Wieso sind Richter so emotionslos?

9 Antworten

Die These, Richter seien emotionslos und hätten kein Mitgefühl, ist grundsätzlich nicht richtig. Ein Richter hat einen Auftrag, dem er nachkommt, dabei ist gemäß § 39 DRiG die Unabhängigkeit zu wahren.

Im Rahmen der Unabhängigkeit ergibt sich also kein Platz für offenkundiges Mitgefühl o.Ä.

In vielen Fällen müssen sie halt Objektiv bleiben, da kann es helfen Emotionen etwas in den Hintergrund zu stellen.

Ist in ihrem Beruf eher etwas unpassend, wenn sie Gefühle mit einfließen lassen, oder?

Wenn sie zum Beispiel einen Mörder verteidigen und wissen, dass er den Knast verdient hat, dann wäre es ziemlich unvorteilhaft, wenn sie mitheulen, wenn die Eltern der ermordeten Person anfangen in Tränen auszubrechen.

Wäre es Dir denn recht, wenn einen Richter z.B. Mitgefühl für einen Täter hätte ?

Über Recht und Unrecht zu entscheiden, ist keine emotionale Angelegenheit.

Trotzdem wird, wenn es um Streitigkeiten zwischen Männern und Frauen vor Gericht geht, den Frauen i.d.R. mehr geglaubt als Männern.

So betrachtet handeln sie sehr wohl emotional.

Richter sollen ja objektiv entscheiden können, das gehört zu ihrem Job... auch wenn sie dadurch emotionslos und ohne jegliches Mitgefühl wirken

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