Wieviel muss ich mir gefallen lassen?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Als betreuender Elternteil musst du dem Kindsvater einen dem Alter des Kindes gemäßen Umgang gestatten...

Insofern bist du im Rahmen deiner "Wohlverhaltenspflicht" gehalten, auf den Umgang des Kindes mit seinem Vater positiv einzuwirken. Du hast kein Mitspracherecht, wie, wo, mit wem... der Vater seinen Umgang mit dem Kind gestaltet, und er ist dir auch keine Rechenschaft schuldig..., solange das Wohl des Kindes durch den Umgang nicht gefährdet ist....

Zwar klingt das erstmal sehr "theoretisch", aber praktisch solltest du dich darauf einstellen, dass der Vater bald einen intensiveren Umgang mit seinem Kind einfordern könnte (Wochenenden, hälftige Ferien, Feiertage....), wozu ihr dann auch entsprechende Absprachen tätigen müsstet, bei dem ihr dann auch auf die Belange, Termine, Möglichkeiten... des jeweils anderen Elternteils Rücksicht nehmen müsst.

Du solltest vielleicht einen vorübergehenden "betreuten" Umgang erwägen - also einen Umgang, bei dem außer dem Kind und seinem Vater ein "Umgangsbetreuer" (entsprechend ausgebildete Person) anwesend ist...

Lass dich ggf. vom Jugendamt beraten, um u. a. das Kind auf die alleinigen Besuche beim Vater vorzubereiten...., denn diese wirst du auf Dauer nicht verhindern können.

Beim Umgang handelt es sich zwar um das Umgangsrecht des Vaters, welches er ggf. einfordern/ einklagen könnte, aber dieses beruht auf dem "Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern" (BGB §1684).

Der Vater könnte auch sein Sorgerecht einfordern - auch gegen deinen Willen.... - dann müsstest du zukünftig alle relevanten Entscheidungen für das Kind (Wohnort, KiTa, Schule, Religion....) gemeinsam mit ihm treffen....

Wieviel muss ich mir gefallen lassen?


Du hast die Entscheidung getroffen, dass dieser Mann der Vater deines Kindes ist..... Das kannst du weder negieren noch rückgängig machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich stecke Haar genau in der selben Situation wie du: Kind drei, Vater ein totaler Lügner, der sich auch nur wenn die Sonne scheint um sein Kind kümmert! Ich kann dich sooo gut verstehen! Ich habe auch das Bedürfnis mein Kind zu beschützen, weil er ja nicht nur mich anlügt sondern auch sein Kind, nur das es das noch nicht mitbekommt! Ich finde so ein Verhalten total respektlos dem Kind gegenüber!

Rein rechtlich kannst du da gar nicht's tun!
Und ich lasse mein Kind auch nicht mit seinem Vater alleine, das wäre mir viel zu gefährlich!
Das einzige was mir geholfen hat, ist das ich den Vater komplett aus unseren Alltag ausgeklammert habe und ihn nur noch als gelegentlichen Besucher wahrnehme! Unser Kind versorge ich alleine, dazu brauche ich ihn nicht! Wenn er kommt ist das okay und wenn nicht interessiert es auch keinen! Ich weiß das hört sich hart an aber es geht nicht anders! Ich habe mich so oft geärgert und er hat mir so oft Kraft geraubt die ich für mein Kind brauche, das ich irgendwann mal loslassen musste!

Ich wünsche euch beiden alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

der vater hat das recht auf umgang. wie er dieses gestaltet ist seine sache. solange er dich dabei duldet, ist das schön für dich. ab dem tag wo er dieses ablehnt, wirst du nicht mehr dabei sein müssen. du hast keinen anspruch dies zu betreuen. das geht dich nichts an.

du hast keinen anspruch auf wissen darüber was er tut und auch nicht auf die wahrheit. er kümmert sich um das kind, das genügt.

er hat das recht auf gemeinsames sorgerecht. wenn er dies fordert, wird er dies bekommen. darin enthalten ist auch das gemeinsame aufenthaltsbestimmungsrecht. wenn du dies nicht gemeinsam mit ihm erklärst beim jugendamt, dann holt er es sich problemlos beim gericht. dann trägst du eben die kosten dafür.

selbiges gilt, wenn er dich per urteil in die schranken weisen muss, was den umgang betrifft.

umfang dabei wäre so ca.

