Woher kommt der Begriff Schorle?

2 Antworten

Ein französischer Offizier, der im 19. Jahrhundert in Süddeutschland stationiert war, mischte seinen Wein mit Wasser und sagte dabei: "Toujour l'amour" (=Jeden Tag Liebe). Daraus wurde zuerst "Schorlemorle" und etwas später dann die Kurzform "Schorle" (Quelle: Canuma Drehblättchen)

Wein mit Mineralwasser zu vermischen war eine Vorliebe der im 19. Jahrhundert in Süddeutschland stationierten französischen Soldaten. Der Name beruht wahrscheinlich auf dem Trinkspruch „Toujours l'amour“ (etwa: "immer Liebe"), der in abgeschliffener Form zu Schorle-Morle oder kurz Schorle wurde.

Laut Duden-Herkunftswörterbuch ist das Wort Schorlemorle eine seit dem 18. Jahrhundert zuerst als Schurlemurle in Niederbayern bezeugte Bezeichnung für ein Mischgetränk aus Wein und Mineralwasser. Die Herkunft des Wortes ist unsicher; es handelt sich vielleicht um eine sprachspielerische Bildung, ähnlich wie die schon für das 16. Jahrhundert bezeugten Bezeichnungen für Bier scormorrium in Münster und Murlepuff in Straßburg. Das in Süddeutschland seit dem 16. Jahrhundert bezeugte Schurimuri („aufgeregter, hektischer Mensch“) und das ältere niederdeutsche Schurrmurr („Mischmasch“) könnten damit verwandt sein (Duden, Bd. 7: Das Herkunftswörterbuch, 2. Aufl., Mannheim 1989, Stichwort Schorle).

Nach Kluge liegt dem Wort Schorlemorle dagegen wohl das mundartliche südwestdeutsche schuren („sprudeln“) zugrunde (Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 22. Aufl., Berlin/New York 1989, Stichwort Schorlemorle).
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