Wieso nerven viele Veganer so?

19 Antworten

Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer Gesinnungsethik, also der Ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite steht. Daher müssen sie es jedem unter die Nase reiben um sich überlegen zu fühlen um zu zeigen "ICH bin so gut" zur inneren selbstbefriedigung. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und erpreßt werden wenn das gegenüber nicht die selbe meinung vertritt.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit
beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs
auszuschließen.


Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die
nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen
erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher
Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und
bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im
besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

es ist auch für viele eine art Quasireligion also der galube an die einzig wahre ernährung/Lebensstil. Je stärker sie nach ihrer eigenen Definition
ethisch motiviert sind um so mehr abneigung empfinden sie gegenüber
anders denkenden und handelnden Menschen der sich bis zum Hass steigert.


Man schustert sich also die Natur zu einer idyllischen harmonischen
Paralellwelt in der der Mensch nix verloren hat, Bäume zu Pflanzen ist
gut, Bäume zu fällen böse und der Jäger ist sowieso ein Mörder. Dass der
tot zum Leben dazu gehört will man nicht akzeptieren. Daher versucht
man mit schlechten Argumenten seine Quasireligion mehr stabilität zu
geben indem man sich Scheinargumente an den Haaren herbeizieht und diese zum Dogma erhebt.

Also Fleisch ist böse – und wer Fleisch isst, auch.

So denken zumindest viele, die Tiere lieben und Steak, Wurst und Schnitzel für ungesund halten.

Daher glaubt man man könne sich und alle dieser Welt von Krankheit und allem propagierten vermeintlich schlechten das damit verbunden wird fern halten. Also getrieben von Schuld und Sündengefühlen angestachelt durch medien glaubt der innerlich leidende "Nervöse" die einzige möglichkeit dem "Teufel des Fleischessens" zu entkommen ist dieser Büßer-Ideologie nachzugehen und diese "gute Botschaft" in die ganze Welt hinauszuschreien. Ist der innere Schulddruck und die damit verbundene Rechtfertigungsnotwendigkeit entsprechend stärker – wird sogar versucht der Verzicht auf „alles Tierische“ einem jeden Menschen mit unwahren Texten aufzuzwingen. Lenkt der Missionierte nicht ein weil er diesem ideologischen Quatsch keine glauben schenkt und das sinkende Schiff nicht betreten will wird er beschimpft und angegriffen. Erst wenn jede Fleischfressende Pflanze
in den Wohnungen aller Menschen am Tofutropf hängt ist seine Mission
erfüllt.

auch hier:


Jedenfalls wachsen in den verschiedenen Ernährungssekten, die ihre Glaubenssätze mit mehr oder weniger guten wissenschaftlichen "Beweisen" unterlegen, die Vorschriften, was man wie zu sich nehmen darf und was nicht. Das hat nicht nur mit dem Verfolgen von Gesundheit zu tun, sondern es ist  auch eingehüllt in moralische Verpflichtung. Denn wer sich falsch
ernährt, sündigt gewissermaßen und trägt die Schuld an seinem Versagen,
das sich auch an der Erscheinung des Körpers für alle zeigt.

Bratman sagt, dem pathologischen Zwang zum gesunden Essen liege ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde, der einhergeht mit dem Gefühl der Überlegenheit über diejenigen, die Junkfood oder einfach das Falsche essen. Das hat etwas von religiöser Sonderstellung, also einer auserwählten Gruppe anzugehören, die sich durch bestimmte Verhaltensweisen und eben auch Körper zu erkennen gibt.


heise.de/tp/artikel/44/44634/1.html


und daher müssen sie es jedem unter die Nase reiben DAMIT Menschen wie du GLAUBEN:

die vegane Lebensweise toll und bewundere jeden


Ich bewundere weder Veganer noch Zeugen Jehovas sondern habe mitleid...

Schade, dass du das derart pauschalisierst und von etwa 10 Veganern gleich auf "Viele" schließt...

Grade Teenies sehen es häufig als Hype und finden es (auch) cool - trotzdem steckt hinter diesem Hype meistens auch immer ein ernsthaftes Hinschauen, echtes Mitleid und es folgt ein "sich-beschäftigen"...

