Ich bin als Notfallseeslsorger oft bei einem Suizid dabei. Die Meisten sind über 70 Jahre alt und im Wortsinn Lebensmüde, also des Lebens überdrüssig. Sie haben alles, Haus, Einkommen, Familie, oft leben Kinder und Enkelkinder mit im Haus, zeigen Lebensfreude - aber tief drin (wo niemand hinsehen kann), da reicht es, das Leben.

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Solche Mythen finden sich in den meisten Kulturen wieder. Gebote, die das Zusammenleben regeln finden sich in unterschiedlicher Menge überall auf dem Globus und auch mit ziemlich ähnlichen Ansprüchen.

Eine Fluterzählung findet sich in fast allen Kulturen, die an einem Meer lebten. Eine Tsunamierfahrung reicht wohl über tausende Jahre zurück. Egal auf welchem Kontinent.

Und ja, Jahwe war ein Gott unter vielen, der sich erst im Laufe der Zeit "herausgebildet" oder durchgesetzt hat (lies in der Bibel: "Lasst UNS Menschen machen, UNS ähnlich").
Das war das Neue - der Eingottglaube. Und die Tatsache, dass er nicht an einem Ort (z.B. in einem Berg) blieb, sondern mitging und am Leben seiner Gläubigen teilhatte. Das findet sich so nur im Alten Testament.

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Schöpfungsgeschichte - evangelische Kirche?

Hey, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich sehr viel unwissendes in diesen Text packe, haha.

In der Schule nehmen wir gerade im (evangelischen) Religionsunterricht das Thema der Entstehungsgeschichte der Welt durch. Ich gehöre nicht der evangelischen Kirche an, besuche jedoch trotzdem den Unterricht. Nun, ich bin etwas verwirrt:

Es gibt nun zwei Schöpfungsgeschichten im Buch Genesis. Meine Lehrerin sagte, dass besonders mit der ersten Schöpfungsgeschichte, die im Babylonischen Exil entstanden ist, das Verständnis der Schriftsteller bezüglich der Entstehung der Erde mit den Ansätzen der heutigen Wissenschaft, u.a. dass das Leben aus dem Wasser stammt, Evolution etc., verdeutlicht wird. Somit also, dass die evangelische Kirche der Evolution zustimmt, und dass dieses Entwickeln aus dem Wasser von Gott bestimmt war. Ungefähr so hatte sie es formuliert.

Also ist, laut der evangelischen Kirche, die Geschichte von Adam und Eva eine Erfindung, nicht wahr und somit ergibt sich mir die Frage, wie das mit dem Sündenfall zu klären ist? Wenn die Schriftsteller im Babylonischen Exil ihr Wissen inform dieser Geschichte preisgaben, folglich Adam und Eva nicht existierten und damit auch nicht der Sündenfall, und wenn somit alles von der Evolution abhängig ist, widerspricht das alles doch dem Evangelium. Und an dieses glaubt die evangelische Kirche doch, oder? Viel mehr also, wird an die Evolutionstheorie geglaubt, die von Gott beabsichtigt war, und der Sündenfall ist entweder gar nicht oder doch irgendwie passiert, aber wie genau, wenn Adam und Eva nie existierten? Ihr wisst hoffentlich, was ich meine. Was glaubt die ev. Kirch denn wirklich?

Ich habe ein sehr verzerrtes Bild und es tut mir Leid, wenn ich einige mit meinem Unwissen verärgern sollte. Ich bitte hierbei um Hilfe.

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Einigen wir uns mal darauf, das beide Geschichten SchöpfungMYTHEN sind und keine geschichtlichen Berichte!

