Wozu brauacht man einen iso-wert von 204.800?

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8 Antworten

Hallo

es ist ja kein Muss sondern man Kann

Die Sony a7s hat ISO 409600 im High Modus und ISO 102400 als regulären Endpunkt wobei VIDEO mW nur bis ISO 51200 geht.

- hohe ISO Werte ermöglichen Low Light Fotografie selbst mit "normalen"
Optiken oder Dunkelzooms (Sieht dann aber nicht wie klassische XL
Fotografie aus). Eine Frage ist ob ISO Werte über 100 000 nicht schon
"Restlichtverstärkung" bedeuten. Das generele Problem ist dass man beim
Fotografieren Licht braucht und wo kein Licht ist erzeugt sensorbasierte
Restlichtverstärkung "virtuele" Information die man nach fraktaler
Rechnung in Bildinfomation umsetzt. Wie gut das funktioniert sieht man
dann an Feinstrukturen wie Haare, Fell, Grasflächen oder Hecken.

- Sensoren mit hohen ISO Werten haben bei ISO 100 sehr hohe Dynamikwerte (15+ LW) so dass man im Prinzip mit einer einigermassen guten Belichtungsmessung immer korrekt belichtete Bilder hat, selbst wenn es noch keine Fotopapiere gibt die mehr als 12 Lichtwerte umsetzen können und die Dynamik aktueller Sensoren quasi nur auf Monitoren stattfindet. Im Prinzip ist jedes Bild ein HDR und man kann/muss beim umsetzen in Print die Dynamik ausnutzen. Zudem haben diese Sensoren bei ISO 100 meist dabei einen 36 Bit oder auch bis 42 Bit Farbraum.

- ISO 102000 bedeutet eine Verzehnfachung der Blitzleitzahl bzw 10 fache
Verlängerung der Blitzreichweite. Das braucht man nicht unbedingt aber
im Gegenzug verkürzen sich die Blitzfolgezeiten und der Stromverbrauch
sinkt.

- Hohe ISO ermöglichen dass man zb in in Innenräumen (Museen) ohne Stativ mit einer abgeblendeten Optik und einem Polfilter davor arbeiten kann

- bisher sind die High ISO Angaben ja oft "Protzwerte", meist ausserhalb der ISO Norm (Deswegen in seperaten Hi Stufen). Die Frage ist welche Bildqualität bleibt real bei ISO über 51200 übrig ?. Für S/W Fotoreportage kann das wohl noch ein brauchbare Stufe sein. Aber bei einer a7s ist ISO 102400 mit abstrichen durchaus für Farbreportagen einsetzbar und bei Nikon D4s, Canon 1Dx oder Pentax 645Z ist ISO 25600 in der Bildqualität so gut wie bei 1/2,3" Kompaktkameras bei ISO 100 also gut genug für A3+ bis A2 Prints. Im Bereich der Sportreportage bedeutet ISO 25600 man kann in einer Sporthalle bei LW 8 mit Blende 11 (Bereich der Optimalauflösung von "Dunkelzooms") und 1/1000 arbeiten oder bei Wildlife kann man bis in die Dämmerung ansitzen wo dann die ersten nachtaktiven Tiere auftauchen. Oder man kann morgens schon fotografieren bevor die Sonne auftaucht speziel in Bergregionen wo lange Schattenzeiten vorherrschen hat man da schon bei Wildilfemotiven viele Vorteile und vor allem mehr Freiheit bei der Standortwahl.

- die "ISO Monster-Sensoren" haben zZ um 12 bis 16 MP. Interesannter ist der 42MP BSI Sensor der 7RII mit max ISO bei 102400 und ISO 6400 als der Punkt wo die Auflösung langsam abknickt und Rauschartefakte sichtbar werden. Der alte 36MP Sensor in der Nikon hatte denn Punkt schon bei ISO 200. Der Sensor der 7R/Pentax K bei etwa ISO 800

Einige Hersteller arbeiten an einem organischen Sensor. zb Panasonic/Fuji hat im Januar Full HD Monochrome Testbilder von einem OPF Prototypen unbekannter Sensorgrösse gezeigt (vermutlich 1/4") mit 120dB
Dynamik (40 Lichtwerte !!) und Gain +30dB über SNR (ISO 102000) bis
weit in die IR und UV Bereiche die qualitativ durchaus "gut" waren. Im
Bereich Machine Vision oder Observation wird das bestimmt eine "kleine"
Revolution bedeuten und evtl. auch mal bei Mobiltelefonen gelandet wohl
die Kameraverkäufe noch weiter dezimieren. Dann kann man im Dunkeln
Zeitung lesen man muss nur das Smartphone als Lesegerät einsetzen.
(Ok, eine Stirnleuchte ist dafür evtl effektiver.. aber Gadgets verkaufen sich nun mal)

