Wieso ist Schwefeldioxid SO2 gut in Wasser löslich?

2 Antworten

Man muss die Elektronegativität EN zur Hand nehmen.

Schwefel hat ca. 2,6

Sauerstoff ca. 3,4

Laut Wiki haben Verbindungen mit einer Differenz der EN<0,4 eher kovalenten, und mit einer Differenz >1,7 eher ionischen Charakter. Alles was zwischen drin ist, bezeichnet man als polare Verbindungen. SO2 hat dann die Differenz 0,8 --> polare Bindung.

Eine polare Atombindung reicht aber als Nachweis noch nicht aus. Die Verbindung muss ein Dipol sein. Dieser liegt vor, wenn das Molekül einen asymmetrischen Aufbau hat. Bei SO2 ist dies der Fall. Das kann man aber ohne Weiteres nicht berechnen.

Im Gegensatz dazu hat z.b. CO2 polare Bindungen. Aber das Molekül ist symmetrisch aufgebaut. Das Zentrum der negativen und positven Teilladung liegt somit übereinander und hat also kein "dipolmoment".

Das Molekül ist wie das Wassermolekül gewinkelt. Dennoch ist es nicht sehr polar, was man daran erkennt, dass Schwefeldioxid schon bei - 10°C siedet, obwohl das Molekül mehr als 3 x so schwer ist wie ein Wassermolekül. Die gute Wasserlöslichkeit ergibt sich vor allem aus freien Elektronenpaaren am Sauerstoff, die die Bildung von Wasserstoffbrücken ermöglichen. Ausserdem reagiert Schwefeldioxid, wenn auch nur wenig, mit Wasser zu schwefliger Säure.

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