Die ältere Erzählung, Adam & Eva, stammt wohl aus der Zeit von König David (ca. 1000 v. Chr.) und ist vielleicht noch viel älter. Sie wurde in jener Zeit aufgezeichnet. Sie erzählt weniger den Schöpfungsakt, sondern eine ideale Welt, die Gott für den Menschen vorgesehen hatte, der Mensch hat sich jedoch über alles erhoben und wurde aus dieser perfekten Welt verbannt. Eine Erklärung für Tränen, Schweiß, Leiden, Krankheit und Tod. Alles hat ein Ende und all diese Leiden sind Teil unseres Lebens, das wir uns selbst eingebrockt haben.
Hintergrund ist weniger die Frage "Woher kommt alles was ist?", sondern mehr "Wozu ist alles?"

Anders verhält es sich mit der Schöpfungserzählung der sieben Tage, die ca.500 Jahre jünger ist und aus dem babylonischen Exil stammt. Es ist ein Lied (Refrain: "Und Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend, es wurde morgen, [nächster] Tag.", damit man es leicht in der Fremde weiter tradieren konnte. Die Fassung mit den Tagen und dem Ruhetag geht zurück auf die Frage: "Wer ist unser Gott? Ist er der Richtige?" - in Babylon unter fremden Göttern eine wichtige Frage. Stimmen deren oder der unsere?

Und keine der großen Kirchen hat ein Problem mit der Evolutionstheorie. Sie schließt einen Schöpfergott nicht aus.

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Da gibt es vieles:

  • kein soziales Sicherungssystem (4,6 Mio. Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen)
  • unzureichende medizinische Versorgung
  • Analphabetismus bei ca. 1/3
  • 21 Mio. entwurzelte (flüchtige) Menschen durch einen 18 Jahre dauernden Bürgerkrieg
  • Sklaverei (ja, auch heute noch)
  • Militärputsch im letzten Jahr und instabile politische Verhältnisse
  • militärische Konflikte in den Regionen Abyei, Darfur und im Osten des Landes
  • Abspaltung des christlichen Südsudan 2005 und immerwährende Unruhen untereinander

Das ist nur das Wichtigste.

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In etwa so, wie es Meandor beschrieben hat. Ich kenne persönlich einen und kann dessen Werdegang genau so bestätigen.

Thomas Silberhorn, lange Jahre in der JU, deren Orts- später Kreisvorsitzender, Jurastudium, CSU Orts- später Kreisvorsitzender, inzwischen auch im Bezirks- und Parteivorstand.

Er hat sich zunächst in den Gemeinderat unserer Heimatgemeinde wählen lassen, dann in den Bundestag (2002), von Anfang an im Arbeitskreis "Auswärtiges, Verteidigung, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" dabei, später stellvertretender Fraktionsvorsitzender und einiges mehr. 2014 Staatssekretär im Entwicklungsministerium, bevor er 2018 als Staatssekretär ins Verteidigungsministerium berufen wurde.

Schreib ihn selbst an, er antwortet sicher - aber das dauert.

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Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

Da steht "16.3.1935" und das war der Tag der Wiedereinführung der Wehrpflicht bei der Wehrmacht (Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht und Wiederherstellung der Wehrhoheit). Damit wurden die Wehrbeschränkungen des Versailler Vertrages offiziell gebrochen.

Daran soll diese Plakette wohl erinnern.

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Die letzte Vergasung wurde am 1. November 44 dokumentiert - was nicht heißt, dass danach keine mehr stattfand, sie wurden evtl. nicht mehr so korrekt verzeichnet.

Zudem hatte man Angst, dass die Alliierten die Vernichtungslager entdecken könnten, und man begann in der Zeit danach die Krematorien abzubauen (sollten in Mauthausen wieder aufgebaut werden) und die Gaskammern wurden unmittelbar vor Eintreffen feindlicher Truppen gesprengt - Zustand noch heute sichtbar.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz-Birkenau#Abbruch_des_Lagers

Zudem standen die Russen in Ungarn und der Slowakei und kamen Tag für Tag näher.

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Du hast es verstanden!