- 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite we von fr-so

- hälftige ferien und feiertage

drei wochen sommerferien.

wo also ist jetzt eigentlich dein problem, außer die die du für dich selbst zu welchen machst?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du solltest weniger an dich als vielmehr an das Kind denken. Es braucht seinen Vater. Ignoriere sein Lügengeschwätz. Ziehe euer Kind nicht in eure Streitigkeiten hinein. Das wäre unfair dem Kind gegenüber. Mache den Vater bei dem Kind nicht schlecht, sondern sorge dafür, dass das Kind den Vater genauso lieb hat wie dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LoewinToday
22.11.2016, 15:34

Ich denke nur an mein Kind das wieder mal enträuacht wurde. Es geht ihm schlecht und der Vater redet sich wieder raus wieso er nich da sein kann. Und lügt halt. Klar bin ich sauer aber ich bin sauer weil ich sehe wie er unser Kind fallen lässt. Und das würd ich halt gern ändern. Er verhält sich in dem punkt halt total mies unserem kind gegenüber und ich als mutter denke das ich da einschreitwn sollte möchte aber auch nich total über sie stränge schlagen sondern angemessen reagieren.

0

Du musst dir gar nichts gefallen lassen. Wer soll dich zwingen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LoewinToday
22.11.2016, 15:23

Das ist es ja ich weiß nicht in wie weit der Vater gehen 'darf'. Auf einer Seite möchte ich ihm das Kind nicht vorenthalten auf der anderen will ich ihn nicht einfach so mit dem Verhalten durch lassen. 

0

Euer Verhältnis ist gestört. Das hat nichts mit dem Kind zu tun.

Der Umgang sollte/muss gestattet sein. Eigentlich müsste das Kind auch später gelegentlich beim Vater bleiben (also mal ein Wochenende oder so) damit ein gutes Verhältnis entstehen kann. Das wäre jedenfalls wünschenswert.

Eine Äußerung wie, dass Du das Kind vor irgendwas bewahren musst solltest Du Dir ehrlicherweise abschminken. Du hast von dem Kindsvater irgendwann mal ein ganz anderes Bild gehabt. Ggf. benimmt er sich dem Kind gegenüber so wie er früher zu Dir war. Solange also nichts "Nachteiliges" vorfällt sollte er auch alleine Kontakt zu dem Kind haben, es ist ja genauso seines wie deines.

Aber es ist klar, dass es extrem schwer wird das zu trennen. Schau Dir mal den Film Kramer gegen Kramer an. Da versucht der Vater alles um dem Kind kein schlechtes Gefühl über die abwesende Mutter zu vermitteln.

Was er auch immer in Eurer Beziehung falsch gemacht hat darf dich nicht beeinflussen. Klar ist das extrem schwierig, aber versuchen solltest Du es.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LoewinToday
22.11.2016, 15:31

Danke für die ausführlichkeit. Also das er das Kind nicht allein sehen darf das kommt daher das er es selbst verbockt hat und liegt nicht an meiner einstellung. 

Ich meine wenn das Kind beispielsweise krank is und er sich mit kümmern will und mir dann über stunden lügen verstrickt wieso er das nich kann muss ich mir auf elternbasis das gefallen lassen? Ist das etwas was ich einfach hinnehmen muss? 

0
Kommentar von Mignon5
22.11.2016, 15:31

Sehr guter Beitrag!

Häufig ist das Verhältnis der getrennten Eltern von Rachegefühlen oder von Verletzt- und Gekränktheit geprägt und die werden auf das Kind übertragen. Leider begreifen die Eltern nicht, wie sehr sie dem Kind schaden, wenn sie ihm den anderen Elternteil aus den genannten Beweggründen entziehen oder schlecht machen wollen. Das endet nicht immer, aber häufig in psychischen Störungen des Kindes.

0

Was möchtest Du wissen?