Verschlusszeiten jenseits der 1/4000 sind "nett" aber kein Muss. Wichtiger sind kurze Sync-Zeiten mit Blitzlicht da ist 1/500 oder gar 1/1000 für
Mischlichtblitzen gefragt. Zudem sind bei den meisten Digitalkameras
Verschlusszeiten unter 1/4000 meist elektronisch erzeugt bzw es gibt die
Hybridverschlüsse. Wegen der Laufzeitproblematik ist 1/32000 bei
Vollformat schon mal eine technische Ansage wenn das als Global Shutter
umgesetzt ist. Bei einer Lumix FZ ist das mit 12MP und 8mm
Sensordiagonale noch machbar bei Olympus mFT ist dass schon Grenzwertig umgesetzt. Bei 43mm Diagonale wird man jede Menge Pipelines und Rechenpower brauchen.

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Die hohen Iso Werte braucht man eher weniger. Aber,eine Kamera die sowas schafft, kann ISO-Werte, die andere Kameras zwar auch schaffen, nur diese eine eben noch deutlich rauschfreier. Einfach so nutzbare ISO 6400 sind schon was anderes als dreimal durch eine Software gejagte Fotos, die man dann auch nur in kleinerer Auflösung verwenden kann. Die maximale ISO ist ein netter Nebeneffekt, der natürlich auch Werbewirksam in Szene gesetzt wird. 

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Den bräuchte man nur, wenn man auf dem Bild noch was erkennen könnte. Aber die Bildqualität ist bei dieser ISO eine Hyperkatastrophe. Wäre die Bildqualität super, also im Jahre 2049, könnte man sehr kurze Verschlusszeiten erreichen, oder eben bei fast null Licht tolle Bilder machen. Es ist also reines Marketing. Aber solange sich Pixel und ISO Angaben, mehr Zoom oder WIFI Funktion, besser verkaufen, wird das gemacht.

Ich selbst habe die Möglichkeit in unserem Fotogeschäft solche Sachen zu testen. Die Sony Alpha 7S II macht da die gleich schlechten Bilder wie eine Nikon D750. Eigentlich war das Bild der Nikon sogar besser. Ich sag da nur 100 Jahre Erfahrung: NIKON. Und das obwohl die besser hätte sein müssen, da sie weniger Pixel und größere Pixel hat. Aber irgendwas muss ja dran sein, das viele eben doch beim Neukauf in der Topliga, Nikon und Canon bevorzugen. Tendenz natürlich leider fallend - Spiegellose Systeme sind im Kommen.

Wer sagt das ?

Ich ! Seit 25 Jahren im Fotohandel an der Theke mit Kunden im Verkauf.

Ich bin seit ca. 23 Jahren Berufsfotograf.

Im Allgemeinen interssiere ich mich immer für die Wahrheit.

Und die kommt aus der Praxis. Theoretisches gelaber ist mir ein Graus.

Egal ob Fotografie oder Ju-Jutsu.

Beides meiner Themen hier.

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Das mag fuer die Arbeit von Detektiven nuetzlich sein, fuer die bildmaeßige Fotografie eher nicht. Aber je hoeher der Spitzenwert ist, desto weiter wird auch die tatsaechlich nutzbare Empfindlichkeit angehoben. Es gibt ja auch schon laenger ISO-Werte von ueber 1Mio (bei Kleinbild/Vollformat) und bei den APS-C Modellen hat wohl momentan die Pentax K-P mit ueber 800000 die Nase vorn. 

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Die 7S hat sogar einen ISO von 409.600. 

Damit kann man halt in absoluter Dunkelheit Filme/Fotos machen wenn man kein Blitz oder dergleichen hat. 

Mein Bruder hat diese Kamera, und dann dazu noch ein Objektiv mit 0,96er Blende. Da denkt man echt es wäre Tag. Und das alles ohne Langzeitbelichtung. 

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Niemand braucht sowas,höchstens zum Stilmittel,weil die Bildqualität einfach unterirdisch ist. 

Die Hersteller nutzen solche Isowerte auch als Marketing für ungedarfte Nutzer. Bei Iso 3200 bei APS-C ist meist schon Ende der Fahnenstange ,wenn es um Bildqualität geht

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Man braucht weniger Licht zum fotografieren. Das kann ausgenutzt werden, wenn man extrem kurze Öffnungszeiten im Objektiv haben will, weil man etwas sehr sehr schnelles fotografieren mag.

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Für sternfotografie

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Kommentar von FoxundFixy
21.04.2017, 06:27

Ja,dank des Rauschens hast du dann sogar Sterne ohne Himmel

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Kommentar von Jonas1812
21.04.2017, 14:32

Das kann natürlich gut sein wenn die Kamera rauschempfindlich ist.

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