Wieso sind Ossis oft unfreundlicher als Leute im Westen oder Süden?

25 Antworten

Wenn ein Bayer von Nordlichtern spricht, dann sind das keine zarten Worte. Wenn ein Berliner einen Mecklenburger gruesst bekommt er die Gegenrede  in 5 Minuten zurueck. Der Berliner schafft die doppelte Anzahl an Woerter, wie der genannte Mecklenburger in der gleichen Zeit. Wer sagt denn, dass der Taxifahrer ein Berliner war, 50% der Einwohner von Berlin sind sogenannte Rucksackberliner, also Zugereiste. Insgesamt ist der Berliner ein ausgeglichener Typ, mit Herz und Schnauze, aber nie beleidigend. Wer mit den Berlinern nicht klarkommt, der hat ueberall seine Schwierigkeiten.

Ein reicher Buerger hatte tatsaechlich immer "seinen" Rechtsanwalt dabei, ich glaube der muss schlechte Erfahrungen gemacht haben. Auf jeden Fall brauchte der niemals einen Rechtsanwalt anrufen, er hatte ihn dabei.

Ossi/Wessi, wer solches Vokabular noch Heute im Munde fuehrt, sollte mal seine Umgangssprache ueberdenken.  

Hallo!

Eine tolle Frage!

Ansonsten... mit der Art der Berliner muss man leben können, dieser oftmals barsch und schroff wirkender Duktus ist tatsächlich nicht jedermanns Sache -----> ich komme damit gut klar. Taxifahrer sind jedoch oft eine Spezies für sich... von der man nicht auf die Allgemeinheit schließen kann :)

Mir persönlich hingegen liegt die stolze, konservative und bisweilen etwas horizontbeschränkte Art der Bayern (mit Ausnahme vom schwäbischen Bayern rund um Augsburg), derer Ansicht nach Bayern oft das Maß aller Dinge ist und alles andere dagegen absolut zweitklassig, nicht & ich persönlich habe außerdem Freiburg im Breisgau als mMn unfreundlichste Stadt Deutschlands kennen und daher nicht schätzen gelernt. Gelinde gesagt war das Klima nicht mehr reserviert, sondern unterkühlt, unhöflich und überheblich.. offenbar bildete man sich auf die bischöfliche Bedeutung der Stadt & die Uni einiges ein. 

Die herzlichen, lockersten, gastfreundlichsten und gemütlichsten Menschen habe ich übrigens in Sachsen, Thüringen und Brandenburg kennengelernt. Sie sind pragmatischer, nüchterner & deutlich vorurteilsfreier als die "Westdeutschen", die mir gelegentlich als sehr steif vorkommen und sehr "befangen" bzw. nach dem Motto "ich weiß wer ich bin und ich kenne meine(n) Titel" rüberkommen -----> liegt vllt. dran, dass ich selbst osteuropäische Wurzeln habe & mir der ostdeutsche Menschenschlag mehr liegt. Ich bin selbst ein pragmatischer Mensch, keine Stimmungskanone & kein Dauergrinser, sondern viel mehr ein Gemütsmensch der eher in der zweiten oder noch lieber dritten Reihe rumsteht als ganz vorne im Zentrum der Handlung ;)

Aber: Im Grunde ist das 'ne Frage, die anhand seiner subjektiven Erfahrungen jeder gaaaanz individuell für sich beantwortet ;) Beispiel: Mit einem sehr netten Theologen hatte ich es vor einigen Wochen über Mentalitäten in Deutschland. Er stammt wie ich aus dem Raum Frankfurt/Main & staunte über meine Freiburg-Episoden, weil er die Freiburger bzw. Südbadener als ganz anders wahrgenommen hatte während seinem Theologiestudium^^ nur soviel dazu :)

Witziger Weise sind Berliner sowohl Ossis als auch Wessis. Es gab da nämlich mal eine Westberlin und den Ostteil der Stadt der die Hauptstadt der DDR war. Du hättest also mal besser nicht deinen Anwalt sondern deinen Geschichtslehrer angerufen. Das dien Anwalt das nicht kennt macht mich auch nachdenklich was dessen Allgemeinbildung betrifft.

Berliner Taxifahrer, egal aus dem Osten oder Westen sind berühmt berüchtigt. Das ist einen ganz besondere Spezies und hat mit dem Berliner an sich auch nur marginal was zu tun. Ich glaube die züchtet man auf speziellen Farmen. http://www.spiegel.de/karriere/nachhilfe-fuer-taxifahrer-in-berlin-sie-sollen-freundlicher-werden-a-957911.html Ach ja du hast einen von 6650 Taxifahrern erwischt. Nicht gerade repräsentativ für eine Einschätzung von Berlin.

 Keine Ahnung in welcher "Schankstätte" du warst. Aber auch hier müsste man klären ob es im ehemaligen Osten oder Westen war. Wenn du im Kiez in eine Eckkneipe gehst musst du dich nicht wundern das du schief angeschaut wirst. Das ist als ob du als Fremder irgendwo in der Pampa Westfahlens in die Dorfkneipe kommst. Da wirst du auch blöd angeschaut.

Berlin muss man offen in sich aufnehmen, wenn man sich drauf einstellt kommt man mit den Berlinern sehr schnell in Kontakt und dann merkt man wie offen die sind und das sie das Herz am rechten Fleck haben.

Das Alles hat mit DDR und so überhaupt nichts zu tun. Das war schon so als es noch zwei Teile von Berlin gegeben hat und das wird in 100 Jahren noch so sein.

So ist es!

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