Würdet ihr euch für ein FSJ oder BFD entscheiden? Warum?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

FSJ, weil... 57%
BFD, weil... 43%

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
BFD, weil...

hängt wohl auch vom Alter ab, aber in einem Pflegeheim wird es sich wohl um ein "Freiwilliges Soziales Jahr" handeln, während beim "Bundes Freiwilligen Dienst" wohl eher "Ärzte ohne Grenzen" oder "Kriegsgräberfürsorge" in Frage kommen..

was das "Ausnutzen" oder "Ausbeuten" angeht, so sollte dies nicht der kritische Faktor sein, auch wenn einiges dafür spricht, daß diese Institutionen mit Vorliebe die Freiwilligen dann ausbilden, wenn sie aus ihren Reihen kommen und umgekehrt, daß es sinnvoll erscheint, in dem Metier zu bleiben, und "Praktika" werden eh' verlangt und erwartet

es ist nur beschämend, daß hier auch wieder die Politik "Wasser predigt", aber selbst "Wein trinkt "..natürlich kämen sie nie auf die Idee, auch mal was unentgeltlich zu tun, weil sie ja unersetzlich sind und wenn, dann mit "tierischen" Aufwandsentschädigungen.. daher resultiert auch die "Politikverdrossenheit" der Jugend und "Wahlmüdigkeit" überhaupt.. ein Gewinn für die neue "AfD"..

Es ist beides eher sinnfrei und wird nur ausgenutzt, in der Zeit kann man auch richtig Geld verdienen und wenn es für das Gewissen sein soll, sich nebenbei ehrenamtlich beschäftigen.

Man kann sehr wohl auch aus Eigennutz einen Freiwilligendienst leisten, aus Gründen wie "eigene Entwicklung", "Reinschnuppern ins Berufsfeld", evtl. als Bonus bei der Studienplatzsuche etc.

Sinnfrei sind Freiwilligendienste definitiv nicht.

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@alexxxflash

Doch das sind sie und werden nur ausgenutzt. Man muss nicht für ein lächerliches Taschengeld arbeiten gehen, nur um sich selbst zu finden. xD sry 😂 Dann eben richtig Geld verdienen und ehrenamtliche Sachen machen.

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@xXErdbeerchenXx

Du scheinst, (nicht) sehr viele Dienste abgeleistet zu haben, wenn du ausschließlich so denkst....

Es hängt natürlich von der Einrichtung ab, wie du behandelt wirst, wie viel du arbeiten musst, etc. da kann man diese „Ausbeutung” nicht für alle verallgemeinern.

Dazu kann sich selbstverständlich auch durch so ein FSJ/Bufdi weiter entwickeln und vieles lernen - das hängt auch von der Person ab, wenn du das nicht kannst, ist das okay, aber es gibt andere, denen ein solches Jahr sehr hilft, vor allem, da man im sozialen Bereich beschäftigt ist und viel Kontakt zu verschiedensten Menschen hat. Außerdem lernt man ein paar Berufe kennen, somit trägt es auch zur eigenen Berufsbildung bei. ;)

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@xXErdbeerchenXx

Ich finde es übrigens interessant, dass gerade du, aufgrund deiner Unsicherheiten, die man aus deinen eigenen Fragen herauslesen kannst, so schlecht über FSJ und BFD denkst. Gerade für jemanden wie dich sollte das doch eine gute Möglichkeit darstellen, offener zu werden und dich deinen eigenen Problemen zu stellen.

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@champion2013

Ne in sowas habe ich keine Erfahrung, ich denke wirtschaftlich 🙂

40 Stunden arbeiten für ein Bruchteil von dem, was ein Angestellter / Arbeiter bekommt? Für die selbe Arbeit? Hier freut sich nur einer, das Unternehmen weil es einen Dummen gefunden hat, der für wenig viel leistet, darauf wird sogar gesetzt und solche Stellen fest eingeplant. Es vernichtet sogar Arbeitsplätze gut ok, die Jobs will eh kaum noch einer machen, weil die Bezahlung so schlecht ist, da kommen die Freiwilligen natürlich gerade recht, die machen es für noch weniger xD 🤦‍♀️

Man kann auch ehrenamtlich tätig werden zB in einen Hospitz und trotzdem normales Geld verdienen für alles andere gibt es Praktika.

Sry aber es ist Ausbeutung.

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@xXErdbeerchenXx

Wenn du in sowas keine Erfahrung hast, dann kannst du kaum darüber urteilen.
Übrigens: Im ersten Ausbildungsjahr oder einem Minijob/Aushilfsjob verdienst du auch nicht mehr als bei einem FSJ/Bufdi, und die Auszubildenden arbeiten genauso viel. Wirklich mehr Geld verdient man erst in den späteren Jahren nach der Ausbildung/Studium/etc.

Inwiefern vernichtet es Arbeitsplätze, wenn im sozialen Bereich Personalmangel herrscht?

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@champion2013

Kann ich und mach ich. :)

Ausbildung ist wieder etwas anderes, diese hat zum Ziel einen Berufsabschluss zu bekommen, ob da so wenig Geld gerechtfertigt ist, ist wieder etwas ganz anderes.

Es ist und bleibt Abzocke. Beschäftige dich mal mit Wirtschaft und woher solche Sachen kommen dann weißt du auch warum. :) Wenn ihr das FSJ gemacht habt, ja sry dann habt ihr euch einfach als Billigarbeitskraft ausnutzen lassen obwohl es auch anders gegangen wäre, mit einem normalen Einkommen und wenn es ok für euch war ist es doch schön, dann funktioniert es ja so wie es soll. 😂

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@xXErdbeerchenXx

Ich habe kein FSJ o.ä. absolviert, kann daher leider auch nicht aus eigener Erfahrung sprechen, lediglich die meiner Bekannten und Freunde zur Hilfe nehmen. . :)

Diejenigen, die ein FSJ/Bufdi anfangen, haben auch Ziele vor Augen, die sie in dem Jahr erreichen. Trotzdem verstehe ich deinen Punkt, denn eine abgeschlossene Berufsausbildung hat man danach natürlich nicht. Allerdings kann der Nachweis einer solchen sozialen Tätigkeit hilfreich im Lebenslauf sein (Beispiel: Medizinstudium).
In einem Aushilfs-/Minijob verdient man allerdings auch nicht mehr Geld als bei einem FSJ. Wenn man sowieso später in diesen Bereich gehen möchte, ist das Jahr also eine gute Möglichkeit zur Orientierung, ähnlich eines Praktikums - nur mit Bezahlung. Daneben hat man beim FSJ/Bufdi auch Seminare, bei denen man viel lernen kann/sich weiter entwickeln kann.

Dass das FSJ aus wirtschaftlicher Sicht andere Vorteile als die „Selbstfindung” o.ä. hat ist mir klar, das ändert allerdings nichts an dem positiven Nebeneffekten für die Absolventen. Mehrere meiner Freunde absolvieren/haben bereits ein FSJ/Bufdi absolviert und haben ausschließlich positive Erfahrungen gemacht, wurden nicht ausgenutzt, hatten teilweise sogar zu wenig Beschäftigungen, denen sie auf der Arbeit nachgehen konnten - dass das Ganze auch anders aussehen kann und man ausgenutzt werden kann, ist mir bewusst.
Wie sollte man als Ungelernte(r) ein „normales” Einkommen (wie auch immer du das definierst) bekommen, wenn man keinerlei Qualifikationen vorweisen kann?

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