht besser wurde. Und abhängig davon, wo man geht, werden die Füße natürlich auch ziemlich schmutzig, was natürlich auch nicht unbedingt gewünscht ist.

Aber mach mal Deine eigenen Erfahrungen. Barfußlaufen ist jedenfalls nicht zwingend notwendig für ein spirituelles Leben - aber allemal eine interessante Erfahrung.

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Gestern erstemal gebetet aber Gottes Umarmung nicht Gefühlt. was hab ich falsch gemacht?

Guten Vormittag miteinander!

Ich hab gestern Gebetet aber davor hab ich ein Video geguckt mit einem Mann, wo am ende des Video ein gebet eingeblendet hat und er wollte das man mit betet. Ich hab es versucht als er es vorliest aber kam nicht hinter her weil es zu schnell für mich war, ohne das ich achten konnte ob ich es richtig sage, ich hab es dann angehalten und habe es gestoppt bis nur das gebet zu sehen war. Dann hab ich meine hände zusammen getan und hab es gelesen laut und deutlich wie es nur ging. Ich kann nicht so gut ein gebet flüssig sprechen wo auch die Augen zu sind. Vorallem war das mein richtiges erstes gebet. Aber die Frage ist, was hab ich falsch gemacht, müssen die Augen immer zu sein oder können sie auch auf sein und hat mein gebet Überhaubt funktioniert oder hab ich nicht genug ehrlich gesprochen von ganzen Herzen? Hat Gott es mitbekommen oder hab ich irgendwas schlimmes gemacht weshalb er mir vielleicht nicht vergeben hat. Ich hab die ganze Nacht nicht gescheit geschlafen weil ich total in Panik gewesen bin und sehr Angst habe das man mir nicht vergeben hat. Oder ob ich noch geliebt werde. Oder ob ich schon ausgeschlossen bin! 😢😟

Könnt ihr Gott fragen, oder habt ihr ne Chance mit ihn reden zu können.

Das gebet ging so!

Ich komme heute zu dir. Bitte vergib mir meine Schuld und sünde. Ich habe deine Gebote gebrochen und ohne dich gelebt. Aber heute komme ich zu dir und gebe dir mein ganzes Leben. Ich wende mich ab von meinem alten leben und trenne mich von aller Finsternis. Bitte komm jetzt in mein Herz und erfülle mich mit deinem heiligen Geist. Du sollst mein Herr sein für alle Zeit und Ewigkeit. Danke, dass du für mich gestorben bist und mir jetzt vergibst. Danke, dass ich durch dich errettet bin und ewiges Leben habe. Danke, dass du mich zu einem Kind Gottes machst und danke, dass du deinen Frieden in mein Herz gibst. Amen

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Ich denke, das mit dem Beten funktioniert nicht so automatisch, wie Du Dir das vorstellst: Oben wirft man ein Gebet ein, und unten kommt Gottes Antwort raus.

Gerade, wenn Du das erste Mal gebetet hast, denke ich, dass es eine Zeit braucht, Dich auf so etwas wie die Realität Gottes einzustellen.

Warum hast Du denn mit so einem heftigen Gebet angefangen, wo es gleich um Dein ganzes Leben geht?

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Ich denke, eine Beschäftigung mit den genannten Themen muss nicht generell ein Problem darstellen.

Ich würde erst dann anfangen, mir Sorgen zu machen, wenn klar ist, dass Deine Freundin von den "Seelenfängern" finanziell oder anderweitig ausgebeutet wird - oder wenn sie in sektenartige Strukturen gerät.

Meiner Erfahrung nach ist das Meiste auf dem Esoterikmarkt eher harmlos - und was Kartenlegen (wohlgemerkt von mir für mich, nicht von irgendwelchen dubiosen Hotlines) angeht, sind meine Erfahrungen sogar positiv. Mir selbst die Karten zu legen hat für mich etwas Meditatives und hilft mir (wenn ich es nicht übertreibe), meinen Geist zu ordnen.

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