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In der Hochzeit der Hexenverfolgung - so um das Jahr 1600 - war vor allem Europa Mittelpunkt des Verfolgungswahns. Später kam Nordamerika hinzu und heute findet man Hexenverfolgung vor allem in Südamerika, Afrika und Südostasien.

Was das frühneuzeitliche Europa angeht dürfte es wohl kaum ein Land geben, das sich nicht beteiligt hat. Schließlich war es praktisch einen Sündenbock für Klimaschwankungen, Kriege und Seuchen zu haben. Und man konnte auf einfachste Art den unliebsamen Nachbarn loswerden.

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"Die" Bayern? Weder Du noch der Focus sollten 13 Millionen Menschen über einen Kamm scheren. Es gibt nicht DEN Bayern. Das ist genau so diskriminierend.

In Bayern leben viele Menschen, die gern konservativ und traditionsverbunden sind. Da sind dann auch welche dabei, die sicher ihre Vorbehalte gegenüber Ausländern haben. Es gibt aber auch die Anderen und die vielen dazwischen.

Die Zahlen in der Studie kann man auch anders lesen:
66,9 % der Bayern sind NICHT der Meinung, dass nur Schmarotzer kommen.
Die Hälfte haben KEINE islamfeindliche Einstellung.
usw.

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Beduine bezeichnet einen nomadischen Wüstenbewohner der Arabischen Halbinsel, der Syrischen Wüste, des Sinai, in Teilen der Sahara und im israelischen Negev.

FGO65 hat schon richtig aus Wikipedia zitiert. Dort steht auch, dass die Beduinen in den arabischen Staaten als Staatenlose ständig Diskriminierungen ausgesetzt sind. Also ja, sie werden zumindest von außen als Menschen ohne Land angesehen. Beduine heißt auch "nicht seßhaft".

Sie selbst bezeichnen sich schlicht als Araber, was auf eine Herkunft auf der arabischen Halbinsel schließen lässt. Erste Erwähnung findet das wohl im Jahrhundert vor der Zeitenwende, als die Römer in Nordafrika auf sie gestoßen sind.

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Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es vom einzelnen Menschen abhängt. Mein Heimatpfarrer hat im Unterricht nur Witze erzählt. Über Gott und die Welt konnten wir dann später mit unserer Gemeindereferentin reden.

Aber es gehören immer zwei dazu: nicht nur einer der Antworten gibt, sondern auch einer der Fragen stellt. In meiner seelsorgerlichen Arbeit vermisse ich es gefragt zu werden. Ich stupse dann - kognitiv - die Leute an und versuche durch gezielte Provokationen sie zu Fragen anzuregen. Aber durch Schule und Beruf sind viele mit dem Frage-stellen völlig überfordert.

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Seit 2009, 47

Autoimmunerkrankung

Dioptrienwerte weiß ich nicht, da sie ständig schlechter werden und ich (theoretisch) jedes (halbe) Jahr ne neue Brille bräuchte - kann sich aber keine Sau leisten.

ja, dauerhaft

Nein, ich finde es sogar auf eine gewisse Art und Weise "cool"

Nein, ich bin der erste und einzige mit Dauerbrille (Lesebrillen hatten Vater und Omas schon)

Außer putzen und ständig ne Neue holen nervt nix.

Ich hole mir alle drei Jahre eine (Zuschuss von der Krankenkasse) und hab jetzt die 5. und die dritte Sonnenbrille mit geschliffenen Gläsern.

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Oh mann, das ist wirklich verzwickt.

Bei uns gibt's 35 Schulwochen x 5 Schultage x 5,- Euro = 875,- Euro anstatt 365,- Euro - das ist schon heftig.

Ich würde mir einen Stapel Flyer mit dem Angebot des 365,- Euro-Tickets besorgen und ihm jedes mal, wenn ich ihn sehe, ihm diesen Flyer in die Hand drücken. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Danke, dass Du bereit bist zu helfen. Vielleicht verrät er Dir irgendwann mal, warum er das macht (evtl. Umzug steht bevor).

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