Zunftkämpfe..was ist das?

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Es gab mehr Handwerker als Kaufleute, und ihr Anteil am Steueraufkommen der Stadt war groß; sie festigten den guten Ruf der heimischen Erzeugnisse auf den großen Weltmärkten wie Venedig, Genua, Brügge, Gent, Lübeck, London. Dennoch blieben sie lange von der Stadtregierung ausgeschlossen. Sie gehörten ja nicht zur städtischen Oberschicht. Im 13. und 14. Jahrhundert lehnten die Zünfte sich dagegen auf z. B. in Köln, Frankfurt, Zürich, Ulm, Augsburg. Die Zunftkämpfe endeten fast immer mit einem Vergleich: Die Hälfte oder mehr Handwerker saßen neben den Patriziern auf den Bänken des inneren Rates, dem wichtigesten Gremium der städtischen Selbstverwaltung, aus dem meist auch die Bürgermeister hervorgingen. Der äußere Rat nahm dem gegenüber nur untergeordnete Aufgaben wahr und besaß auch keine Entscheidungsbefugnisse. Allerdings galten nicht alle Zünfte untereinander als ratsfähig, nur die angeseheneren Zünfte waren im Rat vertreten.

Danke für den Stern.....

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Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Zünften.

In mittelalterlichen Städten nahmen Zünfte hin und wieder die Rollen von - etwas forsch verglichen - den heutigen Parteien ein. Demzufolge gab es auch Streitereien zwischen ihnnen, denn die Zunft der Weber musste nicht immer dieselben Ziele haben wie die der Rüstungsschmiede. Und natürlich wollte jede von ihnen möglichst viele Sitze im Rat besetzen und evtl. sogar den oder die Bürgermeister stellen.

Zum Rat von tmobile ist anzumerken, dass das Gesagte zwar so formuliert ist, als gelte es für ALLE Städte zu jeder Zeit, aber es gab z.B. nicht überall "innere" und "äussere" Räte. Das würde z.B. für Lübeck (wenn ich mich richtig erinnere) zutreffen, aber nicht auch für Dortmund.

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