Ich werte das durchaus positiv, denn nicht jeder Hype ist per se etwas negatives - oft erwächst daraus eine Lebenseinstellung, die man vertritt und hinter der man steht, auch ein Leben lang.

Ich habe in 4 Jahrzehnten fleischlosen (richtigen) Lebens nicht EINEN Menschen getroffen, der sich von mir genervt fühlte  - im Gegenteil !

Umgekehrt hab ich erst hier im Internet Menschen erlebt, die ohne Not auf Veganer eindreschen, sie denunzieren, ins Lächerliche ziehen und beleidigen, als gäb es kein Morgen - wohlgemerkt ungebeten und ungefragt... (du bist damit nicht gemeint)

Zwei Buchtipps für dich, um auch mal "die andere Seite" zu erkennen:

"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy und

"Überleben unter Fleischessern" von Carol J. Adams

Schau vielleicht auch mal in die Blogs von

"Graslutscher" und "Der Artgenosse" und auf die Seiten von

Marsili Cronberg "Veganer nerven" und

"erzaehlmirnix - Vegetarier" (da findest du was zu "ewigen Monologen" :)

Will sagen: Nicht immer sind es die Veganer, die nerven, oft ist es das eigene Gewissen...

Ich will niemanden missionieren - mir geht es nur um Fairness...

Nun, also wenn über 10 von 10 Veganern mir gleich reindrücken mussten, dass sie vegan sind, dann empfinde ich das schon als viel, ja.
Und ich habe wie gesagt nichts gegen Veganer, ich bewundere den veganen Lebensstil und bin auch bestens darüber informiert, danke :-)

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@Turnupppgurl

Okay, aber warum fragst du dann nicht die besagten Veganer  selbst ? Könnte dir wohl am meisten Aufschluss geben und mitteilsam sind sie ja, wie es scheint... 

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...weil jene (von dir beschriebenen) Veganer ihre Art der Ernährung zum Mittelpunkt ihres Lebens erhoben haben..... Und wer mag schon mit Leuten nur über Essen, Lebensmittel u.ä. sprechen.... Die wenigsten Menschen definieren sich ausschließlich über Lebensmittel.

Veganer sind Radikale. Radikalität bewirkt etwas im Gehirn, z. B. aggressiven Konfrontationskurs, der ebenso für Gewalttaten verantwortlich ist. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Der Verzicht auf Fleischkonsum wirkt sich vor allem auf den Protein-Aufbau im Gehirn aus, man wird gereizter, das Gehirn schrumpft, man wird müder und schwächer.

Ich lebte mal vegan vor vielen Jahren. Ich hatte ständig das Gefühl, ich konnte mich nicht richtig konzentrieren, bis dauernervös und depressiv.

Weil für die das "vegan" eine Lebenseinstellung ist, eine Ideologie.

Ich habe festgestellt, daß ich meist auch vegan lebe. Aber ich habe das gar nicht gemerkt (ich verzichte auf Milchprodukte, weil ich sie nicht vertrage, und wenn ich dann mal einige Zeit kein Fleisch esse, ist das ja schon vegan :-)

Und darum ist das für diese Ideologen auch so ein riesiges Problem, wenn sie mal "sündigen", weil dann ihre Ideologie kaputt ist.

Ich ärgere mich dann einfach nur, wenn ich wieder Durchfall bekomme und die Nase verstopft. Ich denke dann "selbst schuld". Veganer denken "ich habe versagt".

Nein sie denken nicht sie haben versagt sie wissen das sie ein Tier gequält haben

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@Netie

Angeblich quält man ein Tier, wenn man es tötet. Oder sogar nur, wenn man es leben läßt.

Auch so eine Ideologie.

Meine Hühner sind glücklich, soweit ich das beurteilen kann, und so esse ich gerne mal ein Ei und bin dann auch glücklich.

Aber bin ja auch ein Tierquäler, ich töte Schnecken (zuhause) und Wespen und Mücken (auch unterwegs, wenn sie mir zu nahe kommen)....

Mich würde mal interessieren, wie diese ideologischen Veganer zu ihren Kindern sind und ob sie überhaupt welche haben.

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